Abo
  • Services:

Test Medal of Honor Warfighter: Standard-Action statt persönlicher Geschichte

Keine überdrehten globalen Operationen, sondern die persönlichen Erlebnisse von US-Elitesoldaten sollten im Mittelpunkt des neuen Medal of Honor stehen, hat EA im Vorfeld mitgeteilt. Das stimmt nicht ganz, wie Golem.de beim Test der Kampagne festgestellt hat.

Artikel veröffentlicht am ,
Medal of Honor Warfighter
Medal of Honor Warfighter (Bild: Electronic Arts)

Ein paar billig zusammengenagelte Sperrholzbretter sollen eine Flugzeugkabine nachstellen, dazu kommen ausrangierte Sitzbänke und von Hand gebastelte Zielscheiben. Durch diesen Trainingsparcours müssen wir uns in der zweiten Mission von Medal of Honor Warfighter ballern - und unter Zeitdruck möglichst alle Zielscheiben-Passagiere über den Haufen schießen, bis wir zum Abschluss eine Granate ins Pseudo-Cockpit werfen dürfen. Mission erfolgreich absolviert!

Inhalt:
  1. Test Medal of Honor Warfighter: Standard-Action statt persönlicher Geschichte
  2. Ballistik und das Fazit

Den Einsatz erleben wir als verdeckt agierender US-Elitesoldat irgendwo im Jemen bei einem islamistischen Terrornetzwerk. Warfighter macht damit auch das Szenario klar: Da sind die Bösen, die es auf westliche Zivilisten abgesehen haben - und hier sind wir, die wir für unseren Schutz kämpfen müssen. Auch im Verlauf der Handlung spielt das eine Rolle: Es geht um einen verletzten Soldaten namens Preacher, dessen Beziehung wegen seiner vielen Einsätze auf der Kippe steht und dessen Tochter ebenfalls in Gefahr gerät. Die Story wird mit recht aufwendigen Zwischensequenzen erzählt, ist aber so verschachtelt und die Figuren so blass, dass wir ziemlich schnell den Faden verlieren.

  • Ein Menü erlaubt den Zugriff auf immer bessere Tür-öffnen-Methoden.
  • Mit einem Laser markieren wir die feindliche Festung...
  • ... und wenig später zerstören Bomben das Gebäude.
  • Auf große Distanz müssen wir mit dem Scharfschützengewehr über Gegner zielen, um zu treffen.
  • In einer kurzen Sequenz bedienen wir das Bord-MG eines Helis.
  • Zwischensequenzen erzählen eine Soldatengeschichte.
  • Animationen und Charaktere sind sichtlich aufwendig erstellt.
  • Per Auto liefern wir uns in Pakistan eine Verfolgungsjagd.
  • Die zwölf Spezialeinheiten des Multiplayermodus unterscheiden sich deutlich.
  • In Onlinegefechten darf der Spieler seine Waffen verbessern.
  • Jede Nation hat andere Waffen.
  • Karten wie das Stadion machen auf den ersten Blick einen ordentlichen Eindruck.
  • Warfighter bietet eine Reihe unterschiedlicher Spielmodi.
Ein Menü erlaubt den Zugriff auf immer bessere Tür-öffnen-Methoden.

Im Grunde ist das aber auch egal, denn die 13 Missionen der Kampagne des neuen Medal of Honor sind wie fast immer in dem Genre weitgehend austauschbar. Außer in das jemenitische Trainingscamp verschlägt es uns nach Somalia, in die Nähe von Mogadischu, wo wir Geiseln befreien sollen, oder nachts bei Hochwasser und Sturm in Asien - einer der atmosphärisch dichtesten Einsätze.

In Warfighter geht es deutlich weniger übertrieben zu als zuletzt in Call of Duty. In Somalia etwa sind wir nur mit einer Handvoll Begleiter unterwegs, die nicht sterben können und daher auch nicht durch namenlosen Nachschub ersetzt werden müssen. Und wir kämpfen kaum gegen gefühlt riesige Armeen, sondern haben es in den Schlauchlevels meist nur mit ein paar Feinden gleichzeitig zu tun. Das Programm schickt auch nur eine begrenzte Zeit lang Verstärkung an die Front. Irgendwann ist der letzte Soldat ausgeschaltet, was uns das Programm dann auch sagt und uns weiterschickt.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn, Strausberg, Wilhelmshaven, München
  2. Holl Flachdachbau GmbH & Co. KG Isolierungen, Fellbach bei Stuttgart

Zwischendurch gibt's auch mal andere Einsätze: So liefern wir uns in der pakistanischen Stadt Karatschi per Auto eine gut inszenierte Verfolgungsjagd, bei der wir einen Attentäter stoppen müssen. Steuerung und Fahrgefühl kommen zwar nicht ganz an Rennspiele heran, sind aber trotzdem gelungen. Kein Wunder, schließlich verwendet Warfighter die Frostbite-2-Engine, und die kommt immerhin auch beim letzten Need for Speed zum Einsatz.

Ballistik und das Fazit 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. mit Gutschein: HARDWARE50 (nur für Neukunden, Warenwert 104 - 1.000 Euro)
  2. ab 119,98€ (Release 04.10.)

Thunder_ 24. Okt 2012

Ja, einsteigerfreundlich ist es nicht, aber durch das PvP extrem gut. Die 90% Langeweile...

tonictrinker 24. Okt 2012

Etwa das man völkerrechtswidrige Kriegseinsätze heim an den PC holt? Wo ist eigentlich...

TenogradR5 24. Okt 2012

Das Game hat nichts mit Dice zu tun, sondern wurde von Danger Close Games entwickelt...


Folgen Sie uns
       


FritzOS 7 - Test

FritzOS 7 steckt voller sinnvoller Neuerungen: Im Test gefallen uns der einfach einzurichtende WLAN-Gastzugang und die praktische Mesh-Übersicht. Nachholbedarf gibt es aber noch bei der NAS-Funktion.

FritzOS 7 - Test Video aufrufen
Red Dead Redemption 2 angespielt: Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen
Red Dead Redemption 2 angespielt
Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen

Überfälle und Schießereien, Pferde und Revolver - vor allem aber sehr viel Interaktion: Das Anspielen von Red Dead Redemption 2 hat uns erstaunlich tief in die Westernwelt versetzt. Aber auch bei Grafik und Sound konnte das nächste Programm von Rockstar Games schon Punkte sammeln.
Von Peter Steinlechner

  1. Red Dead Redemption 2 Von Bärten, Pferden und viel zu warmer Kleidung
  2. Rockstar Games Red Dead Online startet im November als Beta
  3. Rockstar Games Neuer Trailer zeigt Gameplay von Red Dead Redemption 2

Zukunft der Arbeit: Was Automatisierung mit dem Grundeinkommen zu tun hat
Zukunft der Arbeit
Was Automatisierung mit dem Grundeinkommen zu tun hat

Millionen verlieren ihren Job, aber die Gesellschaft gewinnt dabei trotzdem: So stellen sich die Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens die Zukunft vor. Wie soll das gehen?
Eine Analyse von Daniel Hautmann

  1. Verbraucherschutzminister Kritik an eingeschränktem Widerspruchsrecht im Online-Handel
  2. Bundesfinanzminister Scholz warnt vor Schnellschüssen bei Digitalsteuer
  3. Sommerzeit EU-Kommission will die Zeitumstellung abschaffen

Segelflug: Die Höhenflieger
Segelflug
Die Höhenflieger

In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
  2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
  3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

    •  /