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Ballistik und das Fazit

Die eigentlichen Missionen kommen nicht ganz so atemberaubend rüber, sondern ziehen sich teils ganz schön in die Länge - zumal die Speicherpunkte so gesetzt sind, dass wir bei unserem Ableben längere Abschnitte wiederholen müssen. Spätestens dann fällt auch auf, dass die KI nicht sonderlich clever agiert: Feinde tauchen immer an den gleichen Stellen auf und nehmen dann auch stets dieselben Wege - spätestens im dritten oder vierten Durchgang hatte das Ganze mehr mit einer Schießbude als mit einem authentischen Kampfeinsatz zu tun.

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Ansatzweise authentisch ist auch, dass wir in einigen Einsätzen tatsächlich mit halbwegs glaubwürdigen Flugbahnen der Kugeln rechnen müssen. An einer Stelle etwa müssen wir per Scharfschützengewehr weit entfernte Feinde ausschalten. Dabei dürfen wir die Gegner eben nicht im Fadenkreuz haben, sondern müssen mit zunehmender Distanz einen Punkt immer weiter über ihren Köpfen anvisieren. Falls wir nicht treffen, sehen wir als dezenten Hinweis ein kurzes Aufblitzen der fehlgegangenen Kugel. Mit dem gerade für den Releasetag angekündigten ersten Patch soll es übrigens - neben einer langen Reihe weiterer Fehlerkorrekturen - auch eine entsprechende Texteinblendung geben.

Immerhin macht die Grafik einen überzeugenden Eindruck. Die Animationen sind geschmeidig, Waffen und Explosionen schick, aber nicht übertrieben in Szene gesetzt. Besser als die meisten anderen Titel sind auch die Audioeffekte - von vereinzelten Aussetzern bei der Abmischung mal abgesehen.

  • Ein Menü erlaubt den Zugriff auf immer bessere Tür-öffnen-Methoden.
  • Mit einem Laser markieren wir die feindliche Festung...
  • ... und wenig später zerstören Bomben das Gebäude.
  • Auf große Distanz müssen wir mit dem Scharfschützengewehr über Gegner zielen, um zu treffen.
  • In einer kurzen Sequenz bedienen wir das Bord-MG eines Helis.
  • Zwischensequenzen erzählen eine Soldatengeschichte.
  • Animationen und Charaktere sind sichtlich aufwendig erstellt.
  • Per Auto liefern wir uns in Pakistan eine Verfolgungsjagd.
  • Die zwölf Spezialeinheiten des Multiplayermodus unterscheiden sich deutlich.
  • In Onlinegefechten darf der Spieler seine Waffen verbessern.
  • Jede Nation hat andere Waffen.
  • Karten wie das Stadion machen auf den ersten Blick einen ordentlichen Eindruck.
  • Warfighter bietet eine Reihe unterschiedlicher Spielmodi.
Jede Nation hat andere Waffen.

Im Multiplayermodus von Warfighter dürfen Spieler mit zwölf Elitetruppen antreten, darunter die deutsche KSK, die britische SAS und die polnische Grom. Es gibt die übliche Bandbreite an Spielmodi, Optionen und Ranglisten. Relativ wichtig ist, dass man Updates für seine Waffe bekommen und sie so an seine Bedürfnisse anpassen kann - das betrifft rein kosmetische Modifikationen wie einen schöneren Griff, aber auch bessere Zielsysteme und Ähnliches. Obwohl die Server zum Testzeitpunkt bereits liefen, konnten wir selbst noch nicht sinnvoll spielen - weil schlicht keine anderen Mitstreiter oder Opponenten online waren. Die Karten haben auf den ersten Blick aber einen ordentlichen Eindruck gemacht.

Medal of Honor Warfighter ist ab dem 25. Oktober 2012 erhältlich. Die PC-Ausgabe kostet rund 55 Euro, die Versionen für Xbox 360 und Playstation 3 rund 65 Euro. Die PC-Fassung muss beim EA-Portal Origin aktiviert werden und lässt sich anschließend nicht mehr weiterverkaufen; die Kampagne ist auch offline spielbar. Die hierzulande erhältliche Version ist vollständig eingedeutscht. Auf den Konsolen-Discs befinden sich mehrere Sprachfassungen; um am PC die US-Variante zu spielen, muss der Spieler die Registry bearbeiten. Das Spiel ist ungeschnitten und hat eine USK-Freigabe ab 18 Jahren.

Fazit

Medal of Honor Warfighter will glaubwürdig sein. Das ist es trotz Details wie den halbwegs korrekten Flugbahnen von Kugeln oder dem Verzicht auf übertriebene Feuergefechte nicht. In den besseren Missionen ist es trotzdem ganz angenehm, dass hier gegenüber den Call of Dutys dieser Welt mal einen Gang zurückgeschaltet wird. In den schlechteren Missionen gibt es aber auch zu viele Stellen mit Leerlauf - sprich: Langeweile. Schade, dass die Story zwar ambitioniert ist, aber letztlich so gar nicht funktioniert und sämtliche Charaktere vollständig uninteressant bleiben. Wer als Fan von Einzelspielerkampagnen zu Warfighter greift, macht nichts falsch - das Spiel ist aber kein Muss.

 Test Medal of Honor Warfighter: Standard-Action statt persönlicher Geschichte
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Thunder_ 24. Okt 2012

Ja, einsteigerfreundlich ist es nicht, aber durch das PvP extrem gut. Die 90% Langeweile...

tonictrinker 24. Okt 2012

Etwa das man völkerrechtswidrige Kriegseinsätze heim an den PC holt? Wo ist eigentlich...

TenogradR5 24. Okt 2012

Das Game hat nichts mit Dice zu tun, sondern wurde von Danger Close Games entwickelt...


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