Abo
  • IT-Karriere:

Test Lilly Looking Through: Abenteuer mit Schal und Zauberbrille

Innerhalb weniger Tage hatte das Indie-Studio Geeta Games per Kickstarter genug Geld für sein Adventure Lilly Looking Through gesammelt. Jetzt ist das Spiel über ein kleines Mädchen fertig, das in einer verzauberten Welt seinen Bruder suchen und dabei Rätsel lösen muss.

Artikel veröffentlicht am ,
Lilly looking Through
Lilly looking Through (Bild: Geeta Games)

Es ist alles ein bisschen ungewöhnlich in Lilly Looking Through. Vom Start weg setzt das von Geeta Games über Kickstarter finanzierte Adventure mehr auf Atmosphäre als auf eine detaillierte Story - durch welche Welt die charmante Lilly da läuft, erfährt der Spieler etwa nicht. Er erhält keinen Hinweis, warum der Bruder von Lilly ausgerechnet durch einen magischen Schal entführt wird und warum der immer wieder genau dann verschwindet, wenn Lilly kurz davor ist, ihn einzufangen. Auch Dialoge im Spiel gibt es so gut wie nicht, dafür wunderschön gestaltete Umgebungen und angenehme Musik. Wer unter dem Begriff Adventure vor allem Multiple-Choice-Gespräche erwartet, ist hier falsch.

Stellenmarkt
  1. Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering gGmbH, Potsdam
  2. Stadtwerke München GmbH, München

Auch sonst könnte der Begriff Adventure in die Irre führen - ein Inventar gibt es nämlich auch nicht. Stattdessen ist jedes Szenario ein eigenes Rätsel, das immer nur mit den Objekten gelöst wird, die sich auf dem jeweiligen Bildschirm befinden. Durch Klicken auf ein Fragezeichensymbol lässt sich zudem anzeigen, wo der nächste Interaktionspunkt ist. Wer daraus folgert, dass Lilly Looking Through leicht zu lösen ist, irrt allerdings gewaltig: Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel reicht von auf den ersten Blick offensichtlichen Knobeleien bis hin zu wirklich schweren Rätseln. Auch ein paar frustrierende, am Ende nur durch viel Ausprobieren zu lösende Aufgaben sind dabei.

Alle Aktionen werden per Mausklick ausgelöst, etwa eine Fackel aufnehmen und am Feuer entzünden, eine Pflanze mit den Flammen abbrennen und so den Weg frei machen. Hinzu kommen Farb-, Maschinen- und diverse Schalterrätsel, die es durchaus in sich haben - weil eben mehrere Schalter mehrfach, aber in einer ganz bestimmten Reihenfolge gedrückt werden müssen.

Außerdem bekommt Lilly nach kurzer Zeit noch die magische Brille. Mit ihr kann die knuddelige Heldin die Zeit überwinden - und die Szenerien so etwa in der Vergangenheit und in der Zukunft sehen. Natürlich wirken sich Aktionen in der einen Zeit dann auch auf die andere aus, die Aufgaben müssen also auf mehreren Ebenen parallel gelöst werden.

Auch wenn das Rätseldesign fordernd und meist fair ist, gibt es Stellen, an denen auch geübte Knobler länger festsitzen werden. Dort müssen sie leider immer wieder diverse, nicht abbrechbare Animationen komplett anschauen und die gleichen Aktionen immer wieder durchführen. Denn gespeichert wird immer nur nach dem Lösen eines Levels, nicht nach der ersten erfolgreich absolvierten Teilaufgabe. Das sorgt dafür, dass die wenigen Stunden Spielzeit künstlich gestreckt werden.

Lilly Looking Through ist für Windows-PC und Mac in den üblichen Downloadstores wie Steam oder GOG.com verfügbar und kostet rund 9 Euro.

Fazit

Auf den ersten Blick schon fasziniert Lilly Looking Through mit einer charmanten Heldin und wunderschön anzusehenden Hintergründen. Spieler sollten sich von der teils kindlichen Optik aber nicht in die Irre führen lassen: Dahinter verbirgt sich ein teils äußerst forderndes Puzzlespiel mit vielen gelungenen, aber auch einigen frustrierenden Aufgaben. Trotz kurzer Spieldauer sollten sich Knobelfreunde mit Lilly auf eine Zeitreise begeben: Angesichts des günstigen Preises und der tollen Atmosphäre lassen sich ein paar spielerische Mängel durchaus verschmerzen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 177,90€ + Versand (Bestpreis!)
  2. 399€ (Wert der Spiele rund 212€)
  3. (u. a. Ryzen 5-2600X für 184,90€ oder Sapphire Radeon RX 570 Pulse für 149,00€)

Folgen Sie uns
       


Oneplus 7 Pro - Hands On

Das Oneplus 7 Pro ist das neue Oberklasse-Smartphone des chinesischen Startups. Es verfügt über drei Kameras auf der Rückseite und eine ausfahrbare Frontkamera. Das Smartphone erscheint im Mai zu Preisen ab 710 Euro.

Oneplus 7 Pro - Hands On Video aufrufen
Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Ingolstadt Audi vernetzt Autos mit Ampeln
  2. Wasserkühlung erforderlich Leistungshunger von Auto-Rechnern soll stark steigen
  3. Waymo One Lyft vermittelt Waymos autonome Taxis

Das andere How-to: Deutsch lernen für Programmierer
Das andere How-to
Deutsch lernen für Programmierer

Programmierer schlagen sich ständig mit der Syntax und Semantik von Programmiersprachen herum. Der US-Amerikaner Mike Stipicevic hat aus der Not eine Tugend gemacht und nutzt sein Wissen über obskure Grammatiken, um Deutsch zu lernen.
Von Mike Stipicevic

  1. Programmiersprachen, Pakete, IDEs So steigen Entwickler in Machine Learning ein
  2. Software-Entwickler Welche Programmiersprache soll ich lernen?

Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
Oneplus 7 Pro im Hands on
Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Oneplus 7 Der Nachfolger des Oneplus 6t kostet 560 Euro
  2. Android 9 Oneplus startet Pie-Beta für Oneplus 3 und 3T
  3. MWC 2019 Oneplus will Prototyp eines 5G-Smartphones zeigen

    •  /