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I Am Alive
I Am Alive (Bild: Ubisoft)

Kämpfe ohne Munition

Andere bewaffnete Gegner kann Adam scheinbar ängstlich dastehend an sich herankommen lassen, um sie dann mit einem überraschenden Angriff mit seiner Machete zu töten. Da fangen dann aber die Probleme an - zumindest, wenn sich weitere und möglicherweise auch noch bewaffnete Feinde in der Nähe befinden. Denn die Steuerung ist nicht gut genug, damit der Spieler kontrolliert fast gleichzeitig einen Überraschungsangriff starten, mit seiner leeren Pistole einen Opponenten in die Flucht schlagen und einen dritten oder vierten anderweitig loswerden kann.

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Auch wenn der Spieler einen eigentlich guten Plan hat - Zeit zum Überlegen ist durchaus da -, geht das Ganze oft schief, und Adam fängt ein oder zwei Treffer. Meist ist das sein Ende: In I Am Alive erholt sich die Hauptfigur auch im etwas einfacheren der beiden Schwierigkeitsgrade nicht von selbst. Er muss Blutkonserven finden und sie in seinem Inventar aktivieren - natürlich sind genau diese Heilmittel extrem rar.

Wenn Adam stirbt, fängt er nur dann an einem komfortabel positionierten Checkpoint neu an, solange er genug Wiederholungen hat. Ansonsten muss der Spieler den gesamten Level neu beginnen. Diese Wiederholungsextras findet Adam teils einfach so, teils kann er sie etwa von einem schwer verletzt daliegenden anderen Menschen gegen eine Blutkonserve tauschen. In der Praxis bedeutet das System, dass man knifflige Stellen drei- oder viermal wiederholen kann und dann den gesamten Einsatz vom Start weg neu angehen muss - was ziemlich schnell für Frust sorgt.

Eine Besonderheit ist auch die Grafik: Das Spiel ist fast vollständig in Schwarz-Weiß gehalten, dazu kommen starke Überblendeffekte, vermutlich aus der Richtung der Sonne. Das sieht dann immer ein bisschen so aus, als ob am Horizont ein Atomkraftwerk strahlt, was die düstere Stimmung eher noch verstärkt. Richtig schick wirkt die Grafik nicht, insbesondere Adam selbst und die Gegner sind nicht auf dem aktuellen Stand der Technik.

I Am Alive ist nur als Download erhältlich. Über Xbox Live Arcade gibt es das Spiel für 1.200 MS-Punkte (knapp 15 Euro) bereits, im Store des Playstation Network soll es im April 2012 verfügbar sein. Wer es schafft, die Kampagne einigermaßen zügig durchzuspielen, ist gut vier Stunden beschäftigt. Einen Multiplayermodus gibt es nicht.

Fazit

Es gehört in die Kategorie "Da hätte man viel mehr draus machen können": I Am Alive bietet eine tolle Atmosphäre, in seinen guten Momenten richtig viel Spannung und gute Ideen - etwa das Erschöpfungs- und das Kämpfen-ohne-Kugeln-Kampfsystem. Schade, dass nicht alles davon gut umgesetzt ist, sondern dass die Gefechte ziemlich oft mit Frust enden, insbesondere wegen des seltsamen Wiederholungssystems. Ein echter Pluspunkt ist die gute Handlung. Auch die Entscheidungen etwa darüber, ob man anderen Menschen hilft oder nicht, sind teils tatsächlich extrem interessant. Unterm Strich ist I Am Alive kein Spiel für Menschen, die nur ein paar unterhaltsame Stunden in einer Endzeitwelt verbringen möchten. Aber Spielentwickler und am Medium "Spiel" interessierte Gamer sollten einen Blick darauf werfen.

Nachtrag vom 20. März 2012, 18:20 Uhr

Ubisoft hat soeben das konkrete Erscheinungsdatum für die PS3-Version von I Am Alive bekanntgegeben: Ab 4. April 2012 soll das Spiel im Playstation Network erhältlich sein.

 Test I Am Alive: Originell verschenktes Katastrophenpotenzial

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elitezocker 22. Mär 2012

Wie kommst Du darauf? Die sind von der XBox360.

elitezocker 22. Mär 2012

Nee. Wenn ich essen will, kaufe ich mir etwas und der Arzt ist um die Ecke. Welche harte...

Konfuzius Peng 21. Mär 2012

Auf 4players hat das Game immerhin 80 Prozent bekommen!

booyakasha 21. Mär 2012

Deine Aussage ergibt leider wenig Sinn. Amy ist bereits erschienen und I am Alive folgt...

Trollversteher 20. Mär 2012

Wird aber deutlich seltener gemacht, wegen Garantieverlust und Ausschluß aus den...



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