Test Fish Out of Water: Fischgolem flitscht frische Fische

Fliegende Wale sind seit Whale Trail (iOS) auf Tablets und Smartphones nichts Ungewöhnliches mehr. In Fish Out of Water - dem neuen Titel der Halfbrick Studios (Fruit Ninja, Jetpack Joyride) - lässt der Spieler ebenfalls einen Wal fliegen. Dieser Wal heißt Mikro. Er schwimmt zusammen mit seinen Freunden Finlay, Rakete, Olympus, Errol sowie einem Quartett Schwarmfische an einer verlassenen Küste herum.
In Fish Out of Water geht es darum, drei dieser "Fische" so weit wie möglich aufs Meer hinauszuwerfen und dabei so häufig es geht über die Wasseroberfläche flitschen zu lassen - ähnlich wie beim Steinehüpfen(öffnet im neuen Fenster) . Jede Berührung mit der Wasseroberfläche gilt in Fish Out of Water als "Hüpfer".

Da nur dreimal geworfen wird, hat der Spieler vor jedem Versuch die Qual der Wahl, welchen "Fisch" er mit einem Wisch Richtung Ozean wirft. Alle Charaktere haben individuelle Attribute. Wal Mikro zum Beispiel will in hohem Bogen geworfen werden und kommt so sehr weit. Er ditscht dabei allerdings nur sehr selten auf dem Wasser auf. Der Delfin Finlay schwimmt nach dem Wurf eigenständig noch weiter aufs Meer hinaus. Durch ständiges Eintauchen und Schwungholen kommt er relativ weit und sammelt zahlreiche Hüpfer.
Für zusätzliche Spieltiefe sorgt das dynamische Wettersystem. Stündlich ändert sich in Echtzeit die Witterungslage am Strand. Es kann also vorkommen, dass bei klirrender Kälte Eisschollen auf dem Meer treiben oder bei einem Sturm bildschirmfüllende Wellen auf die Küste zurollen. Wer mit den Eigenheiten des Wetters herumspielt, trifft auf überraschende neue Stärken bei den Fischen. Bei prasselndem Regen konnten wir beispielsweise mit Olympus die meisten Hüpfer sammeln.








Für etwas Kontrolle nach dem Wurf gibt es das Boost-System. Eine Leiste am oberen Bildschirmrand zeigt an, wie viel Boost-Energie zur Verfügung steht. Durch ein Tippen auf den Touchscreen bekommen die Fische einen Geschwindigkeitsschub. Mit etwas Glück sammeln sie während ihres Fluges Orbs ein, die die Leiste dezent auffüllen.
Dass sich der Spieler so viele Gedanken über den passenden Abwurfwinkel, das Wetter und den Fisch machen muss, liegt an den fünf Krabben, die nach drei Würfen das Spektakel bewerten. Jede Krabbe vergibt eine Note zwischen 1 und 10 nach ihrem Gutdünken. Krabbe Harry Hüpfer bewertet zum Beispiel primär die gesammelten Hüpfer, abhängig vom Wetter. Wilma Weite achtet hauptsächlich auf die Weite. Ned Nörgel ist der pure Kritiker und am schwierigsten zufriedenzustellen.
Edle Steine und Fazit
Deswegen gibt es auch eine Edelsteinkombination, die Nörgels Wertung auf magische Art und Weise auf eine 10 wachsen lässt. Edelsteine gibt es in verschiedenen Farben, Formen und Kombinationen. Sie werden vor einem Wurf eingesetzt und haben einen unterschiedlichen positiven Effekt. Der Spieler verdient sich die Edelsteine durch jeden Levelaufstieg oder kann sie kaufen.
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Um im Level aufzusteigen, müssen kleine Herausforderungen gemeistert werden, ähnlich der Missionsziele in Jetpack Joyride. Die Ziele sind meistens sehr leicht. Der Spieler muss zum Beispiel eine Durchschnittsgeschwindigkeit halten, Fische ober- oder unterhalb einer Linie werfen oder Hüpfer sammeln. Selten gibt es auch kreative Herausforderungen, wie vier der fünf "Fische" gleichzeitig über dem Wasser am Strand zu halten, ohne sie zu werfen.








Fish Out of Water ist für iOS erhältlich und kostet 89 Cent. Eine Version für Android soll laut Hersteller ebenfalls bald erscheinen.
Die Golem.de-Redaktion, der Chefredakteur der PC Games Hardware und einige internationale Freunde werfen in der Liga "fischgolem" um die Wette. Wir freuen uns über jeden neuen Mitbewerber.
Fazit
Mit Fish Out of Water haben die Halfbrick Studios einen zugänglichen und fesselnden Hit für iOS (und bald Android) geschaffen, der es in puncto Spielspaß locker mit Angry Birds und Jetpack Joyride aufnehmen kann. Die personalisierten Ligen motivieren, jeden Tag einen guten Wurf hinzulegen, das Wettersystem sorgt für Abwechslung und durch die Missionsziele gibt es immer einen Weg, kostenlos an Kristalle zu kommen. Für 89 Cent ist der Titel nahezu ein Geschenk.



