Test Far Cry 3: Sandbox-Spiel mit Super-Spinner

Der Urlaub auf der Trauminsel könnte so schön sein - wenn es nur den durchgeknallten Irren mit seiner Privatarmee nicht gäbe. Und wenn die offene Spielewelt von Far Cry 3 etwas lebendiger und interessanter wäre.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Far Cry 3
Artwork von Far Cry 3 (Bild: Ubisoft)

Endlich mal kein übermächtiger Held! In so gut wie jedem Ego-Shooter tritt der Spieler als Elitesoldat oder gleich als gentechnisch manipulierter Chefkämpfer an. In Far Cry 3 ist das anders: Da steuern wir eine Hauptfigur, mit der wir uns einigermaßen identifizieren können. Eigentlich möchten wir als Jason Brody nur Sporturlaub auf einer Trauminsel mitten im Ozean machen. Aber dann erwachen wir direkt nach dem Spielstart gemeinsam mit einem unserer Brüder gefesselt in einem Bambuskäfig. Davor steht ein entweder psychopathischer oder drogenkranker Spinner namens Vaas, der wirres Zeug redet und uns beschimpft - und der natürlich eine Waffe in der Hand hat.

Inhalt:
  1. Test Far Cry 3: Sandbox-Spiel mit Super-Spinner
  2. Künstlich riesige Spielewelt
  3. Multiplayer, Grafik und Fazit

Zwar können wir nach wenigen Minuten entkommen, aber der Bruder stirbt in unseren Armen. Nach einer halsbrecherischen Flucht - Vaas eröffnet die Jagd mit einem zynischen "Run, Forrest, run" - fallen wir nahezu gleichzeitig in einen Fluss und in Ohnmacht. Und wir erwachen im Dorf der Rakyat, den friedlichen Ureinwohnern des Eilands. Wir sollen helfen, Vaas und seine räuberische Bande loszuwerden. Dafür bekommen wir im Gegenzug Unterstützung bei der Befreiung unserer noch gefangenen Freunde.

  • Angriff auf ein gestrandetes Schiff
  • Drei Talentbäume gewähren uns mit genug Erfahrungspunkten neue Fähigkeiten.
  • Von hinten können wir Feinde besonders schnell ausschalten.
  • Mit dem Flugdrachen kommen wir besonders schön und schnell vorwärts.
  • Im Waffenladen besorgen wir uns neue Schießprügel und Munition - alternativ gibt es beides bei toten Feinden.
  • Mit den Einwohnern der Insel können wir eigentlich nicht in Kontakt treten.
  • Ähnlich wie in Assassin's Creed 3 erfahren wir viel über die (hier: vollständig erfundene) Welt.
  • Die Steuerung von Autos und anderen Vehikeln ist nicht ganz einfach, aber handhabbar.
  • Am Strand kommt es zu Kämpfen mit einer Patrouille.
  • Im Dorf der Ureinwohner erfahren wir Neues über unsere Freunde.
  • Kampf bei einer der Missionen der Haupthandlung
  • Auf der Übersichtskarte sehen wir, was wir auf der Insel alles tun können.
Kampf bei einer der Missionen der Haupthandlung

Far Cry 3 bietet eine offene Welt. Ähnlich wie in Assassin's Creed 3, das ebenfalls bei Ubisoft entstanden ist, können wir uns weitgehend frei bewegen. Auf der jederzeit bereitstehenden Karte zeigen uns Symbole an, wo es was zu tun gibt: Ein kleiner Hirsch etwa steht für ein Jagdgebiet, ein stilisiertes Auto für eine Transportmöglichkeit, zwei Dreiecke für eine Schnellreisemöglichkeit, ein Brief für eine Boten-Nebenmission. Um alle Teile der Karte freizuschalten, müssen wir klettern. Allerdings nicht auf Kirchen-, sondern auf insgesamt 18 Funktürme.

Eine gelbe Markierung zeigt uns an, wo die Haupthandlung weitergeht - aber wenn wir wollen, können wir uns auch stundenlang mit anderen Aufgaben beschäftigen. Vor allem auf die Jagd sollten wir möglichst rasch gehen. Denn anfangs können wir nur eine einzige Schusswaffe tragen - für die wir auch nicht allzu viel Munition haben. Um den zweiten von vier Waffenslots freizuschalten, müssen wir eine Tasche bauen. Und dafür müssen wir eine Ziege erlegen und ihr dann das Fell abziehen, was in einer nicht sehr gelungenen, mäßig ekligen Animation geschieht.

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Das Leder verarbeiten wir dann mit wenigen Mausklicks im "Herstellen"-Menü weiter zu besagtem Waffenslot. Die Prozedur müssen wir dann mehrfach mit anderen Tieren - darunter auch Hunden - erledigen, um noch mehr Knarren, aber auch Geld und sonstige Ausrüstung mit uns schleppen zu können. Vor allem zu Beginn verbringt der Spieler so nicht nur viel Zeit beim Jagen, sondern auch in den langweiligen, unübersichtlichen Menüs, in denen er ähnlich einfach auch Medizin aus abgeschnittenen Pflanzen erzeugt.

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Künstlich riesige Spielewelt 
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Atalanttore 23. Nov 2012

Far Cry 2 in Afrika war Mist. Keine Kanonenbootfahrten entlang der Küste. Evtl. kaufe ich...

Tyler Durden 22. Nov 2012

1. Halte ich irgendwelche Mods für absolut irrelevant für die Beurteilung, ob ein Spiel...

Charles Marlow 22. Nov 2012

Gut gesagt. Hier scheint's wohl schon wirklich Volk zu geben, das sich willig um seine...

asic 22. Nov 2012

Naja, andere Redakteure haben das Spiel positiver bewertet. Z.b. Kotaku: http://kotaku...

Anonymer Nutzer 22. Nov 2012

Ja, habe ich. Und nun? :)



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