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Geld regiert die Fantasy-Welt

Der größte Unterschied liegt allerdings darin, dass Drakensang Online zwar kostenlos ist - aber den Spieler eben doch alle paar Augenblicke zur Kasse bittet. Nur ein kleines Beispiel dafür, wie sich das auswirkt, ist das Inventar: Es bietet Platz für eine Handvoll Gegenstände und ist spätestens nach einer halben Stunde im Spiel voll. Auch, weil wir in den Kämpfen mit teils geradezu bizarr überflüssigen Objekten zugemüllt werden, die wir uns aber trotzdem alle angucken wollen - wozu sie natürlich erst ins Inventar müssen. Immerhin lässt sich das vergrößern, was allerdings beim ersten Mal 1.500 Andermant kostet. Diese Ingame-Währung bekommen wir in sehr homöopathischen Mengen unter anderem von erledigten Gegnern, vor allem aber im Itemshop, und dann kostet die Inventar-Erweiterung knapp 2 Euro.

  • Gemeinsam mit einem Mitstreiter überfallen wir ein Dorf voller Monster.
  • Die Übersichtskarte ist vom Start weg ausgefüllt - und die Level nicht per Zufallsgenerator zusammengestellt.
  • Beim Ableben darf der Spieler wählen, wie er wiederbelebt werden möchte.
  • Bigpoint bietet Andermant in unterschiedlichen Mengen und mit Rabatt an.
  • In den Arenen liefern wir uns einen Wettkampf um die feindliche Flagge.
  • In Städten gibt es Händler und andere Einrichtungen.
  • Die Questbeschreibungen sind kurz gehalten.
  • Einige Zauber haben durchaus sehenswerte Lichteffekte.
In den Arenen liefern wir uns einen Wettkampf um die feindliche Flagge.
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Drakensang Online bietet zahlreiche weitere Bereiche, in denen wir auch ohne die Investition echter Euro schon irgendwie zum Ziel kommen - aber mit dezent ramponiertem Nervenkostüm. Wer etwa stirbt - was angesichts des (absichtlich?) nicht immer perfekten Balancing öfter mal geschieht, kann sich kostenlos im zuletzt besuchten Stadtgebiet wiederbeleben lassen. Oder für eine Handvoll Andermant direkt am Ort des Todes - was wesentlich angenehmer ist.

In Drakensang Online ist der Spieler grundsätzlich wie in einem MMOG in einer Welt unterwegs, durch die auch andere menschliche Mitstreiter streifen. Das ist einer der angenehmeren Aspekte, zumal wir in einigen brenzligen Situationen sehr hilfreich einfach Unterstützung durch uns unbekannte Magier oder Bogenschützen erhalten haben. Zusätzlich gibt es Arena-Wettkämpfe: wahlweise im Eins-gegen-Eins-Duell, mit zwei Gruppen aus jeweils drei Personen oder mit Fünferteams, die in Capture-the-Flag antreten. Diese PvP-Elemente sind nicht sonderlich komplex, aber uns hat insbesondere das Flagge-Erobern tatsächlich Spaß gemacht.

Die Grafik ist durchwachsen. Es gibt längst nicht so schöne Farb- und Spezialeffekte wie bei Diablo 3, und auch die Animationen sind weniger aufwendig. Dafür hat Bigpoint aber eine stimmige, teils schön düstere Welt geschaffen, die mitunter sehr viel dreidimensionaler und räumlicher wirkt als das Gegenstück von Blizzard. Schade, dass die Grafik auf großen Bildschirmen mit hoher Auflösung teils sehr pixelig wirkt und dadurch Details manchmal kaum zu erkennen sind.

Drakensang Online ist direkt über die offizielle Homepage spielbar. Zusätzlich gibt es im Handel zwei verpackte Versionen mit Ingame-Gegenständen; der Preis liegt derzeit bei einmal rund 10 und einmal rund 20 Euro. Die Box-Fassungen haben eine USK-Freigabe ab 12 Jahren.

Fazit

In den guten Momenten von Drakensang Online verstehen wir schon, warum wir für Diablo 3 bezahlt haben und warum wir uns dafür auch noch mit Server- und sonstigen Problemen herumärgern. Das ist immer dann der Fall, wenn wir uns in Drakensang mal unbeschwert durch die teils wirklich schön aussende Welt schnetzeln können - besonders, wenn dabei auch noch ein Kumpel mitmacht. Auch einige originell gestaltete Gegner gefallen uns, dazu die offenere Spielewelt und das Rollenspielsystem. Vermisst haben wir unter anderem eine übersichtlichere Karte und interessante Quests.

Unterm Strich ist das Blizzard-Werk zumindest für Einzelspieler dann doch deutlich ausgefeilter, schicker animiert und besser in Szene gesetzt. Vor allem aber bietet es eine Welt, in der uns nicht immer wieder die Bigpoint-Bilanzbuchhaltung mit Aufforderungen zum Kauf von Andermant nervt.

 Test Drakensang Online: Der dunkle Fürst der Bigpoint-Bilanz
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Rulf 07. Aug 2012

apropo lila...habe jetzt doch zufällig auch mal glück gehabt, und ein gelbes teil...

Jofarin 06. Aug 2012

Ich bin 31, geografisch und politisch relativ belesen und selbst ich könnte die Frage...

Jofarin 06. Aug 2012

Gibt es schon, bisher gibt es aber nur zusätzliche Charakterslots und "Bankfächer", von...

Nolan ra Sinjaria 03. Aug 2012

Nein. Nur klingt der im Topic zitierte Satz so als würde der Golem-Redakteur sich...


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