Bedienung: Das Ende der fummeligen Menüs?
Rund um die Bedienung hat DJI die Hardware ebenfalls aufgewertet. Der neue 5D-Joystick ist das wichtigste haptische Upgrade; er reagiert feinfühliger und erlaubt präzisere Kamerabewegungen. Die Tastenbelegung – Doppelklick zum Zentrieren, Dreifachklick für den Selfie-Modus – wurde beibehalten, reagiert aber einen Tick direkter.
Neu sind zwei Tasten unter dem Display:
1. Custom-Button: Diese Taste ist frei belegbar. Im Test erwies sie sich als nützlich, um schnell zwischen Gimbal-Modi (Follow/FPV) zu wechseln oder das Fill Light (dazu gleich mehr) zu steuern.
2. Zoom-Toggle: Erlaubt den schnellen Wechsel zwischen 1x und 2x verlustfreiem Zoom.
Zum Thema verlustfrei: Technisch kommt hierbei ein Crop des hochauflösenden 1-Zoll-Sensors zum Einsatz. Da für die 4K-Ausgabe immer noch genügend native Pixel zur Verfügung stehen, bleibt die Detailzeichnung im Vergleich zu herkömmlichem Digitalzoom tatsächlich stabil. Erst beim vierfachen Zoom greift die Software zu einer sichtbaren digitalen Interpolation, die zulasten der Bildschärfe geht.
Software und Tracking: ActiveTrack 7.0
Beim Tracking hat DJI ebenfalls nachgelegt. ActiveTrack 7.0 verfolgt Motive ruhiger. Besonders die neue Motivverfolgung mit Fixierung und die Priorität des registrierten Motivs sind für Solo-Creator interessant. Es können bis zu drei Personen im System registriert werden; die Kamera erkennt deren Gesichter wieder und priorisiert sie im Fokus, selbst wenn andere Personen durch das Bild laufen.
Speicher und Konnektivität: ein unerwarteter Produktivitätssprung
Der Einbau von 107 GB internem Speicher mag trivial klingen, ist aber durchaus praktisch. Die Angst vor einer vergessenen oder defekten microSD-Karte entfällt auf jeden Fall. Zudem ist die Übertragung via USB 3.1 mit bis zu 800 MB/s für ein Gerät dieser Größe außergewöhnlich schnell und beschleunigt den Workflow beim Sichern großer 4K-Dateien.
Das Audio-Konzept: Integriert und erweiterbar
Schon die internen Mikrofone (Triple-Mic-System) liefern Ergebnisse, die für schnelle Reportagen oder Vlogs ausreichen können. Der Audio-Zoom, der die Richtwirkung an den Bildzoom anpasst, ist ein nettes Feature, ersetzt aber kein externes Mikrofon. Die wahre Stärke liegt in der nahtlosen Einbindung der DJI-Mic-Serie. Die Pocket 4 kann neuerdings bis zu vier Audiokanäle gleichzeitig verarbeiten.
In der Praxis ermöglicht das vielseitigere Aufnahmen: Es lassen sich beispielsweise zwei Personen über Funkmikrofone interviewen, während die internen Mikrofone der Kamera gleichzeitig die Umgebungsgeräusche als separate Tonspur einfangen. In der Nachbearbeitung kann dieser sogenannte Atmo-Sound dann gezielt zugemischt werden, um den Beitrag lebendiger wirken zu lassen.
Das Fill Light: Kleines Zubehör, große Wirkung
Eine sinnvolle Ergänzung ist auch das magnetische Fülllicht. Es dockt direkt am Gimbal an und wird von der Kamera mit Strom versorgt beziehungsweise gesteuert. Mit drei Helligkeitsstufen (bis 40 Lux) und drei Farbtemperaturen (2800 K/4500 K/5600 K) lassen sich Gesichter in dunklen Umgebungen, zum Beispiel im Auto oder abends auf der Straße, gezielt aufhellen, ohne den natürlichen Look der Umgebung durch zu hartes Licht zu zerstören.
- Anzeige Hier geht es zur DJI OsmoPocket 4 Standard Combo bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



