Grafik, Sound und Fazit

Die Grafik wirkt detailreich und stimmig, aber angesichts des Szenarios auch sehr düster und trostlos. Fast die ganze Kampagne über gibt es nur hell- und dunkelgraue sowie bräunliche Farben zu sehen, auf Dauer fehlt Abwechslung. Technisch macht das Programm sonst einen ordentlichen Eindruck, zumal es sich gut an die Leistungsfähigkeit des Rechners anpassen lässt. Auf der niedrigsten der sechs vorgegebenen Grafikstufen sind allerdings nur sehr grob aufgelöste Texturen und kaum noch schicke Effekte zu sehen.

Neben der je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad gut 10 bis 15 Stunden langen Kampagne gibt es zahlreiche weitere Spielmodi. So können Strategen in Scharmützeln gegen die KI antreten, oder eben im umfangreichen Multiplayermodus. Dann kann der Spieler auch deutsche Einheiten steuern und sich in Matches mit bis zu acht Teilnehmern stürzen, wahlweise mit oder ohne Bots. In der Kampagne, in den Scharmützeln und in den Multiplayergefechten kann der Spieler Erfahrungspunkte sammeln, um im Level aufzusteigen und kleine Boni freizuschalten, etwa zusätzlich Skins und einfache Buffs. Beim Anspielen hat die Balance auf uns - vielleicht bis auf die zu starke Infanterie - einen sehr guten Eindruck gemacht.

  • Die Stadt Stalingrad ist im Spiel besonders stark umkämpft. (Screenshots: Golem.de)
  • Grau- und Brauntöne herrschen auch rund um Moskau vor.
  • Das Hauptmenü bietet Zugriff auf Kampagne und Onlinekomponenten.
  • Vor jeder Mission erklärt ein kurzer Text den historischen Hintergrund.
  • Sichtlinien sorgen dafür, dass Soldaten nicht durch Bäume oder Mauern blicken können.
  • In der Rubik Armee-Anpassung kann der Spieler seine Einheiten verbessern.
  • Die Benutzeroberfläche orientiert sich weitgehend an Genre-Standards.
  • Jenseits der Kampagne gibt es Scharmützel...
  • ... und einen umfangreichen Multiplayermodus.
  • Das Grafikmenü bietet zahlreiche Optionen und eine gut funktionierende Auto-Erkennung.
In der Rubik Armee-Anpassung kann der Spieler seine Einheiten verbessern.

Company of Heroes 2 ist nur für Windows-PC verfügbar und kostet auf Steam knapp 50 Euro, im sonstigen Handel ist es meist für ein paar Euro weniger erhältlich. Es ist vollständig lokalisiert - eigentlich sogar ganz gut, nur der russische Akzent der Synchronsprecher klingt künstlich; die restliche Soundkulisse macht einen überragenden Eindruck. Die USK hat dem von Sega vertriebenen Programm eine Freigabe ab 16 Jahren erteilt.

Fazit

Schon in der ersten Mission ist in Company of Heroes 2 mehr los als in den meisten Echtzeitstrategiespielen im großen Finale. Ständig passiert etwas, es gibt überraschende Wendungen und der Knall- und Rauchpegel ist extrem hoch. Später gibt's zwar auch mal ruhigere Momente, aber insgesamt hat Relic ein sehr temporeiches und unterhaltsames Programm abgeliefert, das in erster Linie das große Publikum bedienen soll und erst in zweiter Linie hartgesottene Strategieexperten.

Es gibt durchaus kleine Mängel, etwa bei Wegfindung und Gegner-KI - Letztere ist aber meist sowieso ähnlich stark gescriptet wie in Actionspielen á la Call of Duty. Die Grafik ist stimmig für das Weltkriegsszenario, wirkt auf Dauer aber trotzdem zu grau und trostlos. Die Handlung der Kampagne ist okay, aber die Entwickler hätten noch mehr herausholen können. Alles in allem und insbesondere unter Berücksichtigung der Multiplayermodi ist Company of Heroes 2 aber ein tolles Echtzeit-Strategie-Komplettpaket geworden, das für Wochen an den Bildschirm fesseln kann.

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 Test Company of Heroes 2: Taktik und Tempo im russischen Winter
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Anonymer Nutzer 05. Jul 2013

"Der Spieler steuert ausschließlich Einheiten der Roten Armee" Oh, das riecht nach DLC...

the.nichts 28. Jun 2013

Auf jeden Fall ist es dem ersten Teil sehr ähnlich, was richtig und gut ist. Für ein...

wuschti 28. Jun 2013

Wenn dich DAS tatsächlich stört, dann musst du ganz andere Probleme haben und es ist...

Marib 28. Jun 2013

Sollte sich jemand das Spiel fürn Multiplayer kaufen wollen, hier die Probleme die er...



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