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Artwork von Bernd das Brot und die Unmöglichen
Artwork von Bernd das Brot und die Unmöglichen (Bild: Deep Silver)

Test Bernd das Brot: "Dieses Spiel ist Mist"

Artwork von Bernd das Brot und die Unmöglichen
Artwork von Bernd das Brot und die Unmöglichen (Bild: Deep Silver)

Immer Ärger für Bernd: Statt Mehlsuppe zu schlürfen und die Raufasertapete anstarren zu dürfen, wird er wieder von Stuntschaf Chili und Erfinderbusch Briegel für wilde Ideen zwangsverpflichtet. Diesmal muss Bernd als Superheld in einem Adventure antreten. Das ist ziemlich unterhaltsam geworden.

Bernds erster Auftritt in einem PC-Spiel bietet schon bei der Installation den typischen Humor der Fernsehserie: Wer die "Lies Mich"-Datei öffnet, wird mit den Worten "Du hast dieses Spiel gekauft, obwohl es Mist ist" begrüßt - und erhält den Hinweis, dass es in Zukunft vielleicht kostenlose Updates gebe. Die sind dann aber "auch alle Mist". Auch das Spiel Bernd das Brot und die Unmöglichen selbst bietet eine Story, wie sie typisch für das Leben von Bernd ist: Chili und Briegel zwingen ihren Kumpel aus Brot in ein nicht atmungsaktives Superheldenkostüm und wollen mit ihm die Welt retten - oder zumindest erst mal herausfinden, wer die "Statue des erkälteten und Skat spielenden Yakks" gestohlen hat.

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Auf der Suche nach dem Diebesgut besuchen Bernd und seine Freunde den Stadtpark ebenso wie einen Schrottplatz und einen Tempel, bekommen es mit einem Delorean, Pantomimen und Lamas zu tun und müssen vor allem typische Adventure-Aufgaben absolvieren: Hintergründe untersuchen, Gegenstände aufnehmen und kombinieren sowie ein paar Multiple-Choice-Gespräche führen. Da alle Charaktere über die Stimmen der Originalsprecher verfügen und liebevoll gezeichnet sind, stellt sich schnell das Gefühl einer spielbaren Fernsehfolge ein.

So stilecht die Inszenierung wirkt, so bieder ist stellenweise leider das Rätseldesign: Einige Aufgaben sind derart offensichtlich, dass keinerlei Knobeln notwendig ist, andere dafür komplett hanebüchen - wieso bestimmte Objekte unbedingt miteinander kombiniert werden sollen, ergibt sich oft nicht aus dem Spielverlauf, sondern wirkt sehr willkürlich. Die Entwickler haben das wohl geahnt und die Komplettlösung mit ins Installationsverzeichnis gelegt - auch geübte Adventure-Profis werden hin und wieder einen Blick dort hinein werfen müssen.

Außerdem ärgerlich: Bernd das Brot und die Unmöglichen ist komplett linear und gibt eindeutig vor, was wann zu lösen ist. So kann man etwa eine offensichtlich verfügbare und anklickbare Münze noch nicht einsammeln, weil ihr Verwendungszweck im Spiel noch nicht angesprochen wurde.

Wer kein Bernd-Fan ist, wird sich noch über ein paar andere Dinge ärgern. Etwa den kleinen Spielumfang, die häufige Wiederverwendung von bekannten Schauplätzen und den (immerhin authentischen) Nerv-Faktor von Schaf Chili. Auch die Gags schwanken zwischen großartig und plump - allerdings gilt auch das für die TV-Vorlage ganz genauso.

Bernd das Brot und die Unmöglichen ist für Windows-PC verfügbar - entweder als Download oder im Handel in stilechter Brotdose. Das bei Remote Control in München produzierte Adventure wurde von der USK ohne Alterseinschränkung freigegeben und kostet etwa 30 Euro.

Fazit

Dem Spieler ergeht es manchmal ähnlich wie Bernd - er ärgert sich immer wieder über das nervige Schaf oder sinnlose Aufgaben. Trotzdem ist das Spiel für Fans der TV-Vorlage ein Highlight. Die Story, viele Gags und Situationen sowie Bernds überwältigender Sarkasmus erreichen das Niveau einer gelungenen Fernsehfolge. Wer einfach nur auf der Suche nach einem atmosphärisch dichten und spielerisch fordernden Adventure ist und normalerweise nicht zu den Fans von schlecht gelaunten Broten gehört, ist bei anderen Adventures allerdings besser aufgehoben.


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david_rieger 24. Sep 2014

Wenn Du uns jetzt noch verrätst, in welcher Zeitlinie welches Universums genau das so...

plutoniumsulfat 18. Sep 2014

Also wer hat heutzutage kein CD-Laufwerk mehr? Das dürften doch wenige sein. Der normale...

plutoniumsulfat 18. Sep 2014

doppelter Sarkasmus?

Prypjat 17. Sep 2014

Das wäre dann ja laut denken und das kann ziemlich Fatal sein. Merke! Niemals in...



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