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Kaveri ist nicht nur ein APU-Codename, sondern vor allem ein indischer Fluss.
Kaveri ist nicht nur ein APU-Codename, sondern vor allem ein indischer Fluss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Technische Spezifikationen und Plattform

Zum Start der neuen APU-Generation stellt AMD offiziell drei Modelle vor, nur zwei davon sollen ab heute verfügbar sein: der A10-7850K und der A10-7700K. Der A8-7600 ist für das erste Quartal 2014 anberaumt, dennoch haben wir diese APU als Sample erhalten. Ein Blick auf die Spezifikationen zeigt, dass AMD unnötigerweise mit dem bisherigen Namensschema bricht: Die vorstehende Nummerierung wie etwa A10 ist kein Indikator mehr dafür, dass die schnellste integrierte GPU verbaut wird.

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  • Die Kaveri-Modelle sind etwas teurer als ihre Vorgänger, als Konkurrenz sieht AMD Intels i5-Prozessoren. (Bild: AMD)
  • Llano von 2011 ist die erste HSA-Generation, spezielle Busse verbinden CPU und GPU. (Bild: AMD)
  • Trinity (2012) und Richland (2013) verfeinern das Konzept, beispielsweise durch eine gemeinsame Northbridge. (Bild: AMD)
  • Kaveri bringt erstmals einen kohärenten Speicher. (Bild: AMD)
  • HUMA sowie HQ ermöglichen den gleichzeitigen Zugriff von CPU und GPU auf den gemeinsamen Speicherbereich. (Bild: AMD)
  • Die-Shot von Kaveri (Bild: AMD)
  • Die APUs bieten bis zu acht CUs und zwei Module, nach AMDs Rechnung sind dies zwölf Compute Cores. (Bild: AMD)
  • Die Steamroller-Architektur weicht das Modulkonzept auf, zwei statt einem Decoder "füttern" die Recheneinheiten. (Bild: AMD)
  • Verbesserungen an den Caches und Schedulern erhöhen die Leistung weiter, pro Takt rechnet Steamroller etwa 10 Prozent schneller als Piledriver. (Bild: AMD)
  • Knapp die Hälfte der Die-Fläche ist für die GPU und deren Spezialeinheiten reserviert. (Bild: AMD)
  • Kaveri bietet bis zu acht Compute Units. Eine jede bietet 64 ALUs und 4 TMUs, zudem Caches und eine ACE. (Bild: AMD)
  • Zudem verfügt die GPU über zwei Raster-Endstufen, einen Tessellator und den Rasterizer. (Bild: AMD)
  • Jede Asynchronous Compute Engine bietet acht Queues, daher ist Kaveri bei Compute-Berechnungen besonders flott. (Bild: AMD)
  • Die GCN-Technik zeigt gegenüber der VLIW-Architektur eine deutlich bessere anisotrope Filterung, dies ist wichtig für Spiele. (Bild: AMD)
  • Trueaudio ermöglicht eindrucksvollen Raumklang auf Stereo-Headsets, aufgrund von drei dedizierten DSPs wird die CPU kaum belastet. (Bild: AMD)
  • Video Code Engine (VCE) .... (Bild: AMD)
  • ... und der Unified Video Decoder (UVD) verbessern die Umwandlung respektive die Beschleunigung von x264-Videomaterial sowie weiteren Codecs wie VC-1, MPEG-2 und MVC.  (Bild: AMD)
  • HSA beschleunigt Calc-Berechnungen in Libre Office drastisch. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Die APUs bieten bis zu acht CUs und zwei Module, nach AMDs Rechnung sind dies zwölf Compute Cores. (Bild: AMD)

Der A10-7850K bietet eine Grafikeinheit mit acht sogenannten Compute Units, also insgesamt 512 Shader-Einheiten, wohingegen sich der A10-7700K und der A8-7600 mit sechs Compute Units - dies entspricht 384 ALUS - begnügen müssen. Alle drei APUs verfügen allerdings über zwei Module, nach AMD-Zählung sind dies vier Prozessorkerne. Mit maximal 4,0 GHz CPU- und 720 MHz GPU-Takt liegt die Frequenz der Kaveri-APUs niedriger als bei den Richland-Vorgängern, durch neue Architektur rechnen die Chips aber pro Takt flotter.

Das ewige Leid mit dem Boost

Den GPU-Basistakt von 654 MHz verschweigt AMD in den uns zum Test zur Verfügung gestellten Unterlagen. Erst auf Nachfrage bestätigt der Hersteller, dass die 720 MHz nur die Turbofrequenz darstellen. Diese liegt nur dann an, wenn die CPU nicht stark belastet ist, da beide Chipteile ihren Takt dynamisch anpassen. Immerhin ist die Differenz zwischen den beiden Domänen nicht so groß wie etwa bei einer Radeon R9 290X, diese erreicht maximal zwar 1.000 MHz - im schlechtesten Fall aber nur 727. Der für einige Spiele und Speicher-intensive Anwendungen wichtige CPU-Northbridge-Takt beläuft sich bei Kaveri wie schon bei Richland auf 1,8 GHz bei den Chips mit höherer TDP, bei den 45- und 65-Watt-Versionen auf nur 1,6 GHz. Die FX-Modelle für den Sockel AM3+ kommen hier auf bis zu 2,2 GHz und zudem bieten sie eine dritte Cache-Stufe.

Nicht komplett neu, dafür laut AMD für den A8-7600 optimiert, ist die cTDP: Die Custom Thermal Design Power beschreibt die Wärme, die der Kühler abführen muss, alle Kaveri-APUs können auf 45 oder 65 Watt gedrosselt werden - die Taktfrequenzen und Spannungen verringern sich hierbei. Die Spezifikationen abseits des 7850K, 7700K und 7600 hat AMD offiziell nicht bekanntgegeben. Diese Chips sollen erst in den kommenden Wochen in den Handel kommen, dies gilt auch für den A8-7600.

Achtung: Kaveri nutzt die GCN-Architektur für die Grafikeinheit, Richland hingegen ein VLIW-Design. Die Anzahl der Shader-Einheiten (ALUs) ist daher nicht vergleichbar!

M / TCPU-BasisCPU-TurboShader-ALUsGPU-BasisGPU-TurboSpeicherTDP
A10-7890K2 / 44,1 GHz4,3 GHz512?866 MHzDDR3-213395 Watt
A10-7870K2 / 43,9 GHz4,1 GHz512?866 MHzDDR3-213395 Watt
A10-7860K2 / 43,6 GHz4,0 GHz512?757 MHzDDR3-213365 Watt
A10-7850K2 / 43,7 GHz4,0 GHz512654 MHz720 MHzDDR3-213395 Watt
A10-78002 / 43,5 GHz3,9 GHz512654 MHz720 MHzDDR3-213365 Watt
A10-7700K2 / 43,4 GHz3,8 GHz384654 MHz720 MHzDDR3-213395 Watt
A8-7670K2 / 43,6 GHz3,9 GHz384?757 MHzDDR3-213395 Watt
A8-7650K2 / 43,3 GHz3,8 GHz384654 MHz720 MHzDDR3-213395 Watt
A8-76002 / 43,3 GHz3,8 GHz384654 MHz720 MHzDDR3-213365 Watt
A8-76002 / 43,1 GHz3,3 GHz384654 MHz720 MHzDDR3-213345 Watt
A6-7470K1 / 23,7 GHz4,0 GHz256?800 MHzDDR3-186665 Watt
A6-7400K1 / 23,7 GHz4,1 GHz256512 MHz756 MHzDDR3-186665 Watt
A4-73001 / 23,4 GHz3,8 GHz192472 MHz514 MHzDDR3-160065 Watt
Spezifikationen der Kaveri-APUs
Module / ThreadsCPU-TaktCPU-TurboVLIW-ALUsGPU-TaktSpeicherTDP
A10-68002 / 44,1 GHz4,4 GHz384844 MHzDDR3-2133100 Watt
A10-67002 / 43,7 GHz4,3 GHz384844 MHzDDR3-186665 Watt
A8-6600K2 / 43,9 GHz4,2 GHz256844 MHzDDR3-1866100 Watt
A8-65002 / 43,5 GHz4,1 GHz256800 MHzDDR3-186665 Watt
A8-6500T2 / 42,1 GHz3,1 GHz256720 MHzDDR3-186645 Watt
A6-6400K1 / 23,9 GHz4,1 GHz192800 MHzDDR3-186665 Watt
A4-63001 / 23,7 GHz3,9 GHz128760 MHzDDR3-160065 Watt
Richland-Spezifikationen (Auswahl)

Alle Kaveri werden bei Globalfoundries im 28- statt im 32-Nanometer-Prozess gefertigt, genauer gesagt im Super High Performance (SHP). Der klingt besser als er ist, denn SHP ist ein bulk-Verfahren ohne SOI. Dieses zeichnet sich laut AMD durch geringe Leckströme bei gemäßigten Taktraten aus, daher konnte der Hersteller die Frequenzen zugunsten der Leistungsaufnahme nicht hoch ansetzen. Bei Globalfoundries finden sich keine Informationen zum SHP-Prozess.

  • Die Kaveri-Modelle sind etwas teurer als ihre Vorgänger, als Konkurrenz sieht AMD Intels i5-Prozessoren. (Bild: AMD)
  • Llano von 2011 ist die erste HSA-Generation, spezielle Busse verbinden CPU und GPU. (Bild: AMD)
  • Trinity (2012) und Richland (2013) verfeinern das Konzept, beispielsweise durch eine gemeinsame Northbridge. (Bild: AMD)
  • Kaveri bringt erstmals einen kohärenten Speicher. (Bild: AMD)
  • HUMA sowie HQ ermöglichen den gleichzeitigen Zugriff von CPU und GPU auf den gemeinsamen Speicherbereich. (Bild: AMD)
  • Die-Shot von Kaveri (Bild: AMD)
  • Die APUs bieten bis zu acht CUs und zwei Module, nach AMDs Rechnung sind dies zwölf Compute Cores. (Bild: AMD)
  • Die Steamroller-Architektur weicht das Modulkonzept auf, zwei statt einem Decoder "füttern" die Recheneinheiten. (Bild: AMD)
  • Verbesserungen an den Caches und Schedulern erhöhen die Leistung weiter, pro Takt rechnet Steamroller etwa 10 Prozent schneller als Piledriver. (Bild: AMD)
  • Knapp die Hälfte der Die-Fläche ist für die GPU und deren Spezialeinheiten reserviert. (Bild: AMD)
  • Kaveri bietet bis zu acht Compute Units. Eine jede bietet 64 ALUs und 4 TMUs, zudem Caches und eine ACE. (Bild: AMD)
  • Zudem verfügt die GPU über zwei Raster-Endstufen, einen Tessellator und den Rasterizer. (Bild: AMD)
  • Jede Asynchronous Compute Engine bietet acht Queues, daher ist Kaveri bei Compute-Berechnungen besonders flott. (Bild: AMD)
  • Die GCN-Technik zeigt gegenüber der VLIW-Architektur eine deutlich bessere anisotrope Filterung, dies ist wichtig für Spiele. (Bild: AMD)
  • Trueaudio ermöglicht eindrucksvollen Raumklang auf Stereo-Headsets, aufgrund von drei dedizierten DSPs wird die CPU kaum belastet. (Bild: AMD)
  • Video Code Engine (VCE) .... (Bild: AMD)
  • ... und der Unified Video Decoder (UVD) verbessern die Umwandlung respektive die Beschleunigung von x264-Videomaterial sowie weiteren Codecs wie VC-1, MPEG-2 und MVC.  (Bild: AMD)
  • HSA beschleunigt Calc-Berechnungen in Libre Office drastisch. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Die-Shot von Kaveri (Bild: AMD)

Die Die-Size von Kaveri beträgt 245 mm², also praktisch dieselbe Fläche, die AMD auch für Richland angibt. Pro Chip sind 2,41 Milliarden Transistoren vorhanden - das sind rund 1,1 Milliarden mehr als beim Vorgänger. Ein jedes Kaveri-Die besteht aus einer integrierten GPU mit einer Vielzahl an Funktionen, aus zwei CPU-Modulen, aus einem DDR3-Speichercontroller mit einem 128-Bit-Interface (Dual-Channel) sowie 16 PCIe-3.0-Lanes, um externe Grafikkarten anzubinden. Der RAM-Takt liegt bei 933 oder 1.066 MHz, also DDR3-1866 sowie DDR-2133. Letzteres ist die höchste von der JEDEC spezifizierte Frequenz.

Die APUs setzen zwingend den Sockel FM2+ voraus. Dieser ist kompatibel zu Richland und Trinity, wohingegen Kaveri zu Mainboards mit dem Sockel FM2 mechanisch inkompatibel ist, da sich das Pin-Layout unterscheidet. In Sachen Fusion Controller Hubs (FCH) arbeiten die APUs mit neuen A88X- und A78-Chips zusammen, auch der ältere A55 wird unterstützt.

 AMD Kaveri A8-7600 im Test: Die 45-Watt-Wohnzimmer-APUSehr gut bei Compute, gestiegene Leistung pro Takt plus HSA 

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Malocher 29. Jan 2014

Deinen E-350 solltest Du auch nicht mit Kaveri vergleichen, sondern mit Kabini, welcher...

MonMonthma 19. Jan 2014

A10 7850K 512 GCN Cores XBOX ONE 768 GCN Cores PS4 1152 GCN Cores Ein bisschen brauchen...

nicoledos 19. Jan 2014

Das blöde nur, bei den kleinen APUs. Diese werden gerne stark beschnitten. So würde mir...

dabbes 18. Jan 2014

Vergisss "zukunftsträchtiger". Was brauchste? Was willste Ausgeben? Dann guck was du...

ms (Golem.de) 16. Jan 2014

Was für einen Xeon? Die für LGA 2011 haben keine iGPU im Die, bei denen für LGA 1150 ist...



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