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Test Amazing Alex: Ein Blondschopf kämpft gegen die Angry-Birds-Übermacht

Der arme Alex hat den vielleicht undankbarsten Job der Spielewelt: Er soll im Auftrag von Rovio den Erfolg der milliardenschweren Megamarke Angry Birds fortsetzen. Jetzt ist das Spiel auf iPhone, iPad und Android erhältlich - Golem.de hat es ausprobiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazing Alex
Amazing Alex (Bild: Rovio Entertainment)

Die Grafik und die Menüs erinnern hier und da noch an Angry Birds, aber sonst setzt Rovio Entertainment bei Amazing Alex auf ein ganz anderes Spielprinzip, das eher an Titel wie Incredible Machine erinnert. In den mitgelieferten 100 Levels lautet das Ziel meist, einen Gegenstand von A nach B zu bringen: etwa einen Fußball in einen Korb oder einen Luftballon in luftige Höhe. Um das zu bewerkstelligen, baut der Spieler aus allerlei Gegenständen eine Kettenreaktion auf.

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Beispielsweise lässt er eine Billardkugel auf eine Boxmaschine fallen. Die kickt dann einen Fußball auf eine Schere, die zerschneidet eine Schnur und lässt den Ballon ins Ziel schweben - Level geschafft! Wie bei Angry Birds gibt es jeweils drei Erfolgsstufen, dazu muss man alle drei Sterne aufsammeln - was anfangs noch ziemlich einfach ist, dann aber rasch zur Herausforderung wird.

Ein Teil der für die Kettenreaktion benötigten Gegenstände ist fest im Level angeordnet. Die restlichen Objekte muss der Spieler aufbauen. Er findet sie in einem kleinen Inventar am Bildschirmrand und platziert sie per Touch-and-Drop, also mit Fingerbewegungen, auf dem Display. Die Rohrleitungen, Bretter, Dartpfeile oder 32 weiteren derartigen Dinge lassen sich weitgehend frei drehen und beliebig anordnen. Das funktioniert meist gut, nur in der Nähe anderer Objekte wird es teils etwas fummelig - solange ein dünner Rahmen um den Gegenstand rot statt blau ist, verweigert das Programm die Ablage. Von diesem gelegentlich auftretenden Problem abgesehen ist die Bedienung vorbildlich gelöst.

Die ersten paar Level orientieren sich grafisch an einem Klassenzimmer, dann gibt es eine Umgebung namens Hinterhof, Alex' Schlafzimmer und sein Baumhaus. Zusätzlich hat Rovio eine Reihe von Leveln zum Herunterladen online gestellt. Außerdem darf der Spieler im mitgelieferten Editor eigene Knobeleien aufbauen und hochladen - was auch ohne jede Programmierkenntnis geht und ebenfalls nach dem Touch-and-Drop-Prinzip funktioniert. Das Lizenzrecht an dem Level geht allerdings an Rovio über. Gelegentlich erzählen Comicbilder im Angry-Birds-Stil eine banale Hintergrundgeschichte, der Soundtrack besteht aus schmissigen Melodien.

Amazing Alex ist für iPhone ab dem 3GS, für iPod touch der dritten Generation und für alle iPads verfügbar - jedenfalls, wenn mindestens iOS 4.2 installiert ist. Bei iTunes kostet das Programm 0,79 Euro. Die gerade veröffentlichte Version hat offensichtlich einen Bug, der verhindert, dass eine Verbindung mit dem Game Center aufgenommen werden kann. Beim ersten Programmstart lässt sich die Fehlermeldung noch wegtippen, beim zweiten oder nach einer längeren Pause nicht - dann haben wir bislang keine andere Möglichkeit als einen Neustart des Geräts gefunden. Ebenfalls erhältlich ist Alex für Android, und zwar von einer kostenlosen Fassung über eine für 0,81 Euro bis hin zur HD-Version für 2,45 Euro. Weitere Umsetzungen, auch für Windows-PC und Mac OS, sollen demnächst folgen.

Fazit

Amazing Alex ist nicht so frisch wie seinerzeit das erste Angry Birds. Im Gegenteil, die Grundidee wirkt schon sehr bei Incredible Maschine und ähnlichen Titeln abgekupfert. Dafür stimmt die Umsetzung: Steuerung, Levelaufbau und der allmählich steigende Schwierigkeitsgrad sind vorbildlich gelungen - bis auf das manchmal ein klein wenig zu fummelige Platzieren der Gegenstände. Außerdem erfordert das Spielprinzip grundsätzlich eine etwas höhere Frusttoleranz als Angry Birds. Wer in Amazing Alex nicht weiterkommt, hat kaum Chancen, einfach mal alles auf gut Glück anders zu probieren und einen Volltreffer zu landen. Wer gerne knobelt, sollte Amazing Alex aber eine Chance auf seinem Smartphone oder Tablet geben.



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