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TESO Summerset im Test: (K)ein Hoch auf die Elfen

Das Summerset-Archipel ist die Heimat der Altmer und die zweite große Erweiterung von The Elder Scrolls Online. Wir haben den Kristallturm erklommen, uns selbst Schmuck geschmiedet, die Zeit zurückgedreht und den Fremdenhass der Hochelfen am eigenen Leib erlebt.

Ein Test von veröffentlicht am
Der Königspalast von Alinor, der Hauptstadt der Hochelfen auf Sommersend
Der Königspalast von Alinor, der Hauptstadt der Hochelfen auf Sommersend (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)

Wer vom Festland aus nach Nordosten reist, der erreicht die Insel Vvardenfell - und damit TESO Morrowind (Test), das erste Kapitel von The Elder Scrolls Online. Wer sich hingegen nach Südwesten einschifft, der geht auf Sommersend an Land und betritt das Reich der Altmer genannten Hochelfen - willkommen in TESO Summerset, der zweiten Erweiterung. Königin Ayrenn hat die Insel geöffnet, um den Handel voranzutreiben, was wir uns nicht entgehen lassen.

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Schon die Dunkelelfen in Morrowind lehnen Fremde ab und machen daraus keinen Hehl. Bei den Hochelfen werden wir mit dem Rassenhass hingegen subtiler konfrontiert, denn hinter den wunderschönen glänzenden Hallen und Türmen der Altmer lauert etwas. Wir sollen Razum-dar, Lieblingskatze und Spion der Königin, zur Hand gehen - doch gleich die erste Person, die wir auszuhorchen versuchen, beleidigt uns als Nebarra, als Unerwünschte. Dabei sind wir eine Nord aus Himmelsrand und Heldin von Tamriel. Unseren Kumpel, einen reptilienhaften Argonier, möchte der elfische Adelige am liebsten im Schlamm ersaufen lassen.

In den Gesprächen mit sich gegen den königlichen Erlass auflehnenden Sippenfürsten entwickelt sich die Hintergrundgeschichte, die - wie schon bei TESO Morrowind - eine dichte Atmosphäre aufbaut, die Spieler in ihren Bann zieht. Wer sich nicht darauf einlässt, sondern die Dialoge wegklickt, verpasst viel von dem, was auf Summersend passiert. Der dicke Nostalgiebonus, den Morrowind hat, fehlt in der zweiten Erweiterung. Die Hochelfeninsel spielte zwar in TES Arena eine Rolle, doch weil die Welt nicht so ausgearbeitet war wie Vvardenfell, hat Entwickler Zenimax mehr Freiheiten - und nutzt sie: Alle Quests sind abwechslungsreich und stimmig eingebettet.

Obgleich The Elder Scrolls Online ein MMO ist, fühlt sich Summersend mehr wie ein Einzelspielerabenteuer an, zumal es nur zwei neue Verliese für Vierergruppen und einen gigantischen Bereich für 12-Mann-Teams hat. Die sechs hinzugekommenen Gewölbe meistern wir alleine und selbst Weltbosse wie einen feurigen Riesen-Salamander, eine monströse Krabben-Königin oder ein Rudel Greifen schaffen wir zur Not auch im Alleingang. Viel lieber aber erkunden wir die Insel: Nahe der von Korallenwäldern gesäumten Küste etwa liegt die Hauptstadt Alinor mitsamt dem Königspalast und im Norden überragt der Kristallturm, einst ein Hort der Magie, alles andere.

So streunen wir durch Summersend und machen einen Abstecher nach Artaeum, einer weiteren Insel des Archipels, um uns dem Psijik-Orden anzuschließen, der uns beibringt, die Zeit in Kämpfen zurückzudrehen. Eine neue Klasse gibt es nicht, stattdessen entdecken wir die Psijik-Fertigungslinie und schmieden neben Waffen oder Rüstungen erstmals Schmuck. Den sehen wir zwar nicht, dennoch verbessert er Attribute wie Ausdauer. So ausgerüstet, suchen wir auf See verschollene Väter, besuchen einen heiligen Elfen-Tempel, verhindern einen heftigen Sturm oder beschaffen Farben für eine arrogante Künstlerin.

Dabei stört nach wie vor, dass Zenimax kein Instancing in TESO eingebaut hat. Statt alleine an einem Monster vorbeizuschleichen, fühlen wir uns wie im Assassainen-Grundkurs, und manchmal klicken wir in einer Höhle minutenlang im Inventar herum, bis der gerade von einem Dutzend Spieler umgehauene Boss wieder spawnt und wir dran sind, ihn zu besiegen. Durch das Level-Scaling können zudem zwar Einsteiger ohne große Nachteile sofort loslegen, aber es nervt einfach, wenn jeder Kobold erst nach drei mächtigen Pfeilschüssen klein beigibt. Da hilft es auch nicht, dass die Champion-Grenze von 730 auf 750 angehoben wurde.

  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
  • TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)
TESO Summerset (Bild: Zenimax/Screenshot: Golem.de)

TESO Summerset kostet 40 Euro inklusive Hauptspiel oder 30 Euro als Upgrade für diejenigen, die bereits The Elder Scrolls Online besitzen. TESO Summerset kann auf dem PC entweder über Bethesdas eigenen Launcher oder per Steam gespielt werden. Achtung: Charaktere sind nur vom Launcher zu Steam transferierbar, wenn das Spiel auf beiden Plattformen im Besitz ist. TESO Summerset ist zudem für die Playstation 4 (Pro) und die Xbox One (X) verfügbar, hier kostet das MMO auch jeweils 40 Euro beziehungsweise 30 Euro. Neben dem Hauptspiel ist das Morrowind-Kapitel enthalten.

Fazit

Die Hochelfen mögen zwar keine Fremdlinge - wir ihr Archipel dafür umso mehr: TESO Summerset umfasst eine große und eine kleine Insel, vollgepackt mit Quests, die uns Dutzende von Stunden beschäftigt haben. Spieler müssen sich auf die Geschichten und auf die Welt einlassen, denn eine neue Klasse gibt es nicht und auch das Schmuckhandwerk ist recht Grind-lastig. Boshaft ausgedrückt liefert Summerset mehr vom Gleichen, trotzdem oder gerade deshalb finden wir das Kapitel empfehlenswert.



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Sharra 06. Jun 2018

Sorry, aber TES6 zu verschieben, weil VR nicht klappt? Dummfug sage ich. Aus 3 Gründen...

Baron Münchhausen. 06. Jun 2018

Es wird Legends of Aria

sh4itan 06. Jun 2018

dem übertriebenen Scaling von Standardgegnern (bzw dem Gear-Scaling) kann ich nur...

sh4itan 06. Jun 2018

"[...] manchmal klicken wir in einer Höhle minutenlang im Inventar herum, bis der gerade...


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