Teslas Gigafactory: Grüne sehen keine Wasserproblematik in Grünheide

Führende Grünen-Politiker beurteilen die Tesla-Pläne für die Gigafactory in Grünheide deutlich positiver als Umweltverbände. Doch das verwundert nicht.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter vertraut auf die Behörden bei der Genehmigung der Gigafactory.
Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter vertraut auf die Behörden bei der Genehmigung der Gigafactory. (Bild: John MacDougall/Pool via Reuters)

Führende Grünen-Politiker sind Befürchtungen von Umweltverbänden entgegengetreten, der Bau der Tesla-Fabrik würde zu einem Wasserproblem in der Region führen. "Ich habe mich da erkundigt. Die Wassermenge, die benötigt wird - das wird optimiert und das ist darstellbar", sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter am Montag, dem 23. August 2021, nach einem Besuch der Baustelle des Elektroautobauers in Grünheide bei Berlin. Am vergangenen Donnerstag war eine weitere Frist abgelaufen, um Einwände gegen die Elektroauto- und Batteriefabrik vorzubringen.

Inhalt:
  1. Teslas Gigafactory: Grüne sehen keine Wasserproblematik in Grünheide
  2. Wissenschaftler: Brandenburg ist gewässerreich, aber wasserarm

Nach Ansicht Hofreiters läuft der Genehmigungsprozess sauber, vernünftig nach Recht und Gesetz. Deshalb sei er optimistisch, dass das funktionieren werde, sagte der bayerische Bundestagsabgeordnete. Es gebe manche Umweltverbände, die extrem kritisch darauf blickten. Diese würden aber auch Sorgen der Anwohner mit vertreten.

Grüne an Landesregierung beteiligt

Ähnlich äußerte sich der Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner. Der Politiker bewirbt sich ebenso wie die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock in Brandenburg um ein Direktmandat. Er habe großes Vertrauen in die Landesregierung, dass nach Recht und Gesetz gehandelt werde, sagte Kellner nach der Besichtigung der Baustelle. Durch die Gerichtsentscheidungen, die es bisher zu Tesla gegeben habe, sei das bestätigt worden. Er habe volles Zutrauen in die Behörden in Brandenburg.

Das Vertrauen der Grünen-Politiker in die Landesregierung verwundert nicht: Schließlich sind die Grünen mit zwei Ministern an der Regierung beteiligt. Umweltminister Axel Vogel ist zudem für das Landesamt für Umwelt zuständig, das über die Genehmigung der Fabrik entscheiden muss.

Grüner Minister unterstützt Tesla-Pläne

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Vogel hatte Ende Juni eine Bevorzugung des US-Unternehmens eingeräumt. "Wir sind der Überzeugung, dass es richtig ist, Tesla bevorzugt zu behandeln", sagte Vogel laut Business Insider. Es sei richtig, dass sich das Landesumweltamt bei der Abarbeitung von immissionsschutzrechtlichen Verfahren auf dieses Projekt konzentriere. Von dem Projekt gehe eine "unglaublich positive, europaweite Strahlkraft" aus. "Wir werden jetzt erleben, dass die Umstellung auf Elektromobilität viel schneller vonstattengeht, als wir das vor ein paar Jahren noch gedacht hätten", sagte Vogel.

Insane Mode - Die Tesla-Story: Wie Elon Musk die Automobilbranche auf den Kopf gestellt hat und stellen wird

Im Tesla-Antrag im laufenden Hauptgenehmigungsverfahren für die erste Ausbaustufe der Fabrik ist ein maximaler Jahreswasserverbrauch in Höhe von 1,423 Millionen Kubikmetern für die Auto- und Batteriefabrik vorgesehen. Dabei soll für die Batterieproduktion kein zusätzliches Wasser benötigt werden.

Kritiker befürchten negative Folgen durch die Fabrik für die Umwelt und haben mehrfach gegen Vorabgenehmigungen geklagt.

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Wissenschaftler: Brandenburg ist gewässerreich, aber wasserarm 
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Plusquamperfekt 26. Aug 2021

Warum legt man nicht wissenschaftlich Rings um die Fabrik Brunnen an die den...

Pythonimus 26. Aug 2021

Keine Sorge, wenn irgendwann mal die Leute merken das sie von Musk seit 2014 angelogen...

Thorgil 26. Aug 2021

Interessante Verschwörungstheorie.

brutos 25. Aug 2021

Seit wann können die Grünen rechnen?



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