Teslas auf Behörden- und Firmengelände: Wächtermodus steht unter Beobachtung

Die Berliner Polizei wollte Teslas den Zugang zu ihren Liegenschaften verwehren. Wie machen es andere Behörden oder auch Unternehmen? Wir haben nachgefragt.

Eine Recherche von veröffentlicht am
Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln: Ob man hier mit einem Tesla hinfahren darf?
Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln: Ob man hier mit einem Tesla hinfahren darf? (Bild: Ina Fassbender/Reuters)

Wohin darf der Tesla? Mit dieser Frage beschäftigen sich gerade einige Behörden und Firmen. Denn der US-Elektroautohersteller hat bei seinem Model 3 eine Umgebungsüberwachung implementiert. Zur Aufklärung von Diebstählen oder zur Klärung der Schuldfrage bei Unfällen, sagt Tesla. Doch die Funktion mit dem Namen Wächtermodus, englisch: Sentry Mode, kann ihrerseits zum Sicherheitsrisiko werden - vom Datenschutz ganz zu schweigen, zumal die Daten an Tesla in die Niederlande übertragen und dort gespeichert werden.

Inhalt:
  1. Teslas auf Behörden- und Firmengelände: Wächtermodus steht unter Beobachtung
  2. Wie sieht es in den Ländern aus?
  3. Unternehmen agieren

Kürzlich berichteten die Berliner Medien Tagesspiegel und B.Z., dass die Polizei in der Bundeshauptstadt plane, Teslas die Zufahrt zu ihren Liegenschaften zu verbieten. Die Fahrzeuge seien "eine sicherheitsrelevante Gefährdung für Mitarbeitende, Dritte (Sicherheit und Datenschutz) sowie die Liegenschaften der Polizei Berlin (Objektsicherheit)", zitierte das Boulevardblatt B.Z. aus einem Rundschreiben des Berliner Landeskriminalamtes (LKA).

Die Polizei befürchtete, dass Sicherheitsbereiche wie Munitionsbunker, Tarnkennzeichen oder Spezialkräfte und Zivilermittler aufgenommen werden könnten. Die Befürchtung ist nicht unberechtigt: Der Wächtermodus bietet die Möglichkeit, Kamerabilder auch aus der Ferne über das Smartphone abzurufen.

Die Berliner Polizei untersucht den Wächtermodus

Nach Erscheinen der Berichte korrigierte die Polizei: Ein Einfahrverbot gebe es nicht, sagte ein Sprecher dem Tagesspiegel. Allerdings untersucht die Behörde den Wächtermodus und prüft, wie sie damit umgehen soll.

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Das Berliner LKA ist nicht die einzige deutsche Behörde, die sich mit dieser Frage auseinandersetzt, wie eine Recherche vom Golem.de ergeben hat. Wir haben einige Bundes- und Landesbehörden sowie Unternehmen aus sicherheitsrelevanten Branchen angefragt. Praktisch alle Angefragten - ob Polizeien, Geheimdienste, Bundeswehr oder Unternehmen - sind sich der Gefahr bewusst und beschäftigen sich mit dem Thema.

Wenig verwunderlich waren die Geheimdienste Bundesnachrichtendienst (BND) und Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) nicht sehr auskunftsfreudig. Dem BND sei bekannt, dass moderne Fahrzeuge mit Kamerasystemen und Systemen zur Übermittlung von Daten an die entsprechenden Fahrzeughersteller ausgestattet seien, heißt in der Antwort des Auslandsgeheimdienstes.

Und weiter: "Aus Gründen der Eigensicherung kann der BND keine Auskünfte zu seinen Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen erteilen. Wir bitten um Verständnis." Ähnlich knapp fallen auch die Antworten des Verfassungsschutzes und des Bundeskriminalamts aus, ebenfalls mit dem Hinweis auf die Eigensicherung.

Auskunftsfreudiger ist die Bundeswehr.

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Wie sieht es in den Ländern aus? 
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DominikF 15. Aug 2022 / Themenstart

Oh, kannst du mir bitte mal erklären wie das mit dem Ton funktioniert?`Das war mir bisher...

ElMario 14. Aug 2022 / Themenstart

"/home/chinapositioner" im eMMC oder die HRL Dateien auf der SD-Karte (unter anderem bis...

neocron 13. Aug 2022 / Themenstart

Und hat dabei alle Möglichkeiten diesw Hinweise zu unterbinden ...

Oktavian 12. Aug 2022 / Themenstart

Es geht ja nicht nur um Besucher, sondern auch um Angestellt. Zumindest im Bereich der...

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