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Teslas 4680-Zelle: Akkuproduktion für Cybertruck praktisch eingestellt

Die Produktion der Batteriezelle für das Elektro-Ungetüm wird praktisch beendet. Auch für weitere Projekte von Tesla ist das ein schlechtes Signal.
/ Mario Petzold
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Tesla Cybertrucks warten in San Diego, Kalifornien, auf Käufer. (Bild: Getty Images/Patrick T. Fallon)
Tesla Cybertrucks warten in San Diego, Kalifornien, auf Käufer. Bild: Getty Images/Patrick T. Fallon

Laut Reuters(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) wurde der Umfang eines Zuliefervertrages für das Kathodenmaterial der Batteriezelle 4680 von Tesla von 2,9 Milliarden US-Dollar auf einen Wert von 7.000 Dollar reduziert. Damit soll die Produktion der Batteriezelle, die im Jahr 2020 als entscheidender Schritt zum Bau eines günstigen Elektroautos angekündigt wurde, praktisch beendet sein.

Derzeit nutzt ohnehin nur ein Modell diesen Batterietyp: der Tesla Cybertruck. Wie Electrek(öffnet im neuen Fenster) parallel berichtet, soll der Akku auch für das Cybercab eingeplant gewesen sein, das zukünftige Robotaxi von Tesla.

Nicht nur der Cybertruck am Ende

Damit ist die Zukunft des Tesla Cybertrucks mindestens offen. Ursprünglich hätten in der Gigafactory in Texas, USA, bis zu 250.000 Autos pro Jahr gebaut werden sollen. 2024 wurden 40.000 Stück verkauft. Im Jahr 2025 soll es mit etwa 20.000 Fahrzeugen nur noch die Hälfte sein.

Auch die Batteriezelle 4680 wurde mit großen Versprechungen vorgestellt. Sie sollte den typischen Tesla-Modellen zu einer Reichweite von mehr als 800 km verhelfen und gleichzeitig dafür sorgen, dass auch ein Tesla für unter 25.000 US-Dollar (21.000 Euro) verkauft werden könnte.

Allerdings konnten die Zellen die hohen Erwartungen nicht erfüllen . Auch das dürfte ein Grund sein, weshalb sie derzeit außer im Cybertruck nicht zum Einsatz kommen.

Weitere Hersteller unter Druck

Weil kaum Cybertrucks gekauft werden, werden auch die ehemals vielversprechenden Batteriezellen nicht benötigt. Reuters benennt zudem weitere Batteriehersteller, die gerade Verträge mit US-Autoherstellern reduzieren. Verantwortlich hierfür soll unter anderem das Auslaufen der Subventionen für E-Autos in den USA sein.

LG Energy Solutions aus Südkorea geht von einem um 9 Milliarden US-Dollar geringeren Gewinn aus, weil Lieferverträge mit Ford und Freudenberg gekündigt wurden. Und mit SK On hat ein weiterer südkoreanischer Hersteller bekannt gegeben, dass die Zusammenarbeit mit Ford zum Aufbau einer Batteriezellenproduktion in den USA beendet wurde.


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