Tesla-Zukauf: Firmengründer Klaus Grohmann ging offenbar im Streit
Firmengründer Klaus Grohmann soll einem Pressebericht zufolge nach einem Streit mit Tesla-Chef Elon Musk seinen Posten abgegeben haben. Laut der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) gab es offenbar Unstimmigkeiten darüber, wie mit bestehenden Kunden des Maschinenbauunternehmens umgegangen werden solle. Tesla hatte Grohmann(öffnet im neuen Fenster) im November 2016 übernommen , um seine Produktion bis 2018 auf 500.000 Autos pro Jahr zu erhöhen.
Firmengründer Grohmann sollte und wollte den Angaben zufolge eigentlich in der Firma bleiben, die er selbst als "weltweit führend in der hochautomatisierten Fertigung" sah. Grohmann stimmte jedoch nicht mit Musk überein, den bisherigen Kunden von Grohmann Engineering zu kündigen, darunter Teslas direkten Konkurrenten Daimler und BMW. Das sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen Reuters. Grohmann deutete lediglich an, er sei nicht gegangen, weil er das Interesse an der Arbeit verloren habe. Details nannte der Manager wegen Verschwiegenheitsklauseln nicht.
Das Management, das Klaus Grohmann untergeordnet war, setze seine Arbeit fort, berichtet Reuters. Neben BMW und Daimler zählte Grohmann Bosch, Intel sowie die Pharmaunternehmen Abbott Laboratories und Roche zu seinen Kunden.
Seit der Übernahme von Grohmann Engineering durch Tesla gibt es auch Ärger mit der Belegschaft und der Gewerkschaft . Tesla soll angeboten haben, den Lohn aller Mitarbeiter um 150 Euro monatlich anzuheben. Außerdem sollten Tesla-Aktien ausgegeben werden. Das Lohnniveau liegt nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall 25 bis 30 Prozent unter dem Tarifgehalt. Die IG Metall fordert die Übernahme des Metallindustrie-Tarifvertrags und einen Zukunftssicherungsvertrag. Letzteres scheint mit Teslas Abbruch der weiteren Kundenbeziehungen des Maschinenbauers zusammenzuhängen.
Die Jobgarantie(öffnet im neuen Fenster) hat Tesla den Mitarbeitern mittlerweile gegeben.
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