Tesla, Xiaomi, Leapmotor: China ruft Millionen Autos wegen Türgriffen zurück
Chinesische Behörden verlangen von Autoherstellern Nachbesserungen bei versenkbaren Türgriffen. Einem Bericht von Cnevpost.com zufolge(öffnet im neuen Fenster) betrifft der Rückruf knapp 4,3 Millionen Fahrzeuge, darunter fast drei Millionen Teslas.
Darüber hinaus muss Tesla bei rund 2,74 Millionen Autos die Fahrerüberwachung nachbessern, so dass der Rückruf zusammen rund 7 Millionen Fahrzeuge betrifft und der umfassendste in der Geschichte der chinesischen Autoindustrie sein soll.
Neben Tesla sind die chinesischen Hersteller Xiaomi (390.435 Fahrzeuge), Leapmotor (371.200), Xpeng (264.842), Zeekr (92.658), Chery (57.688), Dongfeng (53.452), BAIC (46850) und FAW (11.908) vom Rückruf betroffen. Deutsche Hersteller werden nicht genannt.
Tödliche Unfälle wegen verschlossener Türen
Die chinesische Regierung verbot im Februar 2026 den Einbau versenkbarer Türgriffe in allen Neuwagen ab 2027. Für Modelle, die bereits mit Typgenehmigung verkauft werden, gilt eine zweijährige Übergangsfrist bis Januar 2029.
Betroffen sind Türgriffe, die in der Karosserie verschwinden und vor der Benutzung ausgefahren oder ausgeklappt werden müssen. Hintergrund sind tödliche Unfälle, bei denen die Fahrzeuginsassen die Türen nicht von innen oder Rettungskräfte die Türen nicht von außen öffnen konnten.
Tesla bringt Warnaufkleber auf
So lassen sich bei Problemen mit der Spannungsversorgung die Türen beim Tesla Model Y nicht ohne weiteres öffnen. In den vorderen Türen befinden sich zwei unterschiedliche Bedienelemente zum Öffnen der Tür. Die Taste zum elektrischen Öffnen liegt am oberen Ende des Türgriffs, der Hebel zum manuellen Entriegeln etwas tiefer neben den Tasten für die Fensterheber. Im Fond hat Tesla den Nothebel in der Hecktürtasche platziert.
Tesla wird dem Bericht zufolge kostenlos Warnaufkleber anbringen und die Software für die Fenstersteuerung aktualisieren. Dadurch sollen sich die Fenster nach einem Unfall automatisch senken. Bei einigen Fahrzeugen, die bereits über die entsprechenden Aufkleber verfügen, ist ein erneutes Anbringen nicht erforderlich.
Eine Aktualisierung der Software soll zudem ausreichen, um die höheren Anforderungen für die Fahrerüberwachung zu erfüllen. So soll die Innenraumkamera künftig zu diesem Zweck genutzt werden. Bislang wird nur das Lenkraddrehmoment kontrolliert. Das lässt sich jedoch mit einfachen Mitteln austricksen.
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