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Tesla: US-Verbraucherschützer kritisieren die Bremsen des Model 3

Das Tesla Model 3 fährt sich gut und hat eine große Reichweite - das sollte Tester begeistern. Aber das Auto sollte nicht nur gut fahren, sondern auch gut bremsen. Und da hapert es bei dem Elektroauto von Tesla.

Artikel veröffentlicht am ,
Tesla Model 3: begeisternde Fahreigenschaften
Tesla Model 3: begeisternde Fahreigenschaften (Bild: Tesla)

Schlechte Bremsen und schlechte Bedienbarkeit: Consumer Reports hat Teslas Model 3 trotz guter Fahreigenschaften keine Empfehlung ausgesprochen. Die einflussreiche US-Verbraucherorganisation hat das Elektroauto getestet und einen gravierenden Sicherheitsmangel gefunden.

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Zu den Tests, die die Consumer Reports (CR) durchführt, gehört unter anderem eine Notbremsung. Dabei habe das Model 3 "viel schlechter als jedes andere heutige Auto, das wir getestet haben", abgeschnitten, resümiert die Organisation. Die Bremstests werden auf einem eigens dafür vorgesehenen Gelände durchgeführt, um ein konsistentes Ergebnis über alle getesteten Fahrzeugtypen zu erhalten.

Die Vollbremsung erfolgt bei einer Geschwindigkeit von 60 Meilen pro Stunde, das sind 96,5 Kilometer pro Stunde. Laut Tesla liegt der Bremsweg dann bei 133 Fuß, 40,5 Metern. Ein Fahrzeug dieser Klasse hat laut CR im Schnitt einen Bremsweg von 131 Fuß, umgerechnet 39,9 Meter. Beim ersten Test stand das Model 3 nach 130 Fuß, also 39,6 Metern. Doch bei allen darauf folgenden Bremsungen braucht das Auto einen längeren Weg.

Es habe auch nichts genutzt, die Bremsen über Nacht auskühlen zu lassen und das Fahrzeug am nächsten Tag erneut zu testen, berichtet CR. Der schlechteste Wert sei ein Bremsweg von 152 Fuß, 46,3 Meter, gewesen. Das sei 7 Fuß, 2,1 Meter, mehr als ein Pickup Ford F-150 brauche, um anzuhalten. CR habe sich dann ein zweites Model 3 besorgt und die Testergebnisse damit verifizieren können. CR-Testchef K. C. Colwell sagte, er habe in elf Jahren, in denen er Autos teste, noch nie ein so inkonsistentes Bremsverhalten gesehen.

Des Weiteren kritisierten die CR-Tester die Bedienung des Fahrzeugs: Es gebe keine Knöpfe oder Anzeigen, alles, ob es nun die Belüftung oder die Außenspiegel seien, werde über einen Touchscreen gesteuert. Das erfordere aber, dass der Fahrer darauf schaue und deshalb nicht den Verkehr beachten könne.

Das Model 3 beschleunigt wie ein Porsche

An den Fahreigenschaften hatten die Tester hingegen nichts auszusetzen. Das Auto habe sie begeistert, schreibt CR. Die Beschleunigung aus dem Stand auf 60 Meilen pro Stunde in 5,3 Sekunden - das entspricht von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde in 5,489 Sekunden - erinnere an einen Porsche 718 Boxster.

Zudem sei das Model 3 das Auto mit der höchsten Reichweite, die den CR-Testern bisher untergekommen sei: Im Modus mit starker Rekuperation habe das Auto mit einer Akkuladung 350 Meilen, 563 Kilometer, geschafft. Im normalen Modus seien es 310 Meilen, knapp 500 Kilometer, gewesen.

Consumer Reports ist in den USA sehr einflussreich: Produkte, die sie als schlecht bewertet, sind nur schwer absetzbar. Als CR vor einiger Zeit die Zuverlässigkeit des Model S bemängelte, gab es einen Kurssturz der Tesla-Aktie. Kürzlich hatte die Verbraucherschutzorganisation Better Business Bureau Tesla kritisiert. Grund war allerdings der Umgang mit Kundenbeschwerden.

Nachtrag vom 22. Mai 2018, 15:31 Uhr:

Tesla hat uns auf diesen Artikel folgende Stellungnahme geschickt: "Teslas eigene Tests ergaben bei einer Geschwindigkeit von 60 Meilen pro Stunde im Schnitt einen Bremsweg von 133 Fuß mit einem 18-Zoll-Allwetterreifen von Michelin und von 126 Fuß [38,4 Meter] mit allen anderen derzeit erhältlichen Reifen. Die Ergebnisse werden durch Faktoren wie Fahrbahnbelag, das Wetter, die Reifentemperatur, Bremskonditionierung, Außentemperatur und vergangenes Fahrverhalten beeinflusst. Im Gegensatz zu anderen hat Tesla die einzigartige Möglichkeit, Ausnahmefälle durch per Funk verteilte Software-Updates anzugehen. Das Unternehmen macht das kontinuierlich, um Faktoren wie den Bremsweg zu verbessern."



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Dwalinn 23. Mai 2018

Also die Tesla S Klasse braucht nur 2m mehr. https://www.adac.de/infotestrat/tests/auto...

Dwalinn 23. Mai 2018

Klar Fehler und/oder Probleme gibt es immer wieder. Auch Toyota, GM oder VW hatten solche...

JackIsBlack 22. Mai 2018

Immerhin haben die nichts mit der Sicherheit zu tun. Und mal ehrlich: Wer, außer den...


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