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Pony AI lehnt VLA-Konzept ab

So hält der chinesische Hersteller Pony AI dieses Konzept nicht für zielführend. "Eine Zeit lang war es eine weit verbreitete Idee, ein Vision-Language-Action-Modell (VLA) zwischen Wahrnehmung und Aktion zu schalten – also die Szene zunächst in Worten zu beschreiben und dann zu entscheiden, wie gefahren werden soll. Pony AI hielt das nicht für richtig", schreibt das Unternehmen(öffnet im neuen Fenster).

Zur Begründung heißt es weiter: "Ein guter Fahrer erzählt keinen Satz, bevor er ein Ausweichmanöver durchführt. Das Fahren basiert auf räumlichem Verständnis in Echtzeit und fast instinktiven Reaktionen. Sprache ist für diese Aufgabe zu langsam und zu verlustbehaftet. Sie komprimiert eine reichhaltige physische Umgebung in Symbole und lässt dabei zu viel außer Acht."

Das eigene Modell, Ponyworld 2.0, setzte Sensordaten dagegen direkt in Fahraktionen um. Dadurch könne Rechenleistung gespart werden. So verweist Pony AI darauf, dass die gesamte Plattform "nur" 1.016 Tops erreiche, also 1.016 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Das ist alles andere als wenig, denn der VW ID.Buzz von Moia, der in Hamburg autonom fahren soll, kommt lediglich auf 180 Tops.

Welches System macht das Rennen?

Entscheidend für die autonomen Systeme dürfte vor allem die Rechenleistung sein, mit der die Modelle trainiert werden. Das war auch ein Grund für einen Hersteller wie Mercedes, sich beim autonomen Fahren mit Nvidia zu verbünden und den Chiphersteller sogar am Umsatz zu beteiligen. Denn die beste Hardware im Fahrzeug nützt wenig, wenn das KI-Modell nicht ausgereift ist.

Das beste KI-Modell und die beste Rechenleistung sind wiederum nicht ausreichend, wenn die Sensoren die Umgebung nicht zuverlässig erkennen können. Daher bleibt weiterhin abzuwarten, ob Tesla mit dem rein kamerabasierten System einen sicheren Robotaxi-Betrieb aufbauen kann. Der Wettlauf um die besten autonomen Autos ist auf jeden Fall eröffnet und wird demnächst auch in Europa ausgetragen.

Nachtrag vom 21. April 2026, 11:48 Uhr

Ebenso wie Pony.ai sieht auch der Münchner Autohersteller BMW die Nutzung von VLAs für das autonome Fahren eher kritisch. "Mit VLAs beschäftigen wir uns seit geraumer Zeit. Hier gibt es aber noch viele ungeklärte Sicherheitsfragen", teilte ein Firmensprecher auf Anfrage von Golem mit. Der Sprecher verwies auf die Level-2-Funktionen der neuen Modelle wie dem iX3. Dazu zähle der Autobahnassistent, der freihändiges Fahren auf der Autobahn ermögliche.

Der City Assistent solle von November 2026 an zudem eine navigationsgeführte Fahrerassistenz von Adresse zu Adresse bieten. Das enthalte "assistierte Abbiegevorgänge und Vorfahrtssituationen, Bremsen und Wiederanfahren an Ampeln auch ohne Vorderfahrzeug, Kreisverkehr-Durchfahrten sowie Spurwechsel im urbanen Raum".


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