Tesla: Umfangreiche Antragsunterlagen für Grünheide einsehbar

Tesla will unter anderem das Presswerk um zwei Produktionslinien ausbauen - einige Stellen des Antrags sind allerdings geschwärzt.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Die Baustelle des Tesla-Werks in Grünheide bei Berlin
Die Baustelle des Tesla-Werks in Grünheide bei Berlin (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Tesla will in seiner geplanten Batteriefabrik Lithium-Ionen-Zellen für 500.000 Fahrzeuge mit einer Kapazität von 50 Gigawattstunden im Jahr in der ersten Ausbauphase herstellen. Das geht aus den neuen umfangreichen Antragsunterlagen hervor, die seit dem 18. Juni 2021 für die Öffentlichkeit zur Einsicht ausliegen. Darüber berichteten mehrere Medien, unter anderem die Lausitzer Rundschau und die Potsdamer Neuesten Nachrichten.

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Tesla-Chef Elon Musk kündigte im November 2020 an, das künftige Werk des Elektroauto-Herstellers bei Berlin auch zur weltgrößten Batteriefabrik machen zu wollen. Die Änderungen im laufenden Genehmigungsverfahren wurden unter anderem wegen dieser geplanten Erweiterung nötig.

Wie Turi2 berichtet, sind einige Stellen in dem Antrag geschwärzt. Unter anderem sind Angaben zu den Baukosten nicht mehr einsehbar. Auch Angaben zu Prozessketten sind geschwärzt worden - möglicherweise, um Industriespionage vorzubeugen.

Presswerk wird erweitert

Aus den Unterlagen geht hervor, dass Tesla das Presswerk um zwei Presslinien ausbauen will. Hintergrund ist nach dpa-Informationen, dass mehr Karosserieteile in Grünheide produziert werden sollen. Für die Erweiterung möchte Tesla weitere um die 1.180 Gründungspfähle einbringen. Die Pfahlgründungen sind einer der Hauptkritikpunkte der Umweltschützer. Sie befürchten negative Auswirkungen auf das Grundwasser.

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In dem Antrag enthalten sind Fertigungsschritte zur Herstellung und Lackierung von Kunststoffbauteilen wie Stoßstangen- und Rückspiegelabdeckungen. Zudem sind Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs aufgezeigt. Trotz der Erweiterung der Anlage auf eine Batteriezellenfabrik sollen der Wasserverbrauch demnach weiterhin voraussichtlich bei rund 1,4 Millionen Kubikmeter pro Jahr und die zu erwartende Abwassermenge bei rund 925.000 Kubikmeter pro Jahr liegen.

Auch das Niederschlagskonzept wurde überarbeitet. Das Regenwasser soll statt dezentral jetzt zentral versickert werden. Damit reagiert Tesla auf eine Forderung von Kritikern der Fabrik.

Eingesehen werden können die Unterlagen bis 17. Juli 2021 in verschiedenen Behörden und nach Angaben des Umweltministeriums auch im Internet. Bis zum 16. August 2021 können Einwendungen gegen die Änderungen erhoben werden. Danach entscheidet das Landesamt für Umwelt (LfU), ob eine erneute Erörterung der Einwendungen erforderlich ist.

Das US-Unternehmen will in Grünheide jährlich rund 500.000 Exemplare der kompakten Reihen Model 3 und Model Y bauen. Für den Bau fehlt die endgültige umweltrechtliche Genehmigung über das Bundesimmissionsschutzgesetz. Tesla baut deshalb mit vorzeitigen Zulassungen. Der Zeitpunkt der endgültigen Entscheidung ist unklar.

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