Tesla: Sicherheitsfahrer muss Robotaxi auf Parkplatz fahren
Ein Tesla-Robotaxi ist im texanischen Austin bei einem recht einfach anmutenden Abbiegevorgang auf einen Parkplatz mitten auf der Straße stehen geblieben, ohne dass es dafür einen erkennbaren Grund gab. Der Sicherheitsfahrer musste das Steuer des Fahrzeugs übernehmen.
Der Vorgang ist in einem Youtube-Video(öffnet im neuen Fenster) des Unternehmens ARK Invest zu sehen, das den Robotaxidienst derzeit ausprobiert. ARK Invest betreibt unter anderem den ARK Innovation ETF, dessen größte Einzelposition Tesla-Aktien sind. Die Investmentgesellschaft ist bekannt dafür, Tesla gegenüber sehr positiv eingestellt zu sein.
Vielleicht auch deshalb ist der Vorfall im Video nur kurz zu sehen, die Szene ist geschnitten. Wie lange der gesamte Vorgang dauerte, ist daher unbekannt. Das Robotaxi kam beim Abbiegevorgang zum Stehen, wobei das Lenkrad ein paar Mal wackelte, und bewegte sich dann offenbar nicht mehr vorwärts.
Remote-Support konnte nicht helfen
Im Video wird erklärt, dass der Sicherheitsfahrer anschließend den Remote-Support kontaktiert habe. Auf Nachfrage des Sicherheitsfahrers habe der Support versucht, dem Auto aufzutragen, den Abbiegevorgang zu beenden. Dies sei allerdings fehlgeschlagen. Der Sicherheitsfahrer musste demnach daher im laufenden Verkehr aussteigen, sich auf den Fahrersitz setzen und den Tesla eigenhändig auf den Parkplatz fahren.
Der Vorfall zeigt, das Teslas Robotaxidienst offenbar noch nicht ausgereift genug ist, um auf Sicherheitsfahrer zu verzichten. Seit dem Start des Dienstes kam es zu mehreren Zwischenfällen, aber keinen Unfällen. Objektiv wäre es wohl sinnvoller, wenn die Sicherheitsfahrer grundsätzlich auf dem Fahrersitz sitzen würden, wie es bei anderen Robotaxianbietern zum Start ihrer Dienste der Fall war.
So könnten die Sicherheitsfahrer sofort die Kontrolle über den Tesla übernehmen. Aktuell können sie die Fahrt nur über einen Kill Switch unterbrechen, anschließend muss der Remote-Support ran – oder die Plätze im Auto getauscht werden.
Tesla setzt anders als etwa Waymo bei seinem Fahrdienst nur auf Kameras und Software, nicht jedoch auf Lidar- oder Radar-Sensoren. Diese haben den Vorteil, dass mehr Details erfasst werden und sie auch besser im Dunkeln und bei Regen funktionieren.
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