Supercharger: Arbeitskampf bei Tesla verlagert sich an die Ladesäulen

Beim Arbeitskampf bei Tesla in Schweden ist kein Ende in Sicht. Mehr als drei Monate nach Beginn der Streiks der Gewerkschaft IF Metall kündigte nun auch die Dienstleistungs- und Kommunikationsgewerkschaft Seko an(öffnet im neuen Fenster) an, den Forderungen nach einem Tarifvertrag Nachdruck zu verleihen. Konkret will Seko den Ausbau und die Wartung von Teslas Supercharger-Ladestationen blockieren.
"Der Kampf von IF Metall ist auch unser Kampf" , so Gabriella Lavecchia, die Präsidentin der Seko. "Durch die Weigerung, sich an die Spielregeln hier in Schweden zu halten, versucht Tesla, sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, indem es den Arbeitern schlechtere Löhne und Bedingungen bietet, als sie es mit einem Tarifvertrag getan hätten." Das sei "völlig inakzeptabel" , weshalb man den Druck auf Tesla erhöhen wolle.
Die Gewerkschaft IF Metall hatte am 27. Oktober 2023 zum Streik beim E-Auto-Hersteller aufgerufen . Dieser Streik in Schweden dauert mittlerweile mehr als drei Monate an. Gewerkschaften aus den Nachbarländern Dänemark , Norwegen und Finnland solidarisierten sich teilweise mit eigenen Streiks mit ihren schwedischen Kollegen bei Tesla.
Kein Streik, aber Streit
Auch in Deutschland gab es zuletzt Kritik von Gewerkschaftsseite. Die IG Metall warf Tesla zuletzt vor, den Zeitplan für die anstehende Betriebsratswahl zu knapp gesetzt zu haben - und bekam vom Arbeitsgericht Frankfurt (Oder) Recht .
Ein Dauerthema bleibt in Deutschland wie in Schweden der Eintritt von Tesla in einen Tarifvertrag, den es auch in der Gigafactory in Grünheide bislang nicht gibt . Auch in den USA kämpfen Gewerkschaften(öffnet im neuen Fenster) für eine bessere Bezahlung.
Tesla-CEO Elon Musk brachte in der Vergangenheit immer wieder seine Ablehnung gegen Gewerkschaften zum Ausdruck(öffnet im neuen Fenster) . Gewerkschaftsmitgliedern wurde nach einer Sticker-Aktion mit Kündigung gedroht .



