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Angeblich Einsparungen bis zu 80 Prozent möglich

Laut Tesla können Kunden damit 80 Prozent ihrer jährlichen Stromkosten sparen. Diese Schätzung basiere auf dem durchschnittlichen Powerwall-Kunden in Deutschland mit 6 kW Solar und einer Powerwall 3, unter Annahme typischen Verbrauchs und PV-Produktion von 4.680 kWh beziehungsweise 4.780 kWh sowie dynamischen Tarifen von Octopus Energy und/oder Tibber.

Darüber hinaus liege bei 99,4 Prozent der deutschen Haushalte der Spitzenstrombedarf unter 15,4 kW. Das bedeutet, dass die Powerwall die komplette Notstromversorgung für einen gewissen Zeitraum übernehmen könnte. Wobei die Wahrscheinlichkeit, dass dies in Deutschland vorkommt, weiterhin gering ist.

Einzelkomponenten nicht viel günstiger

Tesla gibt eine Garantie von zehn Jahren auf das System. Daher sollte sich die Investition innerhalb dieses Zeitraums amortisieren. Eine Alternative sind Anlagen aus mehreren Komponenten.

Ein dreiphasiger, notstromfähiger Wechselrichter mit 15 kW wie der Victron MultiPlus II kostet rund 2.000 Euro (ohne MwSt.). Speichermodule für 13,5 kWh werden inzwischen für rund 2.500 Euro (ohne MwSt.) angeboten. Solarladeregler sowie Steuer- und Messkomponenten dürften weitere 1.000 Euro kosten.

Die Powerwall 3P hat den Vorteil, dass die Batterie ebenso wie ein Autoakku vorab konditioniert werden kann, um im optimalen Temperaturbereich zu arbeiten. Zudem dient das Aluminium-Druckguss-Gehäuse als Kühlsystem für die Powerwall.

Dadurch sei eine Dauerleistung von 15 kW auf einer Fläche von 0,2 m2 möglich. Das sei mit traditionellen Ansätzen praktisch nicht machbar. Tesla gibt einen Temperaturbereich von minus 20 bis plus 50 Grad Celsius für den Betrieb der Powerwall an.

Spezielle Sackkarre für den Transport

Darüber hinaus soll die Installation des Komplettsystems für die Handwerker mühelos möglich sein. Tesla hat dazu eine spezielle Sackkarre entwickelt, mit der sich die Powerwall aus der wiederverwertbaren Verpackung hebeln lässt.

Mit der Hilfe eines Akkuschraubers lässt sich das 138 kg schwere Gerät dann auf die gewünschte Höhe heben. Die Installation des Backup Gateway stellt für den Elektroinstallateur einen größeren Aufwand dar.

Wie passt die Produktion und Entwicklung von PV-Systemen mit der Unterstützung von Tesla-Chef Elon Musk für US-Präsident Donald Trump zusammen, der als entschiedener Gegner erneuerbarer Energien gilt? Im Gespräch mit Golem in der Gigafactory Grünheide wollte sich Colby Hastings, bei Tesla für Hausenergiesysteme verantwortlich, nicht zu dem Thema äußern.

Nur noch ein ökologisches Feigenblatt?

Vor mehr als zehn Jahren stellte sich Musk bei einem Vortrag in Berlin noch als Klimaapostel dar. Inzwischen geht es ihm vor allem um das Thema Künstliche Intelligenz und die Raumfahrt.

Musk nimmt in Kauf, dass seine Rechenzentren mit Gasturbinen betrieben werden und die Umwelt verschmutzen.

Die Produktion von E-Autos und Batteriespeichern wirkt nur noch wie ein ökologisches Feigenblatt. Zudem ging die Installation von Batteriespeichern im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15 Prozent von 10,5 auf 8,8 GWh zurück. Es ist allerdings unklar, inwieweit der negative Musk-Effekt beim Autoabsatz sich auch bei den Powerwalls niederschlägt.

Die Ironie des Schicksals könnte jedoch sein, dass ausgerechnet Trump mit seinem irrsinnigen Krieg gegen den Iran die Nachfrage nach den Powerwalls nach oben treibt. Die satirische Daily Show(öffnet im neuen Fenster) verlieh Trump daher den "Tag-der-Erde-Preis für einen rücksichtslosen Idioten, der aus Versehen etwas Gutes getan hat".

Nicht einmal Elon Musk ist zuzutrauen, dass er dies von Anfang an beabsichtigte.


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