Tesla: Musks Bitcoinkauf hat die CO2-Bilanz von 1,8 Millionen Autos
Unsauberes Investment: Der US-Elektroautohersteller Tesla hat kürzlich eine größere Menge Bitcoins gekauft. Wegen der hohen Rechenleistung, die für die Kryptowährung aufgewendet werden muss, ist die Aktion aus einer Klimaschutzperspektive umstritten. Die Bank of America hat Bitcoin-Investments in Bezug zu Verbrennerfahrzeugen gesetzt.
Investoren, die sich um Umweltaspekte ihrer Investments sorgten, sollten "auf die enormen Umweltkosten von Bitcoin achten", heißt es in einem Report der Bank of America mit dem Titel "Bitcoin's dirty little secrets". Wie die Autoren errechnet haben, wird beim Kauf von Bitcoins im Wert von einer Milliarde US-Dollar so viel Kohlendioxid freigesetzt wie von 1,2 Millionen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor in einem Jahr.
Musk wurde wegen Bitcoin kritisiert
Übertragen auf Tesla bedeutet das: Der Kauf der Bitcoins für 1,5 Milliarden US-Dollar entspricht der Jahres-Kohlendioxidbilanz von 1,8 Millionen Verbrennern, gegen die der Chef des Elektroautoherstellers sonst immer wettert. Wegen der schlechten Umweltbilanz war Musk bereits kritisiert worden.
Tesla hat aber nicht nur Bitcoins gekauft, sondern will die Kryptowährung künftig auch als Zahlungsmittel akzeptieren. Für eine Bitcoin-Transaktion werden laut der Datenbank Statista(öffnet im neuen Fenster) im Schnitt 741 Kilowattstunden an elektrischer Energie benötigt. Laut der Studie der Bank of America werden bei einer Transaktion rund 270 Tonnen Kohlendioxid freigesetzt, so viel wie von 60 Autos.
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Die Studie geht aber nicht nur auf die Umweltbilanz der Kryptowährung ein. Bewertet wurde auch, ob es sich lohnt, darin zu investieren. Hier raten die Analysten ab: Bitcoin sei sehr volatil und deshalb "als Vermögensanlage und Zahlungsmechanismus unpraktisch", zitiert das Onlinenachrichtenangebot Yahoo Finance UK(öffnet im neuen Fenster) aus dem Report.
Allerdings ist bei der Einschätzung auch zu beachten, wer den Report herausgegeben hat und dass Bitcoin in Konkurrenz zum Geschäftsmodell herkömmlicher Finanzdienstleister steht. Eine kritische oder ablehnende Haltung den Kryptowährungen gegenüber ist deshalb naheliegend.
Es gebe "keinen guten Grund, BTC zu besitzen, es sei denn, man sieht, dass die Preise steigen", resümieren die Autoren. Das zumindest war zuletzt der Fall: Teslas Investition in Bitcoin hat den Wert der Kryptowährung ordentlich nach oben getrieben. Was es wiederum attraktiv macht, noch mehr Bitcoins zu schürfen und damit die Kohlendioxidbilanz weiter zu verschlechtern.
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