Tesla-Museum: Sammeln für den größten Geek aller Zeiten

Nikola Teslas Labor in Wardenclyffe und zugehörige Grundstück stehen zum Verkauf. Eine gemeinnützige Gruppe kämpft darum, ein Tesla-Museum entstehen zu lassen - mit der Unterstützung des Zeichners Matt Inman ("The Oatmeal") und von Geeks aus aller Welt könnte das auch klappen.

Artikel veröffentlicht am ,
The Oatmeal: Lasst uns ein gottverdammtes Tesla-Museum bauen!
The Oatmeal: Lasst uns ein gottverdammtes Tesla-Museum bauen! (Bild: The Oatmeal/Indigogo)

In den USA gibt es kein einziges Museum, das sich dem Erfinder, Physiker und Elektroingenieur Nikola Tesla widmet. Das will ein gemeinnütziger Verein ändern - und Teslas ehemaliges als Wardenclyffe bezeichnetes Labor in Shoreham im Bundesstaat New York kaufen. Mit seinem Wechselstromsystem, vielen Techniken der Radioübertragung und Radartechnik sowie der drahtlosen Stromübertragung hat Nikola Tesla die Welt stärker geprägt als viele andere Erfinder.

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In Wardenclyffe stand auch der Versuchsturm, mit dem Tesla die Menschheit schon vor über 100 Jahren kostenlos mit Strom versorgen wollte - drahtlos über die Ionosphäre der Erde. Da Geldgeber wie J.P. Morgan absprangen, konnte Tesla seine auch heute noch relevanten Versuche nicht mehr fortsetzen. Er starb verarmt und hochverschuldet am 7. Januar 1943. Und das, obwohl seine Erfindungen einen sehr großen Einfluss auf unsere heutige Welt haben.

  • Der viel zu lange unbeachtete Erfinder Nikola Tesla - mit 34 Jahren, circa 1890 (Foto: Napoleon Sarony/Wikipedia/gemeinfrei)
  • Spendenaufruf von The Oatmeal - "Lasst uns ein gottverdammtes Tesla-Museum bauen" (Bild: The Oatmeal)
  • The Oatmeal würdigte Nikola Tesla bereits als größten Geek aller Zeiten (Bildauszug: The Oatmeal/Screenshot Golem.de)
Der viel zu lange unbeachtete Erfinder Nikola Tesla - mit 34 Jahren, circa 1890 (Foto: Napoleon Sarony/Wikipedia/gemeinfrei)

Teslas Nachlass in Gefahr

Das zum Verkauf stehende Grundstück, auf dem das Labor steht, droht nun an ein Wohnungsbauprojekt verloren zu gehen. Der US-Verein Tesla Science Center at Wardenclyffe hat deshalb nicht mehr viel Zeit, um das nötige Geld für den Kauf von Wardenclyff einzusammeln. Der Verein träumt von einem Umbau des unter Denkmalsschutz stehenden Tesla-Labors zu Nikola Tesla Science Center.

Der Verein hat bisher selbst über seine Webseite und Paypal nicht einmal 4.000 US-Dollar zusammenbekommen. Doch durch eine ungemein erfolgreiche Hilfe von unerwarteter Seite rückt das Ziel wieder in greifbare Nähe. Der für seine bissigen Comics bekannt und beliebt gewordene Zeichner Matt "The Oatmeal" Inman hat die Geeks der Welt aufgefordert, die Museumspläne zu unterstützen. Und er hat offenbar Erfolg damit.

Oatmeal-Fans retten Tesla?

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Inmans Spendenkampagne "Operation Let's Build a Goddam Tesla Museum" auf der Finanzierungsplattform Indiegogo soll 850.000 US-Dollar für den Museumsverein sammeln. Dafür hat sie noch 41 Tage Zeit. Der Staat New York will noch einmal so viel als Darlehen zuschießen und mit den resultierenden 1,7 Millionen US-Dollar soll dann ein Kaufgebot abgegeben werden.

Nicht einmal eine Woche ist es her, dass die Kampagne auf der Oatmeal-Website bekanntgemacht wurde und auf der Indiegogo-Webseite startete. Und schon jetzt sind über 700.000-US-Dollar erreicht. Es ist also damit zu rechnen, dass deutlich mehr zusammenkommt - das ist aber auch nötig, denn die Erde auf dem Grundstück muss wegen einer viele Jahre dort angesiedelten chemischen Fabrik gereinigt, es muss viel saniert werden. Und natürlich muss auch das Museum noch errichtet werden.

Inman sieht Tesla als den Vater des elektrischen Zeitalters und hat dem "größten Geek aller Zeiten" bereits ein Comic gewidmet. Erst seit kurzem erhalte Tesla in den Geschichtsbüchern etwas von der Aufmerksamkeit, die ihm gebühre. Die Unterstützung durch Geeks aus aller Welt scheint der Oatmeal-Zeichner schonmal erfolgreich gesichert zu haben.

Zeit zur Wiedergutmachung

Inman sieht allerdings auch große Unternehmen gefragt. Nicht nur J.P. Morgan, das bereits vor 100 Jahren an Tesla geglaubt und ihn finanziert hatte. Auch der Stromkonzern General Electric solle sich als Sponsor des Museums engagieren - immerhin habe dessen Gründer Thomas Edison Tesla um viel Geld betrogen. "Es ist nie zu spät zur Wiedergutmachung[...]", heißt es in einem Oatmeal-Comic zur Spendenaktion. Auch Tesla-Fan und Google-Mitgründer Larry Page und der Autohersteller Tesla Motors werden direkt um Hilfe gebeten.

Bis zum 29. September 2012 kann noch über Indiegogo für das Tesla-Museum gespendet werden. Das könne sich für Unternehmen ungefähr so positiv auswirken, als würde ihr Chef sich in einen reißenden eisigen Fluss werfen, um eine Schar Kätzchen daraus zu retten, meint der Oatmeal-Zeichner. "Ihr wollt doch Kätzchen retten, oder?"

Nachtrag vom 24. August 2012, 15:55 Uhr

Über eine Million US-Dollar sind für das Tesla-Museum mittlerweile zusammengekommen. The Oatmeal will die Indiegogo-Kampagne aber bis zum Ende weiterführen, damit alle zusätzlichen Mittel in die Restauration des Grundstücks und den Bau des Museums fließen können.

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Raumzeitkrümmer 21. Aug 2012

Immerhin gibt es die physikalischen Größen: Tesla und Ohm. Von Philipp Reis ist nur der...

JCS 21. Aug 2012

Eigentlich sollte einem "Tesla-Fan" der Karl-Ranseier-Vergleich doch gefallen. Karl...

kaymvoit 21. Aug 2012

Warum das? Im Text steht, dass die den fianziert haben ...

OdinX 21. Aug 2012

Der Typ heisst Nikola Tesla und nicht Nikolas.



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