Wie ein Blitz ohne Donner

Leider reine Physik. Da der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst, verbraucht ein Elektroauto mit 160 km/h gut viermal so viel Energie wie mit 80 km/h. Aus den 500 Kilometern Reichweite werden dann etwas mehr als 100 Kilometer. Der Rollwiderstand fällt dabei nicht so stark ins Gewicht.

Stellenmarkt
  1. Projektmanagement und IT-Support (w/m/d)
    Universität Konstanz, Konstanz
  2. Security Engineer Public Key Infrastructure (PKI) (m/w/d)
    Westnetz GmbH, verschiedene Standorte
Detailsuche

Zum Vergleich: Ein Mercedes E 220 CDI verbraucht bei Dauervollgas mit gut 230 km/h nur doppelt so viel Sprit (14,4 Liter) wie mit 100 km/h. Allerdings benötigte unser Tesla 90 D auf der Autobahn bei einem Schnitt von etwas mehr als 100 km/h nur 21,7 kWh für 100 Kilometer. Das entspricht umgerechnet einem Energiegehalt von etwa 2,5 Litern Benzin (78 Megajoule). Was deutlich macht, wie wenig Benzinäquivalent in einen Tesla-Akku passt (10 Liter) und wie viel Energie bei einem Verbrennungsmotor sinnlos in die Luft geblasen wird.

Akkuverbrauch als Spaßbremse

Nach wenigen Minuten mit hoher Geschwindigkeit taucht beim Tesla daher eine Warnung auf dem Armaturenbrett auf: "Bitte fahren Sie unter 110 km/h, um den nächsten Supercharger zu erreichen." Dieser Hinweis ist wirkungsvoller als jedes Tempolimit auf der Autobahn. Und dabei machte es doch so viel Spaß, dem drängelnden 5er BMW zu zeigen, wer der wirkliche King of the Road ist.

Überhaupt: diese Beschleunigung! Wie ein Blitz ohne Donner und besser als jede Einhorn-Schokolade. Nicht umsonst wirbt Tesla damit, dass seine Autos in 2,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h kommen. Schaltet etwa eine Ampel auf Grün, ist der Tesla auf Landstraßen schon mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit unterwegs, während die Benziner im Rückspiegel anscheinend noch gar nicht losgefahren sind. Zwar kostet schnelles Fahren und Beschleunigen viel Energie. Allerdings macht Vernünftigsein auch weniger Spaß. Der Ludicrous-Modus heißt in der deutschen Übersetzung daher zurecht: "von Sinnen".

Ohne Schnelllader geht gar nichts

Golem Karrierewelt
  1. Container Technologie: Docker und Kubernetes - Theorie und Praxis: virtueller Drei-Tage-Workshop
    04.-07.07.2022, virtuell
  2. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    14.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Entscheidender als die theoretische Reichweite ist daher eine kleine Zahl im Navigationssystem, das sich auf dem großen 17-Zoll-Display befindet. Diese Zahl gibt an, wie viel Prozent der Akkuladung beim Erreichen des nächsten Superchargers noch vorhanden sein werden - und zwar in Abhängigkeit vom aktuellen Fahrstil. Eine gewisse Unruhe, die sogenannte Range anxiety, beschleicht den Fahrer, wenn dieser Wert unter zehn Prozent fällt. Was passiert, wenn man mit dem zwei Tonnen schweren Gefährt nicht mehr die Ladestation erreicht? Das will man sich gar nicht erst vorstellen. Der handliche Ersatzkanister für Elektroautos ist leider noch nicht erfunden.

Hat uns der Stromhunger des Tesla den dreistündigen Zwangsaufenthalt in der Magdeburger Börde eingebrockt? Schwer zu sagen, denn die übrigen Autofahrer steckten ebenfalls auf den Umgehungsstraßen fest. Dennoch hat es gezeigt, wie abhängig man auf Fernstrecken von den wenigen Schnellladern ist. Es ist eine gute Entscheidung von Tesla gewesen, diese nicht direkt auf Autobahnraststätten einzurichten. Denn die Autohöfe sind selbst dann erreichbar, wenn die Autobahn einmal gesperrt ist.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Tesla Model S im Praxistest: Man darf nicht immer hinsehenMit dem Knie lenkt es sich besser 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


neocron 29. Nov 2016

was du da nicht alles hineininterpretierst ... genau so ist es moeglich, dass das Model S...

ScaniaMF 28. Nov 2016

1. Wenn man sich die Untersuchung des Bundesministeriums für Umwelt durchliest, dann...

ChMu 19. Nov 2016

Kommt hin. Bei constant 90 liegen wir bei gut 13kWh laut Anzeige,bei 120 ( mehr ist hier...

Anonymer Nutzer 14. Nov 2016

Bis vor ca. 2 Wochen wurde der Autopilot auf der o. g. Tesla-Seite noch großspurig als...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
TADF Technologie
Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle

Der Cynora-Chef wollte das deutsche Start-up zum Einhorn entwickeln. Nun wurden die Patente und die TADF-Technologie von Samsung für 300 Millionen Dollar gekauft und das Unternehmen zerschlagen.

TADF Technologie: Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle
Artikel
  1. Brandenburg: DNS:Net-Verteiler sei wegen Telekom-Werbebanner überhitzt
    Brandenburg  
    DNS:Net-Verteiler sei wegen Telekom-Werbebanner überhitzt

    Bei DNS:Net kam es in dieser Woche bei starker Hitze zu einem Netzausfall in einem Ort. Schuld sei ein Werbebanner der Konkurrenz gewesen.

  2. Vodafone: Vantage Towers betreibt Sendestationen mit Wasserstoff
    Vodafone
    Vantage Towers betreibt Sendestationen mit Wasserstoff

    Bei der Entwicklung des Containers mit Wasserstoffmotor sind Erfahrungen aus Einsätzen bei der Flutkatastrophe im Ahrtal eingeflossen.

  3. Kryptogeld: Bitcoin wieder unter 20.000 US-Dollar, Fonds vor dem Aus
    Kryptogeld
    Bitcoin wieder unter 20.000 US-Dollar, Fonds vor dem Aus

    Ein Gericht hat die Liquidation von Three Arrows Capital angeordnet. Der Bitcoin sinkt wieder unter die Grenze von 20.000 US-Dollar.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PNY RTX 3080 12GB günstig wie nie: 929€ • MindStar (MSI RX 6700 XT 499€, G.Skill DDR4-3600 32GB 165€, AMD Ryzen 9 5900X 375€) • Nur noch heute: NBB Black Week • Top-TVs bis 53% Rabatt • Top-Gaming-PC mit AMD Ryzen 7 RTX 3070 Ti 1.700€ • Samsung Galaxy S20 FE 5G 128GB 359€ [Werbung]
    •  /