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Der Schlüssel zum Praxistest für das Tesla Model S
Der Schlüssel zum Praxistest für das Tesla Model S (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Wie ein Blitz ohne Donner

Leider reine Physik. Da der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst, verbraucht ein Elektroauto mit 160 km/h gut viermal so viel Energie wie mit 80 km/h. Aus den 500 Kilometern Reichweite werden dann etwas mehr als 100 Kilometer. Der Rollwiderstand fällt dabei nicht so stark ins Gewicht.

Zum Vergleich: Ein Mercedes E 220 CDI verbraucht bei Dauervollgas mit gut 230 km/h nur doppelt so viel Sprit (14,4 Liter) wie mit 100 km/h. Allerdings benötigte unser Tesla 90 D auf der Autobahn bei einem Schnitt von etwas mehr als 100 km/h nur 21,7 kWh für 100 Kilometer. Das entspricht umgerechnet einem Energiegehalt von etwa 2,5 Litern Benzin (78 Megajoule). Was deutlich macht, wie wenig Benzinäquivalent in einen Tesla-Akku passt (10 Liter) und wie viel Energie bei einem Verbrennungsmotor sinnlos in die Luft geblasen wird.

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Akkuverbrauch als Spaßbremse

Nach wenigen Minuten mit hoher Geschwindigkeit taucht beim Tesla daher eine Warnung auf dem Armaturenbrett auf: "Bitte fahren Sie unter 110 km/h, um den nächsten Supercharger zu erreichen." Dieser Hinweis ist wirkungsvoller als jedes Tempolimit auf der Autobahn. Und dabei machte es doch so viel Spaß, dem drängelnden 5er BMW zu zeigen, wer der wirkliche King of the Road ist.

Überhaupt: diese Beschleunigung! Wie ein Blitz ohne Donner und besser als jede Einhorn-Schokolade. Nicht umsonst wirbt Tesla damit, dass seine Autos in 2,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h kommen. Schaltet etwa eine Ampel auf Grün, ist der Tesla auf Landstraßen schon mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit unterwegs, während die Benziner im Rückspiegel anscheinend noch gar nicht losgefahren sind. Zwar kostet schnelles Fahren und Beschleunigen viel Energie. Allerdings macht Vernünftigsein auch weniger Spaß. Der Ludicrous-Modus heißt in der deutschen Übersetzung daher zurecht: "von Sinnen".

Ohne Schnelllader geht gar nichts

Entscheidender als die theoretische Reichweite ist daher eine kleine Zahl im Navigationssystem, das sich auf dem großen 17-Zoll-Display befindet. Diese Zahl gibt an, wie viel Prozent der Akkuladung beim Erreichen des nächsten Superchargers noch vorhanden sein werden - und zwar in Abhängigkeit vom aktuellen Fahrstil. Eine gewisse Unruhe, die sogenannte Range anxiety, beschleicht den Fahrer, wenn dieser Wert unter zehn Prozent fällt. Was passiert, wenn man mit dem zwei Tonnen schweren Gefährt nicht mehr die Ladestation erreicht? Das will man sich gar nicht erst vorstellen. Der handliche Ersatzkanister für Elektroautos ist leider noch nicht erfunden.

Hat uns der Stromhunger des Tesla den dreistündigen Zwangsaufenthalt in der Magdeburger Börde eingebrockt? Schwer zu sagen, denn die übrigen Autofahrer steckten ebenfalls auf den Umgehungsstraßen fest. Dennoch hat es gezeigt, wie abhängig man auf Fernstrecken von den wenigen Schnellladern ist. Es ist eine gute Entscheidung von Tesla gewesen, diese nicht direkt auf Autobahnraststätten einzurichten. Denn die Autohöfe sind selbst dann erreichbar, wenn die Autobahn einmal gesperrt ist.

 Tesla Model S im Praxistest: Man darf nicht immer hinsehenMit dem Knie lenkt es sich besser 

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neocron 29. Nov 2016

was du da nicht alles hineininterpretierst ... genau so ist es moeglich, dass das Model S...

ScaniaMF 28. Nov 2016

1. Wenn man sich die Untersuchung des Bundesministeriums für Umwelt durchliest, dann...

ChMu 19. Nov 2016

Kommt hin. Bei constant 90 liegen wir bei gut 13kWh laut Anzeige,bei 120 ( mehr ist hier...

blackpeeta 14. Nov 2016

Bis vor ca. 2 Wochen wurde der Autopilot auf der o. g. Tesla-Seite noch großspurig als...

ChMu 14. Nov 2016

Ja, er ist dem Vordermann gefolgt, wie er soll, und der ist ploetzlich verschwunden...



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