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Tesla: Model 3 aus China kriegt per Update anständige Ladeleistung

Tesla hat ein Software-Update für das Model 3 aus China veröffentlicht, mit dem wütende Kunden versöhnt werden.
/ Andreas Donath
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Ladekurve des Tesla Model 3 MiC nach dem Software-Update (Bild: Nextmove/Mockdrop.io)
Ladekurve des Tesla Model 3 MiC nach dem Software-Update Bild: Nextmove/Mockdrop.io

Käufer des Model 3 SR+ aus China haben sich lange über niedrige Ladeleistungen der LFP-Zellen geärgert, doch das Software-Update 2021.4.10 vom Wochenende sorgt für deutliche Verbesserungen, wie die Autovermietung Nextmove auf Youtube demonstriert.

"Das Auto hat einen großen Sprung nach vorne gemacht", so Nextmove-Geschäftsführer Stefan Moeller in einem neuen Youtube-Video(öffnet im neuen Fenster). Das Model 3 aus chinesischer Produktion (Made in China, MiC) wurde an einem Schnelllader von Ionity von 0 Prozent State of Charge aufgeladen, nachdem das Update eingespielt wurde.

In der Spitze wurde ein Wert von 168 kW angegeben, danach sank die Ladeleistung bis ungefähr 17 Prozent auf 130 kW. Nach rund einer Viertelstunde war der Akku halb voll, 80 Prozent wurden nach etwas mehr als einer halben Stunde erzielt. Die vollständige Ladung war nach etwa 55 Minuten erreicht. Auch die Ladestandsanzeige funktioniert nun korrekt.

Der Akku hatte vor dem Laden schon eine Temperatur von 40 Grad Celsius, teils durch Vorklimatisierung, teils durch eine schnelle Autobahnfahrt. Die Außentemperatur lag bei 19 Grad Celsius. Bei den ersten Tests von Nextmove lag die Außentemperatur zwar deutlich darunter, die Akkutemperatur jedoch nicht. Vor dem Software-Update sank die Ladekurve schnell auf etwa 75 kW ab und verharrte in diesem Bereich etwa zwischen 20 und 40 Prozent SoC, bis sie dann schnell auf 50 bis 30 kW sank. Entsprechend verärgert waren Tesla-Fahrer, die mit ihrem Neuwagen derartige Ladeleistungen erzielten.

Der Standard Range+ wurde zeitweilig mit einem Lithium-Eisenphosphat-Akku (LiFePo oder LFP) anstelle eines Lithium-Ionen-Akkus ausgerüstet. In Deutschland wurden die Fahrzeuge gegen Jahresende 2020 verkauft.

Die LFP-Akkus haben viele Vorteile. Sie halten etliche Ladezyklen aus, und die Brandgefahr ist deutlich geringer. Außerdem sind die Akkus frei vom Konfliktmetall Kobalt. Aber sie sind auch schwerer als Lithium-Ionen-Akkus. Den größten Nachteil des langsamen Ladens scheint Tesla nun überwunden zu haben.


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