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Fazit: Würde ich es wieder tun?

Ich habe auf der Reise für rund 6.800 Kilometer 1.200 kWh Strom verbraucht. Dafür habe ich 300 Euro bezahlt, was 25 ct/kWh entspricht. Das Model 3 verbrauchte auf der Fahrt durchschnittlich 17,6 kWh pro 100 Kilometer. Im Model 3 auf einer aufblasbaren Isomatte zu schlafen, ist für einen Zwei-Meter-Mann wirklich nicht sehr bequem. Hier wäre eine speziell auf das Auto ausgelegte aufblasbare Matratze die eindeutig bessere Wahl gewesen.

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Es ist sinnvoll, sich vor der Reise über Ladepunkte entlang der Route zu informieren und immer einen Backup-Plan zu haben. Zudem ist es eine gute Idee, sich die Ladetags für die gewählten Ladepunkte vorab zu besorgen und zu Beginn der Reise auszuprobieren - das vermeidet Stress und spart Roamingkosten. Ich bin nach der Devise "Lade, wenn du kannst und nicht, wenn du musst" vorgegangen. Das hat sich für mich bewährt, ist aber nicht die schnellste Methode zu reisen.

Auch ohne Supercharger möglich

Mit einem Tesla ist eine Reise bis in den äußersten Norden Europas überhaupt kein Problem. Die Supercharger-Dichte ist vollkommen ausreichend und die Standorte waren nie komplett belegt oder defekt. Als Tesla-Fahrer kommt man allein durch die Nutzung von Superchargern beinahe überall hin.

Nach Abschluss der Reise habe ich online die Route nochmals geplant, um zu sehen, wie lange der Trip entlang derselben Route komplett ohne Tesla-Supercharger dauern würde. Der Unterschied liegt nur bei wenigen Minuten - das hätte ich nicht erwartet! Für diesen Fall braucht man Zugang zu Ionity-, Eon-, Incharge-, Virta- und Fortum-Ladenetzwerken.

Natürlich kommt man zum Beispiel mit der Plugsurfing- oder New-Motion-Karte ziemlich weit. Aber die Roaminggebühren können bei einzelnen Anbietern so krass sein, dass es für einen längeren Trip finanziell sinnvoll ist, sich direkt Zugang zum Ladenetzwerk zu holen und Roaming zu umgehen.

  • Die Routenplanung im Tesla-Navi mit Anzeige aller Supercharger entlang der Route. Die tatsächliche Route ging am Ende über Fehmarn/Puttgarden und die Öresund-Brücke nach Schweden. (Foto: Björn Schäfer)
  • Eine Schnellladestation von Fastned mit 175 kW in Hildesheim. (Foto: Björn Schäfer)
  • Der Tesla-Supercharger in Braak. (Foto: Björn Schäfer)
  • Überquerung der Storstrøms-Brücke in Dänemark zwischen Falster und Masnedø. (Foto: Björn Schäfer)
  • Ein "Ladepark" im schwedischen Löddeköpinge mit Ladestellen von Tesla, Eon und Bee.  Die bisher größte Ansammlung an Ladepunkten an einer Stelle, die ich persönlich gesehen habe. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Ödeshög mit Abendessen und Campingkocher. (Foto: Björn Schäfer)
  • Auf dem Gelände eines Baustoffmarktes bei Hedesunda.(Foto: Björn Schäfer)
  • Dieser Ladepunkt in Birsta nur wenige Kilometer vom Tesla-Supercharger in Sundsval wird gerade von einem "vollgetankten" Hyndai Kona blockiert. (Foto: Björn Schäfer)
  • 11 kW AC Typ 2 Ladepunkte von Bee in Birsta. (Foto: Björn Schäfer)
  • 50kW DC Ladepunkt von Fortum direkt gegenüber dem Tesla-Supercharger in Örnsköldsvik. Hier ist Laden nur bis 80 Prozent des Akkustandes möglich. (Foto: Björn Schäfer)
  • Die Ladesäule der australischen Firma Tritium in Örnsköldsvik ist sehr mitteilungsbedürftig und blinkt andauernd. (Foto: Björn Schäfer)
  • Skisprungschanze in Örnsköldsvik, wo 1976 die allerersten Paralympischen Winterspiele stattfanden.  (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Skelleftea; die Raststätte hat leider so früh am Morgen noch zu. (Foto: Björn Schäfer)
  • Brücke über eine Nebenstrecke der E4 bei Gäddvik. (Foto: Björn Schäfer)
  • So stellt der deutsche Tourist eine typisch schwedische Landschaft vor. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla Supercharger in Töre, nebenan ist eine OKQ8 Tankstelle. (Foto: Björn Schäfer)
  • Etwa 15 km vor Överkalix an der E10, hier bildet der Kalixälven-Fluss einen kleinen See. (Foto: Björn Schäfer)
  • Ladepunkt mit Schukdosteckdose vor dem Stora Coop in Gällivare. Hier muss man die Abfahrtszeit einstellen und kann die Ladezeit in 30-Minuten-Schritten setzen. Leider war laden mir mehr als 5 A nicht möglich. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Puoltikasvaara in Schweden mit 2 Ladepunkten vor einer Bäckerei.  (Foto: Björn Schäfer)
  • Grenzübergang an der A8 zwischen Schweden und Finnland. Auf schwedischer Seite heißt der Ort Karesuando, auf finnischer Seite Kaaresuvanto. (Foto: Björn Schäfer)
  • Ich komme gegen 22 Uhr und mit weniger als 40 km Restreichweite am Tesla-Supercharger im norwegischen Skibotn an - das war knapp! (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick auf den Fluss Ivgojohka hinter meiner Hütte auf dem Brennfjell-Campingplatz in Norwegen. (Foto: Björn Schäfer)
  • Brennfjell Campingplatz kurz vor Skibotn. Die Temperatur fiel nachts unter 0°C. Am Morgen war der Tesla komplett vereist. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla Supercharger in Skibotn am frühen Morgen. Die Bäckerei nebenan ist leider nicht mehr im Betrieb - also gibt es schwedisches Müsli zum Frühstück. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla Supercharger in Sorkjosen, nebenan ist das På Taket Kaffee. Von der Dachterrasse aus gibt es einen tollen Blick auf den kleinen Hafen. (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick auf die kleine Bucht von Talvik in Norwegen. Dieser Ort erinnert mich an eine Mischung aus Neuseeland und Schottland. (Foto: Björn Schäfer)
  • 50kW-DC-Ladesäulen von Fortum im nordnorwegischen Alta. (Foto: Björn Schäfer)
  • Diesmal kommt der Gaskocher nur für den Kaffee und während der Lektüre der Tesla- Story zum Einsatz. (Foto: Björn Schäfer)
  • Etwa 20 km außerhalb von Alta in Norwegen an der E6, der kleine Fluss mündet einige Kilometer weiter in den Leirbotnvannetsee.(Foto: Björn Schäfer)
  • Etwa 35 km außerhalb von Alta in Norwegen an der E6, die Straße geht nur scheinbar "unendlich" geradeaus. (Foto: Björn Schäfer)
  • Repparfjordfluss bei Aisaroaivi in Norwegen. Gegenüber steht mitten im Nirgendwo eine kleine Kirche. (Foto: Björn Schäfer)
  • Etwa 20 km vor Skaidi an der E6: der "gefühlt" erste Wegweiser auf mein Ziel Hammerfest. Kirkenes ist nochmals über 400 km weiter und liegt im Dreiländereck Norwegen, Finnland Russland. (Foto: Björn Schäfer)
  • Drei Typ-2-Ladepunkte hinter dem Skaidi -Hotel. Für Hotelgäste kostenfrei, für "Durchreisende" umgerechnet 10 Euro pro Ladevorgang. (Foto: Björn Schäfer)
  • Der Flughafen Hammerfest (HFT) wird von Skandinavian Airlines und Wideroes Flyveselskap angeflogen und dient im wesentlichen der Versorgung der Öl- und Gasplattformen in der Barentssee. (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick auf Hammerfest von einem Hügel in der Nähe des Flughafens. Die Insel Melköya mit einer großen Gasraffinerie befindet sich leicht rechts außerhalb des Bildes. (Foto: Björn Schäfer)
  • Der AC-Ladepunkt am Flughafen Hammerfest ist kostenlos, der Parkplatz aber kostenpflichtig. (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick Richtung Norden im Hafen von Hammerfest auf einer Art vorgelagertem Deich. (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick auf die Kvalsund-Brücke von der Insel Kvaloya; auf der anderen Seite ist das Festland. (Foto: Björn Schäfer)
  • Der Repparfjord-Fluss auf dem Rückweg nach Hause, etwa 12 km südlich von Skaidi an der E6. (Foto: Björn Schäfer)
  • Auf der E6 kurz hinter Storsandness mit Blick auf den Langfjord. (Foto: Björn Schäfer)
  • Ein AC-Ladepunkt von Fortum in Kaaresuvanto. Nachdem der Ladepunkt im Winter nach der Schneeräumung mehrfach defekt oder unbenutzbar war, wurde er mit einer kleinen Hütte geschützt. (Foto: Björn Schäfer)
  • Etwas abseits der E45 im Wald mit Blick auf den Mertajärvi-See in Lappland, im Hintergrund erkennt man den kleinen Ort Närvä. (Foto: Björn Schäfer)
  • Frühstück mit Kanelbulle (Zimtschnecke) in der Bäckerei neben dem Supercharger in Puoltikasvaara. (Foto: Björn Schäfer)
  • Die E45 führt am Torneträsk-Soppero-Naturreservat vorbei. (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick aus dem Fenster meiner Unterkunft in Söråker. Diesen Ort im Dunkeln und bei Nebel zu finden, war eine echte Herausforderung. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Uppsalla hinter einem Restaurant. Das Model S im Vordergrund gehört zu einem örtlichen Taxiunternehmen. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Lagan neben dem Toftaholm Herrgard Hotel.  Sehr idyllisch etwas abseits der Strecke an der E4 gelegen. (Foto: Björn Schäfer)
  • Alternativer Ladepunkt von Eon neben dem Tesla-Supercharger in Slagelse (Dänemark). (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Slagelse. Leider muss man an diesem Standort - wie an den allermeisten Tesla Superchargern - rückwärts ranfahren; mit Fahrradanhänger bedeutet das, alles abzuladen und nach dem Ladevorgang wieder "aufzusatteln".  (Foto: Björn Schäfer)
  • Die Ladekurve des Model 3 an einer HPC-Ladesäule. (Grafik: Björn Schäfer)
Die Ladekurve des Model 3 an einer HPC-Ladesäule. (Grafik: Björn Schäfer)

Im äußersten Norden Skandinaviens nimmt die Ladepunktdichte deutlich ab. Hier muss man entweder mehr Zeit einplanen oder mit einem Pkw mit mindestens 250 Kilometern Reichweite fahren. Je weiter man nach Norden kommt, desto häufiger begegnet man Rehen, Rentieren und etwas seltener Elchen. Speziell in der Dämmerung muss man hier sehr aufpassen!

Wir brauchen die eine App

Es gibt meiner Meinung nach - auch in Deutschland - für die aktuelle Menge an Elektroautos ausreichend viele Ladepunkte. Das Problem ist eher, diese Ladepunkte zu finden, weil sie oft versteckt liegen, zugebaut wurden oder durch einen Verbrenner zugeparkt sind. Das Problem wird durch (einige wenige) E-Auto-Fahrer, die ihren Pkw nach abgeschlossenem Ladevorgang nicht umgehend entfernen, noch verstärkt.

Was ich mir wünschen würde: Wir brauchen eine App für Deutschland, an die alle Betreiber von Ladepunkten ihre Infrastruktur und deren Status melden müssen. Die Abrechnung würde ebenfalls über diese App erfolgen, zu einheitlichen und vorher bekannten Preisen. Dann wären wir endlich diesen "Zoo" an Anwendungen los und der Elektroautofahrer müsste sich nicht mehr um den ganzen Roamingkram kümmern.

Im Tesla-Navi hätte ich zudem gerne auch alternative Ladepunkte und nicht nur die Supercharger. Für Mehrfamilienhäuser und Tiefgaragen würde bei uns eventuell die Lösung aus Schweden (16A-Ladepunkt, Schuko-Dose für jeden Stellplatz) die Lage zumindest in den Städten entschärfen.

Die Art, wie Ladevorgänge in Deutschland und anderen Ländern abseits der sehr komfortablen Tesla- oder Fastned-Methode abgerechnet werden und die Intransparenz des Systems sehe ich als eines der wesentlichen Probleme auf dem Weg zur Etablierung der E-Mobilität auf breiter Fläche an.

Wieder zu Hause angekommen, überlege ich auch, was ich beim nächsten Mal bei einer solchen Reise anders machen würde. Vor allem hätte ich mir für den Trip mehr Zeit nehmen müssen, um abseits der Strecke mehr zu sehen. Das hätte aber wiederum mehr Vorbereitung benötigt. Hätte ich mehr darüber nachgedacht, wäre ich wahrscheinlich einfach nicht allein so weit gefahren.

Björn Schäfer ist Dipl. Ing. Elektrotechnik und arbeitet seit 20 Jahren in verschiedenen Funktionen in Deutschland, USA und Asien in der IT. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie und Freunden bei Touren mit dem eBike durch die heimische Rhön oder damit, Technik und regenerative Energieen besser zu verstehen. Er arbeitet als IT-Manager nach dem Motto "Man darf Menschen nie von den Konsequenzen Ihres eigenen Handelns trennen".

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paraglider 07. Nov 2019

...wollte mich nur für den Artikel bedanken! Toll geschrieben und informativ.

EFuchs 07. Nov 2019

Ich finde den Artiekel interessant. Allerdings sind zwei Sachen nicht wirklich gelungen...

LordSiesta 06. Nov 2019

Geldquelle (gibt ja Karten mit Grundgebühr) und Kundenbindung, das reicht doch als...

Cyrano0815 05. Nov 2019

Die Kameras selbst sind dabei nicht die primären Stromverbraucher, sondern der...

NeoChronos 05. Nov 2019

Wieso nicht? Wenn ich meine PKW abstelle ist der nach 1 Woche noch genauso voll wie...


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