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Tag 2: Der Tesla wird seekrank

Um 8:30 Uhr geht es los. Leider zeigt mein Akku nur noch einen Ladestand von 86 Prozent an. Ich frage mich, wo der Rest geblieben ist. An der Außentemperatur kann es nicht liegen. Abgestellt habe ich das Model 3 am Vorabend bei 22 Grad Celsius, heute Morgen sind es 14 Grad. In Gedanken über den Ladeverlust passe ich beim Ausparken nicht richtig auf und hole mir am Bordstein die ersten Kratzer an der Felge. So ein Sch...!

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Der zweite Schock des Tages kommt beim Bezahlen des Tickets für die Fähre. Einschließlich der Maut für die Öresundbrücke macht es stolze 130 Euro. Das habe ich so nicht erwartet.

Ich bin kaum an Deck und noch in Sichtweite Puttgardens, schon geht der Alarm des Tesla das erste Mal los. Also schnell runter zum Parkdeck 5 und einen Rundgang ums Auto machen. Es war der erste von drei Fehlalarmen auf der Fähre. Der leichte Seegang und die Vibrationen scheinen den Alarm auszulösen. Bei meinem zweiten Besuch auf dem Parkdeck begrüßt mich ein regelrechtes Alarmkonzert vieler verschiedener Autos. Den dritten Besuch schenke ich mir dann.

Ein Ladeparadies in Schweden

Gegen Mittag komme ich am ersten Tesla-Supercharger in Schweden an. Ein wahres Ladeparadies. In Löddeköpinge gibt es neben Tesla noch drei weitere Ladesäulenanbieter mit zusammen 21 Ladepunkten. Die Supercharger funktionieren in der Regel problemlos, daher entscheide ich mich, das umfangreiche Angebot an Alternativen an diesem Standort auszuprobieren.

  • Die Routenplanung im Tesla-Navi mit Anzeige aller Supercharger entlang der Route. Die tatsächliche Route ging am Ende über Fehmarn/Puttgarden und die Öresund-Brücke nach Schweden. (Foto: Björn Schäfer)
  • Eine Schnellladestation von Fastned mit 175 kW in Hildesheim. (Foto: Björn Schäfer)
  • Der Tesla-Supercharger in Braak. (Foto: Björn Schäfer)
  • Überquerung der Storstrøms-Brücke in Dänemark zwischen Falster und Masnedø. (Foto: Björn Schäfer)
  • Ein "Ladepark" im schwedischen Löddeköpinge mit Ladestellen von Tesla, Eon und Bee.  Die bisher größte Ansammlung an Ladepunkten an einer Stelle, die ich persönlich gesehen habe. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Ödeshög mit Abendessen und Campingkocher. (Foto: Björn Schäfer)
  • Auf dem Gelände eines Baustoffmarktes bei Hedesunda.(Foto: Björn Schäfer)
  • Dieser Ladepunkt in Birsta nur wenige Kilometer vom Tesla-Supercharger in Sundsval wird gerade von einem "vollgetankten" Hyndai Kona blockiert. (Foto: Björn Schäfer)
  • 11 kW AC Typ 2 Ladepunkte von Bee in Birsta. (Foto: Björn Schäfer)
  • 50kW DC Ladepunkt von Fortum direkt gegenüber dem Tesla-Supercharger in Örnsköldsvik. Hier ist Laden nur bis 80 Prozent des Akkustandes möglich. (Foto: Björn Schäfer)
  • Die Ladesäule der australischen Firma Tritium in Örnsköldsvik ist sehr mitteilungsbedürftig und blinkt andauernd. (Foto: Björn Schäfer)
  • Skisprungschanze in Örnsköldsvik, wo 1976 die allerersten Paralympischen Winterspiele stattfanden.  (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Skelleftea; die Raststätte hat leider so früh am Morgen noch zu. (Foto: Björn Schäfer)
  • Brücke über eine Nebenstrecke der E4 bei Gäddvik. (Foto: Björn Schäfer)
  • So stellt der deutsche Tourist eine typisch schwedische Landschaft vor. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla Supercharger in Töre, nebenan ist eine OKQ8 Tankstelle. (Foto: Björn Schäfer)
  • Etwa 15 km vor Överkalix an der E10, hier bildet der Kalixälven-Fluss einen kleinen See. (Foto: Björn Schäfer)
  • Ladepunkt mit Schukdosteckdose vor dem Stora Coop in Gällivare. Hier muss man die Abfahrtszeit einstellen und kann die Ladezeit in 30-Minuten-Schritten setzen. Leider war laden mir mehr als 5 A nicht möglich. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Puoltikasvaara in Schweden mit 2 Ladepunkten vor einer Bäckerei.  (Foto: Björn Schäfer)
  • Grenzübergang an der A8 zwischen Schweden und Finnland. Auf schwedischer Seite heißt der Ort Karesuando, auf finnischer Seite Kaaresuvanto. (Foto: Björn Schäfer)
  • Ich komme gegen 22 Uhr und mit weniger als 40 km Restreichweite am Tesla-Supercharger im norwegischen Skibotn an - das war knapp! (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick auf den Fluss Ivgojohka hinter meiner Hütte auf dem Brennfjell-Campingplatz in Norwegen. (Foto: Björn Schäfer)
  • Brennfjell Campingplatz kurz vor Skibotn. Die Temperatur fiel nachts unter 0°C. Am Morgen war der Tesla komplett vereist. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla Supercharger in Skibotn am frühen Morgen. Die Bäckerei nebenan ist leider nicht mehr im Betrieb - also gibt es schwedisches Müsli zum Frühstück. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla Supercharger in Sorkjosen, nebenan ist das På Taket Kaffee. Von der Dachterrasse aus gibt es einen tollen Blick auf den kleinen Hafen. (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick auf die kleine Bucht von Talvik in Norwegen. Dieser Ort erinnert mich an eine Mischung aus Neuseeland und Schottland. (Foto: Björn Schäfer)
  • 50kW-DC-Ladesäulen von Fortum im nordnorwegischen Alta. (Foto: Björn Schäfer)
  • Diesmal kommt der Gaskocher nur für den Kaffee und während der Lektüre der Tesla- Story zum Einsatz. (Foto: Björn Schäfer)
  • Etwa 20 km außerhalb von Alta in Norwegen an der E6, der kleine Fluss mündet einige Kilometer weiter in den Leirbotnvannetsee.(Foto: Björn Schäfer)
  • Etwa 35 km außerhalb von Alta in Norwegen an der E6, die Straße geht nur scheinbar "unendlich" geradeaus. (Foto: Björn Schäfer)
  • Repparfjordfluss bei Aisaroaivi in Norwegen. Gegenüber steht mitten im Nirgendwo eine kleine Kirche. (Foto: Björn Schäfer)
  • Etwa 20 km vor Skaidi an der E6: der "gefühlt" erste Wegweiser auf mein Ziel Hammerfest. Kirkenes ist nochmals über 400 km weiter und liegt im Dreiländereck Norwegen, Finnland Russland. (Foto: Björn Schäfer)
  • Drei Typ-2-Ladepunkte hinter dem Skaidi -Hotel. Für Hotelgäste kostenfrei, für "Durchreisende" umgerechnet 10 Euro pro Ladevorgang. (Foto: Björn Schäfer)
  • Der Flughafen Hammerfest (HFT) wird von Skandinavian Airlines und Wideroes Flyveselskap angeflogen und dient im wesentlichen der Versorgung der Öl- und Gasplattformen in der Barentssee. (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick auf Hammerfest von einem Hügel in der Nähe des Flughafens. Die Insel Melköya mit einer großen Gasraffinerie befindet sich leicht rechts außerhalb des Bildes. (Foto: Björn Schäfer)
  • Der AC-Ladepunkt am Flughafen Hammerfest ist kostenlos, der Parkplatz aber kostenpflichtig. (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick Richtung Norden im Hafen von Hammerfest auf einer Art vorgelagertem Deich. (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick auf die Kvalsund-Brücke von der Insel Kvaloya; auf der anderen Seite ist das Festland. (Foto: Björn Schäfer)
  • Der Repparfjord-Fluss auf dem Rückweg nach Hause, etwa 12 km südlich von Skaidi an der E6. (Foto: Björn Schäfer)
  • Auf der E6 kurz hinter Storsandness mit Blick auf den Langfjord. (Foto: Björn Schäfer)
  • Ein AC-Ladepunkt von Fortum in Kaaresuvanto. Nachdem der Ladepunkt im Winter nach der Schneeräumung mehrfach defekt oder unbenutzbar war, wurde er mit einer kleinen Hütte geschützt. (Foto: Björn Schäfer)
  • Etwas abseits der E45 im Wald mit Blick auf den Mertajärvi-See in Lappland, im Hintergrund erkennt man den kleinen Ort Närvä. (Foto: Björn Schäfer)
  • Frühstück mit Kanelbulle (Zimtschnecke) in der Bäckerei neben dem Supercharger in Puoltikasvaara. (Foto: Björn Schäfer)
  • Die E45 führt am Torneträsk-Soppero-Naturreservat vorbei. (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick aus dem Fenster meiner Unterkunft in Söråker. Diesen Ort im Dunkeln und bei Nebel zu finden, war eine echte Herausforderung. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Uppsalla hinter einem Restaurant. Das Model S im Vordergrund gehört zu einem örtlichen Taxiunternehmen. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Lagan neben dem Toftaholm Herrgard Hotel.  Sehr idyllisch etwas abseits der Strecke an der E4 gelegen. (Foto: Björn Schäfer)
  • Alternativer Ladepunkt von Eon neben dem Tesla-Supercharger in Slagelse (Dänemark). (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Slagelse. Leider muss man an diesem Standort - wie an den allermeisten Tesla Superchargern - rückwärts ranfahren; mit Fahrradanhänger bedeutet das, alles abzuladen und nach dem Ladevorgang wieder "aufzusatteln".  (Foto: Björn Schäfer)
  • Die Ladekurve des Model 3 an einer HPC-Ladesäule. (Grafik: Björn Schäfer)
Ein "Ladepark" im schwedischen Löddeköpinge mit Ladestellen von Tesla, Eon und Bee. Die bisher größte Ansammlung an Ladepunkten an einer Stelle, die ich persönlich gesehen habe. (Foto: Björn Schäfer)

An der ersten Säule von Eon funktioniert keine meiner Ladekarten oder Apps. Nach 15 Minuten Herumprobieren und einem Anruf bei der Hotline gebe ich auf und fahre an die Säule von Bee. Leider habe ich den RFID-Tag von Bee noch nicht, aber die Karte von Maingau Energie funktioniert. Super, das kostet ja nur 35 ct/kWh, denke ich. Der Ladevorgang kommt nicht über 37 kW hinaus, aber der nächste Burgerladen hat freies WLAN und es ist sowieso Mittagszeit.

Böse Überraschung beim Roaming

Gut gelaunt mache ich mich auf den Weg zum Essen und erhalte beim Nachtisch die Nachricht, dass der Ladevorgang beendet ist. Jetzt kommt der Schock - gerade habe ich anscheinend mit "Feenstaub" veredelten Strom getankt, da mich die Maingau-Energie-App darüber informiert, dass ich 47,24 kWh für 30,70 Euro getankt habe. Das entspricht 65 ct/kWh.

Ich checke nochmal die Webseite von Maingau Energie und da steht wirklich, dass für Schweden ein Roaming-Aufschlag von 30 ct/kWh und für Dänemark sogar von 60 ct/kWh erhoben wird. Ab sofort ist bei mir dieser Anbieter außerhalb Deutschlands "gesperrt".

Laut Bee-Webseite ist die nächste Verkaufsstelle der RFID-Tags auf meiner Route die Circle-K-Tankstelle in Örkelljunga. Also versuche ich dort mein Glück. Die freundliche Mitarbeiterin in der Tankstelle verkauft mir den Tag für 130 Kronen, also rund 12 Euro. Erläuterungen zur weiteren Vorgehensweise befinden sich (auf Schwedisch) im Umschlag. Die Mitarbeiterin versucht ihr Bestes, mir zu helfen, aber ich muss dann doch bei der Hotline von Bee anrufen.

Der Support-Mitarbeiter spricht sehr gut Englisch und erklärt mir unter anderem: Der RFID-Tag ist standardmäßig Teil eines Prepaid-Tarifes und enthält bereits ein Guthaben von 100 Kronen (bei 4,3 Kronen/kWh). Die Webseite zur Registrierung ist leider komplett auf Schwedisch. Mit Hilfe des Supports gebe ich alle Daten ein und es funktioniert.

Wie ein einziges Waldgebiet

Ich will mein frisch erworbenes Lade-Tag sofort nutzen, starte die Bee-App und suche nach der nächsten Lademöglichkeit. Demnach sind es nur 67 Meter bis zur nächsten Bee-DC-Ladesäule. Ich finde das Ding nach zwei Minuten hinter der Tankstelle und lade Ragnar mit 50 kW auf 90 Prozent in 20 Minuten. Ich muss hier eigentlich nicht laden, will es aber unbedingt ausprobieren.

Ich fahre von Helsingborg bis kurz vor Stockholm größtenteils auf einer Art Bundesstraße, der E4. Außer in der Nähe von Stockholm habe ich während der gesamten Reise durch Schweden nicht das Gefühl, auf einer Autobahn zu sein. Rückblickend kommt es mir so vor, als wäre ich in Südschweden in ein Waldgebiet gefahren und erst nach 1.800 Kilometern an der finnischen Grenze wieder herausgekommen.

Ich mache gegen 19 Uhr eine Pause am Tesla-Supercharger in Ödeshög am Vätternsee. Hier darf ich maximal 45 Minuten stehen. Das reicht, um mein Trek'n-Eat-Menü zu kochen und einigermaßen in Ruhe zu essen. Zum ersten Mal erhalte ich eine Nachricht von Tesla, dass mir eine Strafgebühr berechnet wird, wenn ich nicht in fünf Minuten den Ladepunkt frei mache. Ich verlasse den Ort mit 90 Prozent. Ich komme gegen 21 Uhr in Arboga kurz vor Stockholm an und muss erstmal die Unterkunft suchen. Außerdem hoffe ich, dass über Nacht nicht wieder etliche Prozent Ladestand verlorengehen.

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paraglider 07. Nov 2019

...wollte mich nur für den Artikel bedanken! Toll geschrieben und informativ.

EFuchs 07. Nov 2019

Ich finde den Artiekel interessant. Allerdings sind zwei Sachen nicht wirklich gelungen...

LordSiesta 06. Nov 2019

Geldquelle (gibt ja Karten mit Grundgebühr) und Kundenbindung, das reicht doch als...

Cyrano0815 05. Nov 2019

Die Kameras selbst sind dabei nicht die primären Stromverbraucher, sondern der...

NeoChronos 05. Nov 2019

Wieso nicht? Wenn ich meine PKW abstelle ist der nach 1 Woche noch genauso voll wie...


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Das Librem 5 ist ein Linux-Smartphone, das den Namen wirklich verdient. Das Gerät enttäuscht aber selbst hartgesottene Linuxer.

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