• IT-Karriere:
  • Services:

Tag 1: Wo ist die Ladesäule?

Unglücklicherweise fällt mir erst beim Beladen des Fahrzeuges auf, dass mein bewährter Campingtisch nicht ins Auto passt - muss es eben ohne gehen. Ein kurzer Anruf bei der Reisebank in Kassel bestätigt, dass norwegische und schwedische Kronen vorrätig sind, Bargeld kann ich mir folglich unterwegs besorgen. Vor der Reisebank kann man als E-Auto-Fahrer umsonst parken.

Stellenmarkt
  1. Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg, Potsdam
  2. Landratsamt Starnberg, Starnberg

Gegen 13:30 Uhr komme ich am Fastned Ladepunkt in Hildesheim mit einer Restreichweite von 200 Kilometern an. Diesen Stopp habe ich geplant, da Fastned als einziger mir bekannter Anbieter außer Tesla das Fahrzeug mit dem Ladekonto koppeln kann und man so nach der zweiten Ladung nie wieder eine App, Karte oder irgendwas zur Freischaltung der Säule benötigt. Bis Mitte des Jahres rechnete Fastned noch pauschal 7,95 Euro pro Ladevorgang ab. Aktuell liegt der Preis bei 59 Cent für eine Kilowattstunde (ct/kWh).

Ich versuche, das Auto über die Ladesäulennummer mit der App zu koppeln. Leider habe ich falsch herum geparkt und das Kabel ist zu kurz, also muss ich umparken. Die App geht in ein Time-out und möchte die Kopplung nochmals versuchen. Mit anfangs rund 140 kW lädt die Säule aber trotzdem. Später stellt sich heraus, dass ich heute an dieser Säule kostenlos geladen habe. Die Ladeleistung ist zwar weit entfernt von den 200 kW, mit denen das Model 3 aktuell maximal laden könnte, an den Tesla-V2-Superchargern geht es aber auch nicht schneller.

Das Laden geht zu schnell!

Während das Model 3 lädt, baue ich den Gaskocher zusammen und bereite mir meine erste Trek'n-Meal-Mahlzeit zu. Wasser kochen, aufschütten und Gericht ziehen lassen. Es schmeckt deutlich besser als es aussieht. Das Ein- und Ausräumen des Autos dauert beinahe solange wie das Aufladen. Ich fühle mich beim Essen richtig gehetzt. Das Laden geht viel zu schnell!

  • Die Routenplanung im Tesla-Navi mit Anzeige aller Supercharger entlang der Route. Die tatsächliche Route ging am Ende über Fehmarn/Puttgarden und die Öresund-Brücke nach Schweden. (Foto: Björn Schäfer)
  • Eine Schnellladestation von Fastned mit 175 kW in Hildesheim. (Foto: Björn Schäfer)
  • Der Tesla-Supercharger in Braak. (Foto: Björn Schäfer)
  • Überquerung der Storstrøms-Brücke in Dänemark zwischen Falster und Masnedø. (Foto: Björn Schäfer)
  • Ein "Ladepark" im schwedischen Löddeköpinge mit Ladestellen von Tesla, Eon und Bee.  Die bisher größte Ansammlung an Ladepunkten an einer Stelle, die ich persönlich gesehen habe. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Ödeshög mit Abendessen und Campingkocher. (Foto: Björn Schäfer)
  • Auf dem Gelände eines Baustoffmarktes bei Hedesunda.(Foto: Björn Schäfer)
  • Dieser Ladepunkt in Birsta nur wenige Kilometer vom Tesla-Supercharger in Sundsval wird gerade von einem "vollgetankten" Hyndai Kona blockiert. (Foto: Björn Schäfer)
  • 11 kW AC Typ 2 Ladepunkte von Bee in Birsta. (Foto: Björn Schäfer)
  • 50kW DC Ladepunkt von Fortum direkt gegenüber dem Tesla-Supercharger in Örnsköldsvik. Hier ist Laden nur bis 80 Prozent des Akkustandes möglich. (Foto: Björn Schäfer)
  • Die Ladesäule der australischen Firma Tritium in Örnsköldsvik ist sehr mitteilungsbedürftig und blinkt andauernd. (Foto: Björn Schäfer)
  • Skisprungschanze in Örnsköldsvik, wo 1976 die allerersten Paralympischen Winterspiele stattfanden.  (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Skelleftea; die Raststätte hat leider so früh am Morgen noch zu. (Foto: Björn Schäfer)
  • Brücke über eine Nebenstrecke der E4 bei Gäddvik. (Foto: Björn Schäfer)
  • So stellt der deutsche Tourist eine typisch schwedische Landschaft vor. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla Supercharger in Töre, nebenan ist eine OKQ8 Tankstelle. (Foto: Björn Schäfer)
  • Etwa 15 km vor Överkalix an der E10, hier bildet der Kalixälven-Fluss einen kleinen See. (Foto: Björn Schäfer)
  • Ladepunkt mit Schukdosteckdose vor dem Stora Coop in Gällivare. Hier muss man die Abfahrtszeit einstellen und kann die Ladezeit in 30-Minuten-Schritten setzen. Leider war laden mir mehr als 5 A nicht möglich. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Puoltikasvaara in Schweden mit 2 Ladepunkten vor einer Bäckerei.  (Foto: Björn Schäfer)
  • Grenzübergang an der A8 zwischen Schweden und Finnland. Auf schwedischer Seite heißt der Ort Karesuando, auf finnischer Seite Kaaresuvanto. (Foto: Björn Schäfer)
  • Ich komme gegen 22 Uhr und mit weniger als 40 km Restreichweite am Tesla-Supercharger im norwegischen Skibotn an - das war knapp! (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick auf den Fluss Ivgojohka hinter meiner Hütte auf dem Brennfjell-Campingplatz in Norwegen. (Foto: Björn Schäfer)
  • Brennfjell Campingplatz kurz vor Skibotn. Die Temperatur fiel nachts unter 0°C. Am Morgen war der Tesla komplett vereist. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla Supercharger in Skibotn am frühen Morgen. Die Bäckerei nebenan ist leider nicht mehr im Betrieb - also gibt es schwedisches Müsli zum Frühstück. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla Supercharger in Sorkjosen, nebenan ist das På Taket Kaffee. Von der Dachterrasse aus gibt es einen tollen Blick auf den kleinen Hafen. (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick auf die kleine Bucht von Talvik in Norwegen. Dieser Ort erinnert mich an eine Mischung aus Neuseeland und Schottland. (Foto: Björn Schäfer)
  • 50kW-DC-Ladesäulen von Fortum im nordnorwegischen Alta. (Foto: Björn Schäfer)
  • Diesmal kommt der Gaskocher nur für den Kaffee und während der Lektüre der Tesla- Story zum Einsatz. (Foto: Björn Schäfer)
  • Etwa 20 km außerhalb von Alta in Norwegen an der E6, der kleine Fluss mündet einige Kilometer weiter in den Leirbotnvannetsee.(Foto: Björn Schäfer)
  • Etwa 35 km außerhalb von Alta in Norwegen an der E6, die Straße geht nur scheinbar "unendlich" geradeaus. (Foto: Björn Schäfer)
  • Repparfjordfluss bei Aisaroaivi in Norwegen. Gegenüber steht mitten im Nirgendwo eine kleine Kirche. (Foto: Björn Schäfer)
  • Etwa 20 km vor Skaidi an der E6: der "gefühlt" erste Wegweiser auf mein Ziel Hammerfest. Kirkenes ist nochmals über 400 km weiter und liegt im Dreiländereck Norwegen, Finnland Russland. (Foto: Björn Schäfer)
  • Drei Typ-2-Ladepunkte hinter dem Skaidi -Hotel. Für Hotelgäste kostenfrei, für "Durchreisende" umgerechnet 10 Euro pro Ladevorgang. (Foto: Björn Schäfer)
  • Der Flughafen Hammerfest (HFT) wird von Skandinavian Airlines und Wideroes Flyveselskap angeflogen und dient im wesentlichen der Versorgung der Öl- und Gasplattformen in der Barentssee. (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick auf Hammerfest von einem Hügel in der Nähe des Flughafens. Die Insel Melköya mit einer großen Gasraffinerie befindet sich leicht rechts außerhalb des Bildes. (Foto: Björn Schäfer)
  • Der AC-Ladepunkt am Flughafen Hammerfest ist kostenlos, der Parkplatz aber kostenpflichtig. (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick Richtung Norden im Hafen von Hammerfest auf einer Art vorgelagertem Deich. (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick auf die Kvalsund-Brücke von der Insel Kvaloya; auf der anderen Seite ist das Festland. (Foto: Björn Schäfer)
  • Der Repparfjord-Fluss auf dem Rückweg nach Hause, etwa 12 km südlich von Skaidi an der E6. (Foto: Björn Schäfer)
  • Auf der E6 kurz hinter Storsandness mit Blick auf den Langfjord. (Foto: Björn Schäfer)
  • Ein AC-Ladepunkt von Fortum in Kaaresuvanto. Nachdem der Ladepunkt im Winter nach der Schneeräumung mehrfach defekt oder unbenutzbar war, wurde er mit einer kleinen Hütte geschützt. (Foto: Björn Schäfer)
  • Etwas abseits der E45 im Wald mit Blick auf den Mertajärvi-See in Lappland, im Hintergrund erkennt man den kleinen Ort Närvä. (Foto: Björn Schäfer)
  • Frühstück mit Kanelbulle (Zimtschnecke) in der Bäckerei neben dem Supercharger in Puoltikasvaara. (Foto: Björn Schäfer)
  • Die E45 führt am Torneträsk-Soppero-Naturreservat vorbei. (Foto: Björn Schäfer)
  • Blick aus dem Fenster meiner Unterkunft in Söråker. Diesen Ort im Dunkeln und bei Nebel zu finden, war eine echte Herausforderung. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Uppsalla hinter einem Restaurant. Das Model S im Vordergrund gehört zu einem örtlichen Taxiunternehmen. (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Lagan neben dem Toftaholm Herrgard Hotel.  Sehr idyllisch etwas abseits der Strecke an der E4 gelegen. (Foto: Björn Schäfer)
  • Alternativer Ladepunkt von Eon neben dem Tesla-Supercharger in Slagelse (Dänemark). (Foto: Björn Schäfer)
  • Tesla-Supercharger in Slagelse. Leider muss man an diesem Standort - wie an den allermeisten Tesla Superchargern - rückwärts ranfahren; mit Fahrradanhänger bedeutet das, alles abzuladen und nach dem Ladevorgang wieder "aufzusatteln".  (Foto: Björn Schäfer)
  • Die Ladekurve des Model 3 an einer HPC-Ladesäule. (Grafik: Björn Schäfer)
Eine Schnellladestation von Fastned mit 175 kW in Hildesheim. (Foto: Björn Schäfer)

Gegen 16 Uhr komme ich am Tesla-Supercharger in Braak mit etwa 40 Prozent Restkapazität an und fahre nach circa 20 Minuten mit 75 Prozent Ladestand weiter. Hier hätte ich eigentlich nicht halten müssen. Das Tesla-Navi hat mich aber darauf hingewiesen, dass ich mit etwa zwölf Prozent Restladung auf Fehmarn ankommen würde. Ich lade also trotzdem, denn zwölf Prozent sind mir (noch) zu stressig.

Nach einem ganzen Tag im Auto entscheide ich mich, den Ladepunkt auf Fehmarn zu Fuß zu suchen. Das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Die Ladesäule ist klein und etwas versteckt auf einem Parkplatz. Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich sie endlich gefunden. Mein Tesla lädt mit 11 kW am AC-Ladepunkt. Dafür kann ich die ADAC-Ladekarte benutzen, das macht 12,52 Euro für 43,2 kWh bei einem Preis von 29 ct/kWh.

Persönliches Ladelimit bei 90 Prozent

Gegen 19 Uhr starte ich den Ausklang des Tages im Restaurant meines Hotels mit einer Pizza und einem Weißbier. Das Ladelimit habe ich auf 90 Prozent eingestellt. Ich versuche auf der Reise, nicht mehr als 90 Prozent zu laden und mit nicht weniger als 15 Prozent an einer Ladesäule anzukommen. Beides erhöht die Chance, dass der Akku lange hält. Leider begrenzt das auch die effektive Länge einer Etappe bis zum nächsten Ladepunkt in Skandinavien auf etwa 300 Kilometer (inklusive eines kleinen Puffers).

Der Ladevorgang soll gegen 22 Uhr abgeschlossen sein. Ich stelle mir den Wecker, um das Auto später kurz umzuparken und die Säule freizumachen. Denn wer weiß, wer die Ladesäule heute Nacht noch benötigt.

Morgen geht es nach Dänemark und Schweden, mit dem Etappenziel Arboga nach 773 Kilometern. Ob es mit dem Laden und Fahren dort auch so gut klappt? Vor den vielen Blitzern in Schweden hat mich schon die Reisebank in Kassel gewarnt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Tesla im Langstrecken-Test: Einmal Nordkap und zurückTag 2: Der Tesla wird seekrank 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9. 8
  10. 9
  11.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

paraglider 07. Nov 2019

...wollte mich nur für den Artikel bedanken! Toll geschrieben und informativ.

EFuchs 07. Nov 2019

Ich finde den Artiekel interessant. Allerdings sind zwei Sachen nicht wirklich gelungen...

LordSiesta 06. Nov 2019

Geldquelle (gibt ja Karten mit Grundgebühr) und Kundenbindung, das reicht doch als...

Cyrano0815 05. Nov 2019

Die Kameras selbst sind dabei nicht die primären Stromverbraucher, sondern der...

NeoChronos 05. Nov 2019

Wieso nicht? Wenn ich meine PKW abstelle ist der nach 1 Woche noch genauso voll wie...


Folgen Sie uns
       


Prozessor: Wie arm ARM mit Nvidia dran ist
Prozessor
Wie arm ARM mit Nvidia dran ist

Von positiv bis hin zum Desaster reichen die Stimmen zum Deal: Was der Kauf von ARM durch Nvidia bedeuten könnte.
Eine Analyse von Marc Sauter

  1. Prozessoren Nvidia kauft ARM für 40 Milliarden US-Dollar
  2. Chipdesigner Nvidia bietet mehr als 40 Milliarden Dollar für ARM
  3. Softbank-Tochter Nvidia hat Interesse an ARM

MX 10.0 im Test: Cherrys kompakte, flache, tolle RGB-Tastatur
MX 10.0 im Test
Cherrys kompakte, flache, tolle RGB-Tastatur

Die Cherry MX 10.0 kommt mit besonders flachen MX-Schaltern, ist hervorragend verarbeitet und umfangreich programmierbar. Warum Nutzer in Deutschland noch auf sie warten müssen, ist nach unserem Test unverständlich.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Argand Partners Cherry wird verkauft

IT-Freelancer: Der kürzeste Pfad zum nächsten Projekt
IT-Freelancer
Der kürzeste Pfad zum nächsten Projekt

Die Nachfrage nach IT-Freelancern ist groß - die Konkurrenz aber auch. Der nächste Auftrag kommt meist aus dem eigenen Netzwerk oder von Vermittlern. Doch wie findet man den passenden Mix?
Ein Bericht von Manuel Heckel

  1. Selbstständiger Sysadmin "Jetzt fehlen nur noch die Aufträge"

    •  /