Tesla Gigafactory: Erneuter Streit ums Wasser in Grünheide
Der US-Elektroautohersteller Tesla soll seine Pläne für die Erweiterung der Batteriefabrik in Grünheide bei Berlin nach dem Willen des Landes Brandenburg ändern. Die geplante Produktion von Batteriezellen in einem neuen Gebäude liege zum Teil in einer Wasserschutzzone, teilte das Landesumweltamt in einer Stellungnahme zu Teslas Antrag auf Erweiterung der Autofabrik mit.
Das Landesamt für Umwelt (LfU) spreche von unüberwindlichen Hindernissen für eine Teilgenehmigung, berichtete der Tagesspiegel(öffnet im neuen Fenster) am Dienstag.
In Grünheide existiert bereits eine Batteriefabrik, diese soll erweitert werden. Umwelt- und Naturschützer sehen seit dem Beginn des Baus Gefahren , weil ein Teil der Fabrik im Wasserschutzgebiet liegt.
Der Wasserverband Strausberg-Erkner, der Tesla beliefert, hofft auf den Schutz des Wassers: "Der Verband vertraut auf die fach- und sachgerechte Entscheidung des LfU als Genehmigungsbehörde im Sinne der Sicherung der Trinkwasserversorgung für die 170 000 Menschen im Verbandsgebiet" , sagte Sprecherin Sandra Ponesky der Deutschen Presse-Agentur.
Ausbau des Werks in der Kritik
Tesla will sein am 22. März 2022 eröffnetes Werk in Grünheide in Brandenburg ausbauen. Das Ziel ist nach Angaben des Unternehmens eine Verdoppelung der Produktionskapazität von 500.000 auf eine Million Autos im Jahr.
Im März 2023 verkündete das Unternehmen, die Produktion auf 5.000 Fahrzeuge in der Woche hochgefahren zu haben . Derzeit arbeiten in Grünheide rund 11.000 Mitarbeiter und stellen hochgerechnet etwa 250.000 Fahrzeuge im Jahr her.
Der US-Autobauer will auch 81.200 Rammpfähle(öffnet im neuen Fenster) eines neuen Produktionsgebäudes im Norden des Geländes in den Boden einbringen, die bis ins Grundwasser reichen. Die Nutzung von Pfählen hatte schon bei der bestehenden Fabrik zu Kritik geführt, für den Ausbau sind deutlich mehr Pfähle geplant.
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