Tesla Gigafactory: Brandenburg sieht mit Auflagen keine Gefahr für Grundwasser

Aus den Genehmigungunterlagen für Teslas Gigafactory in Grünheide geht hervor, dass es Regelungen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen gibt.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Der Streit um das Grundwasser im Bereich der Tesla-Fabrik in Grünheide geht weiter.
Der Streit um das Grundwasser im Bereich der Tesla-Fabrik in Grünheide geht weiter. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Das Land Brandenburg sieht wegen der Auflagen für die neue Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide keine Gefahr für das Grundwasser. Das geht aus dem Genehmigungsbescheid des Landesumweltamtes Brandenburg für die Tesla-Fabrik hervor, der mittlerweile öffentlich einsehbar ist.

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Während der Betriebsphase würden wassergefährdende Stoffe in Lagerhallen, Behältern und Transportgefäßen vorgehalten, die der entsprechenden Verordnung zum Umgang damit entsprächen. "Das Eindringen von wassergefährdenden Stoffen in den Grundwasserleiter wird somit verhindert", heißt es in dem Gutachten.

Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen hätten unter Einhaltung der Maßnahmen keine Auswirkungen über das Betriebsgelände hinaus, auch nicht für Boden sowie Grundwasser. So gibt es je nach Gefahrenstufe wiederkehrende Kontrolltermine.

Vorfall in der Tesla-Fabrik in Grünheide

Nach Angaben des Landesumweltamtes und der unteren Wasserbehörde Oder-Spree waren im April 2022 in der Tesla-Lackiererei 15.000 Liter einer Farbmischung ausgetreten, die von einem Entsorger abgepumpt wurden. Bei der Verladung liefen einen Tag später zwei bis drei Liter auf die Zufahrt, die gebunden worden seien.

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Die Flüssigkeit gilt als schwach wassergefährdend. Dem Landkreis zufolge gelangte sie nicht in Kanalisation und Grundwasser. Das Landesumweltamt stuft den Vorfall als Betriebsstörung ein. Der Wasserverband Strausberg-Erkner, der für die Wasserbelieferung der Tesla-Fabrik zuständig ist, hält den Austritt für einen Störfall. Der Verband wurde nicht über den Vorfall informiert.

Maßnahmen der Politik gefordert

Die Linke und die Freien Wähler im Landtag fordern eine offenere Informationspolitik der Umweltbehörden bei ähnlichen Vorfällen. Die Öffentlichkeit wurde erst mehr als eine Woche später durch einen Pressebericht über den Vorfall informiert. "Es kann nicht sein, dass die Landesregierung hier mauert", sagte der Freie-Wähler-Abgeordnete Philip Zeschmann.

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"Es wäre doch sinnvoll und angemessen, gerade weil es so sensibel ist mit dem Wasserschutzgebiet, dass auch hier von Anfang an transparent und offen und ehrlich informiert [wird]", sagte Zeschmann. Er forderte regelmäßige Kontrollen der Auflagen aus der Genehmigung für die Tesla-Fabrik in Grünheide. Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Thomas Domres, dringt auf mehr Transparenz.

Der Genehmigungsbescheid liegt in Grünheide, Spreenhagen, Erkner, Beeskow (Kreis Oder-Spree) und Frankfurt (Oder) 14 Tage lang aus. Am 10. Mai 2022 beginnt eine einmonatige Frist für Widersprüche. Online sollen die Dokumente bis zum Ende der Frist zu sehen sein. Das erste Elektroauto-Werk von Tesla in Europa wurde am 22. März 2022 im Beisein von Firmenchef Elon Musk eröffnet.

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