Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Tesla: Gigafactory Berlin soll eine Million Autos pro Jahr bauen

Tesla will noch 2022 die Pläne zur Erweiterung der Gigafactory Berlin einreichen. Damit soll die Produktionskapazität gesteigert werden.
/ Andreas Donath
14 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Gigafactory Berlin im November 2022 (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Gigafactory Berlin im November 2022 Bild: Friedhelm Greis/Golem.de

Die Gigafactory Berlin in Brandenburg soll erweitert werden. Die notwendigen Unterlagen für die Erweiterung will Tesla noch 2022 vorlegen. Das Unternehmen wolle mit der Erweiterung die Möglichkeit schaffen, eine Million Fahrzeuge pro Jahr zu bauen, heißt es in einem Dokument des Landkreises Oder-Spree ( PDF, 30 MByte(öffnet im neuen Fenster) ), den der private Twitter-Account Giga Berlin/Gigafactory 4 veröffentlichte.

Die aktuelle jährliche Produktionskapazität der Gigafactory Berlin werde mit mehr als 500.000 Einheiten angegeben, heißt es in dem Dokument. Diese sei bei weitem nicht ausgeschöpft. So verließen im Herbst 2022 jede Woche rund 2.000 Tesla Model Y die Fabrik in Grünheide. Das wären bei gleichbleibendem Ausstoß jährlich 104.000 Fahrzeuge. Würden wöchentlich 5.000 Autos gebaut, entspräche das einem jährlichen Output von 260.000 Fahrzeugen.

Laut einem Bericht der Märkischen Oderzeitung(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) werden dafür 70 Hektar Kiefernwald gerodet .

Für den Ausbau selbst sind ein weiteres umweltrechtliches Verfahren und eine erneute Bürgerbeteiligung mit einer Auslegung der Pläne erforderlich.

Vorher können Bauarbeiten auf dem Gelände nur mit vorläufigen Genehmigungen auf eigenes Risiko erfolgen. Ob Tesla dieses Mal den gleichen Weg gehen will, und wie eilig es dem Unternehmen mit dem Ausbau ist, bleibt vorerst unbekannt.

Die Bürgerinitiative Grünheide und der Verein für Natur und Landschaft in Brandenburg e.V. sprechen sich gegen den weiteren Ausbau der Gigafactory aus. Tesla beherrscht aus Sicht des Vereins die Produktion nicht. Es würden immer wieder Störungen im Betriebsablauf auftreten, die eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellten, schreibt der Verein auf seiner Website(öffnet im neuen Fenster) .


Relevante Themen