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Tesla: Gigafactory Berlin kurz vor dem Start

Teslas Gigafactory vor den Toren Berlins könnte Anfang März 2022 die finale Genehmigung erhalten. Elon Musk wird zur Eröffnung erwartet.
/ Andreas Donath
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Die Tesla-Fabrik Grünheide im Januar 2022 (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Die Tesla-Fabrik Grünheide im Januar 2022 Bild: Friedhelm Greis/Golem.de

Nach einem Bericht des Tagesspiegels(öffnet im neuen Fenster) steht die Genehmigung für den Betrieb der Tesla Gigafactory in Grünheide nahe Berlin unmittelbar bevor. Die Genehmigung könnte am Donnerstag oder Freitag erteilt werden, berichtet der Tagesspiegel unter Berufung auf interne Quellen.

Damit sei es möglich, dass die ersten Fahrzeuge bereits im März gebaut und ausgeliefert werden, spekuliert die Zeitung. Noch nicht bereit ist die Akkufabrik auf dem Gelände, sondern nur das danebenliegende Automobilwerk. Dort läuft derzeit eine Testproduktion von bis zu 2.000 Fahrzeugen, die zwar nicht verkauft, aber erprobt werden dürfen. Mehrere Hundert Autos befinden sich bereits auf Abstellflächen vor den Gebäuden, wie Drohnenaufnahmen zeigen.

Wie der Tagesspiegel weiter berichtet, soll es nach der Genehmigung eine große Eröffnungsfeier geben, die offenbar für den 22. oder 23. März 2022 vorgesehen ist. Auf dieses Datum bereite sich auch die Brandenburgische Polizei vor, um die Veranstaltung abzusichern. Elon Musk werde zu dieser Veranstaltung einfliegen, heißt es in dem Bericht. Lokale und bundespolitische Regierungsvertreter werden ebenfalls erwartet. Im Rahmen der Eröffnungsfeier sollen auch die ersten Fahrzeuge aus der Fabrik den Bestellern übergeben werden, heißt es weiter.

Der Fabrikeröffnung ging ein komplexes Genehmigungsverfahren voraus, zumal Tesla mitten im ersten Verfahren seine Pläne änderte und den Bau einer Akkufabrik auf dem Gelände plante, was zur erneuten öffentlichen Auslegung führte.

Die Tesla-Baustelle von oben 2020-2022
Die Tesla-Baustelle von oben 2020-2022 (07:06)

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Der Bau der Fabrik wird von Protesten von Umweltinitiativen begleitet, die sich zunächst um den Wald sorgten, der abgeholzt werden musste. Auch das Grundwasser sehen Umweltschützer in Gefahr.

Tesla hatte sich schon vor fast einem Jahr über die langwierigen Genehmigungsverfahren beschwert. "Der deutsche Genehmigungsrahmen für Industrie- und Infrastrukturprojekte sowie für die Raumplanung steht in direktem Gegensatz zu der für die Bekämpfung des Klimawandels notwendigen Dringlichkeit der Planung und Realisierung solcher Projekte" , kritisierte der US-Elektroautohersteller damals. Das "eklatanteste Problem" sei, dass in aktuellen Verfahren und Gesetzen Projekte, die den Klimawandel bekämpften und solche, die ihn beschleunigten, gleich behandelt würden.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hatte sich bereits im Juli 2021 dafür ausgesprochen, das Planungsrecht in Deutschland zu reformieren - allerdings erst nach Abschluss des Tesla-Verfahrens.


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