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Full Self Driving: Uber-Autonomie-Experte verunfallte selbst im Tesla-FSD

Wer jahrelang selbstfahrende Autos gebaut hat, müsste eigentlich wissen, wann er eingreifen muss. Raffi Krikorian dachte das auch – irrtümlich, wie er heute erzählt.
/ Michael Linden
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Überwachtes autonomes Fahren bei Tesla (Bild: Friedhelm Greis/Golem)
Überwachtes autonomes Fahren bei Tesla Bild: Friedhelm Greis/Golem
Inhalt
  1. Full Self Driving: Uber-Autonomie-Experte verunfallte selbst im Tesla-FSD
  2. Fahrer haften

Raffi Krikorian(öffnet im neuen Fenster) ist kein gewöhnlicher Nutzer von Teslas Full Self Driving (FSD). Als früherer Leiter des Uber-Autonomieprogramms war er mitverantwortlich für die Anweisungen, nach denen Sicherheitsfahrer extern eingreifen müssen, wenn ein Fahrzeug versagt.

Unter seiner Führung fuhr Ubers Pilotflotte zwei Jahre lang ohne eine einzige Verletzung. Dann saß er selbst in einem Tesla Model X, seine Kinder auf der Rückbank, auf einer Strecke, die er nach eigenen Angaben Hunderte Male gefahren ist.

Das FSD funktionierte seinen Angaben zufolge normal, bis das Lenkrad in einer Kurve ruckartig ausschlug, das Auto ohne Warnung abbremste und gegen eine Mauer fuhr. Krikorian zog sich eine Gehirnerschütterung zu. In einem Artikel für The Atlantic(öffnet im neuen Fenster) beschrieb er den Unfall im Detail.

Reibungsloser Betrieb als Falle

Seine Kritik ist keine technische, sondern eine pychologische: Ein System, das ständig versagt, hält seinen Fahrer wach. Eines, das nahezu perfekt funktioniert, schläfert ihn ein. Psychologen nennen das nachlassende Wachsamkeit(öffnet im neuen Fenster) : Wer eine fehlerfreie Automatisierung überwacht, verliert zwangsläufig die Aufmerksamkeit.

Studien zeigen, dass Fahrer nach der Übernahme des Steuers fünf bis acht Sekunden brauchen, um mental wieder voll handlungsfähig zu sein. Die meisten Notfallsituationen erlauben das nicht.


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