Tesla macht auch den Behörden Druck

Jeder Monat, in dem dort keine Autos produziert werden können, bedeutet für Tesla verlorenen Umsatz. Der firmeninterne Druck dürfte also ziemlich groß sein, die Bauziele zu erreichen. Sein Argument, dass die Schnelligkeit auch erforderlich sei, um klimafreundlichere Antriebstechnik durchzusetzen, mag zwar ebenfalls zutreffen. Doch vor allem dürfte es Tesla darum gehen, seinen aktuellen Technologievorsprung möglichst gut auszunutzen.

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Dass Tesla seinen ambitionierten Zeitplan nicht mehr einhalten kann, ist jedoch nicht ungewöhnlich. Gravierende Verzögerungen bei Musks Projekten sind geradezu ein Markenzeichen von SpaceX und Tesla geworden. Musk setze "wahrscheinlich aggressivere Termine für sehr schwierige Projekte als jeder andere vor ihm", schreibt Vance.

SpaceX-Ingenieur Brogan sagte: "Er kann hemmungslos lügen, wenn etwas erledigt werden muss. Er wählt den aggressivsten Terminplan, den man sich nur vorstellen kann, falls alles gut läuft, und dann verkürzt er ihn noch, weil er davon ausgeht, dass jeder noch härter arbeiten kann." Musk selbst räumt in dem Buch ein: "Ich versuche bestimmt nicht, unmögliche Ziele zu setzen. Ich finde unmögliche Ziele demotivierend. (...) Aber ich war mit Sicherheit immer optimistisch bei der Zeitplanung."

Musk zeigt wenig Verständnis

Teslas Baustelle in Grünheide droht zwar keine Gefahr durch historischen Indianerboden. Doch den Deutschen ist der Wald ebenfalls heilig, selbst wenn es sich nur um einen schnöden Kiefernforst direkt an der Autobahn handelt. Gravierender ist hingegen die Wasserproblematik in der Region, die sich in den kommenden Jahren noch verschärfen könnte. Wer wie Musk schon eine Gigafactory in der Wüste von Nevada aufgebaut hat, kann die Sorgen der Anwohner jedoch sicherlich kaum nachvollziehen.

Insane Mode - Die Tesla-Story: Wie Elon Musk die Automobilbranche auf den Kopf gestellt hat und stellen wird

Musks Antwort auf die Frage, ob er die Wasserproblematik verstehe, war zwar bestimmt nicht so arrogant gemeint, wie sie in den Ohren der Anwohner klingen musste. "Wir sind nicht in einer sehr trockenen Gegend. Diese Bäume würden hier nicht wachsen, wenn es kein Wasser gäbe. Wir sind nicht in einer Wüste", sagte er im vergangenen September in Grünheide. Für die Anwohner, die in den vergangenen Jahren mit der wohl schlimmsten europäischen Trockenperiode der zurückliegenden gut 2.000 Jahre konfrontiert waren, ist das aber nur ein schwacher Trost.

Aber: Kann man von einem Menschen wie Musk erwarten, dass er tatsächlich die Sorgen der Fabrikgegner verstehen kann?

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jonasz 27. Mai 2021 / Themenstart

Ausbeuter würde ich bei Tesla nicht unbedingt, es kann schon sein, dass es sehr viele...

Cavaron 27. Mai 2021 / Themenstart

Das ist zunächst mal korrekt. Ich würde hier zwei Punkte anbringen - zunächst ist es das...

mnementh 27. Mai 2021 / Themenstart

Ich glaube da ist auch etwas Legendenbildung am Werk, mit dem sich viele reinwaschen...

mnementh 27. Mai 2021 / Themenstart

Interessante Statistik, danke dafür. Eine Frage um das einzuordnen: hat sich die...

Bonarewitz 26. Mai 2021 / Themenstart

Wie kommst du darauf? Tesla nicht. Aber das war wohl nicht die Frage... Und eine...

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