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Tesla: Elon Musk ist wieder in der Produktionshölle

Tesla -Chef Elon Musk hat in einem Interview zugegeben, dass der Hochlauf der Produktion der Elektroautos 2020 zu Qualitätsmängeln führte.
/ Werner Pluta
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Tesla-Chef Elon Musk: berechtigte Kritik (Bild: Philip Pacheco/AFP via Getty Images)
Tesla-Chef Elon Musk: berechtigte Kritik Bild: Philip Pacheco/AFP via Getty Images

Entweder früh kaufen oder abwarten: Elon Musk hat in einem Interview zugegeben, dass Tesla Probleme bei der Fertigung hat. Diese führten zu Qualitätsproblemen bei den Autos.

"Wir haben eine Weile gebraucht, um den Produktionsprozess hinzubekommen" , sagte Musk im Interview mit Sandy Munro(öffnet im neuen Fenster) . Munro ist Inhaber des auf Produktionsprozesse spezialisierten Beratungsunternehmens Munro & Associates(öffnet im neuen Fenster) und betreibt zudem den Youtube-Kanal Munro Live(öffnet im neuen Fenster) , in dem er sich viel mit Tesla beschäftigt.

Die Qualität der Lackierung schwankt

Kürzlich hatte Munro die Mängel in der Lackierung an einem Model 3 kritisiert. Bei einem anderen Model 3, das einen Monat später gebaut wurde, sei der Lack "spektakulär" gewesen. Wie so etwas passieren könne, fragt Munro.

Musk gab die Probleme zu. Die Kritik sei berechtigt. Der Tesla-Chef machte den Hochlauf in der Produktion verantwortlich. "Eines der Dinge, die passiert sind, als wir die Produktion hochgefahren haben, war, dass der Lack nicht unbedingt genug getrocknet ist" , sagte er. So etwas zeige sich immer erst dann, wenn Abläufe beschleunigt würden. "Wenn wir so etwas im Voraus wüssten, würden wir es im Voraus beheben."

Die Tesla-Baustelle von oben 2020-2021
Die Tesla-Baustelle von oben 2020-2021 (07:06)

Während eines Produktionshochlaufs sei es "superschwierig" , jedes Detail zu beachten und alles richtig zu machen, sagte Musk und resümierte: "Fertigung ist die Hölle." Einen Rat für Käufer hat er auch: "Freunde fragen mich: 'Wann sollte ich einen Tesla kaufen?' Und ich so: 'Nun, entweder kauft ihr ihn gleich am Anfang oder wenn die Produktion einen stabilen Zustand erreicht hat'."

Teslas großes Ziel im Jahr 2020 war, 500.000 Autos zu bauen - was das Unternehmen nur knapp verfehlte . Das waren trotz des Covid-19-Pandemie-bedingten Produktionsstopps im Frühjahr etwa 140.000 Autos mehr als im Jahr davor.

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Tesla-Autos verlieren Teile

Das ging zulasten der Qualität : Neben Problemen mit dem Lack berichteten Käufer des Model Y über verzogene Karosserien, nicht schließende Heckklappen, kaputte Polster oder nicht richtig montierte Rückbänke oder Sicherheitsgurte. Ein Model Y verlor das Dach , bei mehreren Model 3 fiel bei Regen die Heckschürze ab .

Es war nicht das erste Mal, dass ein Produktionshochlauf Tesla Probleme bereitete: Der Start der Serienfertigung des Model 3 im Jahr 2017 war sehr schleppend . Seinerzeit schlug Musk sein Lager in der Fabrik auf, um die Produktion persönlich zu überwachen.


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