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Tesla: Der wertvollste Autohersteller der USA

Tesla wird an der Börse erstmals höher bewertet als US-Marktführer. Der Elektroauto-Pionier könnte als Nächstes die deutschen Hersteller BMW und Daimler überholen.

Artikel von Thomas Jahn/Handelsblatt veröffentlicht am
Tesla-Chef Elon Musk stellt im Oktober 2016 das Model X vor.
Tesla-Chef Elon Musk stellt im Oktober 2016 das Model X vor. (Bild: Stephen Lam/Reuters)

Von null auf 100 Stundenkilometer in 2,7 Sekunden: Das Model S fährt in seiner stärksten Batterieversion fast jedem Sportwagen davon. Nur der LaFerrari und der Porsche 918 Spyder können mit dem Tesla-Fahrzeug mithalten, werden aber nicht wie das Model S in Serie gebaut. Auch die Aktie spurtet derzeit in einem Wahnsinnstempo davon. Die Tesla-Papiere erreichten erstmals seit ihrem Börsengang im Jahr 2010 am Dienstag mehr als 300 US-Dollar und beendeten an der Nasdaq den Tag mit plus 1,74 Prozent auf 303,70 Dollar.

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Das 2003 gegründete Unternehmen wird nach einer Reihe von positiven Nachrichten mit 53 Milliarden Dollar bewertet. Damit ist Tesla der wertvollste Autohersteller in den USA, Marktführer General Motors kommt nur noch auf knapp 50 Milliarden Dollar. Zwar baute GM das elektrische Fahrzeug Bolt, trotz hervorragender Reichweite und guter Resonanz konnte der Konzern aber nur 3.000 Stück absetzen.

Langsam taucht Tesla auch im Rückspiegel der deutschen Anbieter auf. BMW verfügt über eine Marktkapitalisierung von rund 57 Milliarden Dollar, Daimler bringt es auf 76 Milliarden Dollar.

"Tesla ist gemessen an der Vergangenheit absurd überbewertet"

Gemessen am Absatzvolumen ist die Bewertung für Tesla nicht nachvollziehbar. Während der Hersteller 2016 etwas mehr als 76.000 Autos verkaufte, setzte beispielsweise GM ganze zehn Millionen Fahrzeuge ab. Der Detroiter Konzern verdiente dabei 1,6 Milliarden Dollar, während Tesla fast 700 Millionen Dollar verlor. "Tesla ist gemessen an der Vergangenheit absurd überbewertet", kommentierte Tesla-Chef Elon Musk. "Aber der Aktienkurs repräsentiert den risikobereinigten zukünftigen Cashflow."

In der Tat hegen Tesla und seine Investoren große Pläne. Im Sommer läuft die Produktion des neuen Model 3 an, die der Firma zum Durchbruch eines Massenherstellers verhelfen soll. Mit einem Verkaufspreis von 35.000 Dollar für das Basismodell ist es im Vergleich zur Luxuslimousine Model S oder dem Geländewagen Model X deutlich preiswerter. Die Produktion soll 2018 bei einer halben Million liegen, rund zehnmal so viel wie noch 2015.

Große Nachfrage

An der Nachfrage scheitert es nicht. Tesla liegen rund 400.000 Vorreservierungen für das Model 3 vor. Allerdings zweifelten Experten lange Zeit daran, ob Tesla so rasch seine Fabrik im kalifornischen Fremont ausbauen kann. Die Vorgaben lägen "zwischen dreist und lächerlich", sagte beispielsweise vor knapp einem Jahr Mike Jackson, Chef des größten US-Autohändlers Autonation.

Doch am vergangenen Sonntag konnte Tesla solche Bedenken teilweise aus dem Weg räumen, als das Unternehmen einen Anstieg der ausgelieferten Fahrzeuge um 69 Prozent auf mehr als 25.000 Stück im vergangenen Quartal bekanntgab. "Das sind gute Nachrichten", sagte Ben Kallo, Analyst von Robert W. Baird, für den das Ergebnis das "bestmögliche" war, das er sich hätte denken können.

Auch sorgt der Einstieg des chinesischen Hightech-Unternehmens Tencent für steigende Kurse. Die wertvollste IT-Firma in China ist bekannt durch den Nachrichtendienst Wechat, nun kaufte sie fünf Prozent von Tesla im Wert von 1,8 Milliarden Dollar. Tencent könnte für den Elektroauto-Pionier eine wichtige Hilfe im Ausbau des chinesischen Marktes sein.



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Subotai 09. Apr 2017

Nicht alle Blasen platzen. Mein Uropa ist 97 Jahre alt geworden, ohne dass seine Blase...

zilti 06. Apr 2017

Kann ich als Schweizer (leider) bestätigen. Wir sind vor einem halben Jahr in eine frisch...

Eheran 06. Apr 2017

Platin ist allerdings grundlegend wichtig in unserer Welt. Da es gleichzeitig selten ist...

PhilippFrank 06. Apr 2017

Gegeben :D

HansiHinterseher 05. Apr 2017

Das ist ja nur eine Wette auf die Zukunft! Das wurde ja auch in dem Artikel zitiert. D.h...


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