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Tesla: Cybercab, Semi und Megapack verschieben sich

Tesla schiebt die Serienproduktion seiner wichtigsten Zukunftsprojekte weiter nach hinten. Gleichzeitig wachsen die Ausgaben und der Gewinn schrumpft.
/ Michael Linden
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Tesla Semi (Bild: Tesla)
Tesla Semi Bild: Tesla

Cybercab, Semi und Megapack 3 von Tesla sollten eigentlich schon in diesem Jahr in Serie gehen. Daraus wird erstmal nichts.

In seinem Aktionärsbrief zum zweiten Quartal(öffnet im neuen Fenster) räumt Tesla ein, dass die drei Produkte 2026 keine volle Serienreife erreichen werden. Damit rückt der Konzern von Zielen ab, die er noch im Januar bekräftigt hatte.

Auch beim humanoiden Roboter Optimus klingt der Ton vorsichtiger. Formulierungen aus früheren Mitteilungen, wonach sich das Projekt der Serienproduktion nähere, tauchen im aktuellen Schreiben nicht mehr auf. Zur Verzögerung beim Megapack äußerte sich Tesla kaum. CEO Elon Musk verwies im Gespräch mit Investoren stattdessen auf die Komplexität der Optimus-Fertigung.

Musk zufolge ist Optimus das bislang schwierigste Produkt, das Tesla je in Serie bringen wollte. Nahezu jede Komponente des Roboters musste demnach völlig neu entwickelt werden.

Tesla arbeitet nach eigenen Angaben daran, die Produktion der 4680-Batteriezelle auszubauen. Das gilt als Voraussetzung, um Cybercab und Semi in nennenswerter Stückzahl zu bauen. Erste Cybercab-Einheiten laufen bereits im Werk in Austin, Texas vom Band. Die Fertigungskapazitäten für Semi und Optimus befinden sich dagegen noch im Aufbau.

Hohe Ausgaben belasten das Ergebnis

Die Verzögerungen fallen in eine Phase, in der Tesla die Ausgaben für seine nächste Produktgeneration erhöht und gleichzeitig den Wandel vom reinen Elektroautohersteller zum Anbieter für künstliche Intelligenz und Robotik vorantreibt. Der Nettogewinn sank im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 1,1 Milliarden US-Dollar. Die Investitionsausgaben haben sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt.

Der freie Cashflow rutschte ins Minus, auf umgerechnet etwa minus 1 Milliarde US-Dollar. Im Quartal zuvor hatte Tesla noch 1,44 Milliarden US-Dollar freien Cashflow erwirtschaftet. Finanzchef Vaibhav Taneja hatte bereits zuvor angedeutet, dass der negative Cashflow bis zum Jahresende anhalten dürfte.

Beim Umsatz zeigt sich ein anderes Bild. Tesla meldete für das Quartal 28,2 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Plus von 26 Prozent gegenüber 22,5 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal und mehr als die 22,38 Milliarden US-Dollar aus dem vorangegangenen Quartal.

Der Umsatz mit Fahrzeugen stieg auf 20,5 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 16,6 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor. Tesla lieferte im Quartal mehr als 480.000 Fahrzeuge aus, das beste Ergebnis seit dem dritten Quartal des vergangenen Jahres. Rekordverkäufe in Märkten wie Südkorea, Australien und Japan trugen dazu bei.

Der Umsatz mit Energiespeichern und Solar legte um 13 Prozent auf 3,1 Milliarden US-Dollar zu. Die Abonnements für das Fahrassistenzsystem Full Self Driving Supervised stiegen um 56 Prozent auf 1,48 Millionen Stück.

Gleichzeitig belasteten steigende Betriebskosten das Ergebnis. Sie kletterten um 47 Prozent auf 4,3 Milliarden US-Dollar. Das operative Ergebnis brach im Jahresvergleich um 57 Prozent ein, auf 398 Millionen US-Dollar.

Für 2026 plant Tesla Investitionsausgaben von 25 Milliarden US-Dollar. Das Geld soll unter anderem in den Ausbau des Robotaxi-Dienstes in neuen Städten fließen und Full Self Driving näher an den vollständig unbeaufsichtigten Betrieb bringen.


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