Privatisierung von Tesla: Elon Musk steht wegen eines Tweets vor Gericht

Am Dienstag hat in San Francisco ein Prozess(öffnet im neuen Fenster) von Tesla-Investoren gegen Elon Musk begonnen. Hintergrund ist ein Tweet von Musk aus dem Jahr 2018, in dem er ankündigte, Tesla bei einem Kurs von 420 US-Dollar von der Börse zu nehmen . Anleger werfen dem Tesla-Gründer vor, mit seinen Behauptungen zur Finanzierung eines Aktienrückkaufs den Börsenkurs manipuliert zu haben .
Die Ankündigung, die Musk mit einer E-Mail(öffnet im neuen Fenster) an die Belegschaft von Tesla noch konkretisierte, hatte schon damals Konsequenzen. Die US-Finanzaufsicht SEC reichte Klage ein und warf Musk vor, "eine Reihe von falschen und irreführenden Aussagen gemacht zu haben" . Gegen eine Zahlung von 40 Millionen US-Dollar konnten Tesla und Musk die Klage abweisen. Musk musste jedoch seinen Posten als Verwaltungsratschef bei Tesla räumen .
Vor Prozessbeginn hatte Musk versucht(öffnet im neuen Fenster) , den Prozess von San Francisco nach Austin, Texas verlegen zu lassen. Er befürchtete in San Francisco eine voreingenommene Haltung gegen sich. Musk hatte im Oktober 2022 das in San Francisco ansässige Twitter übernommen und Tausende Angestellte entlassen. "Ein erheblicher Teil der Geschworenen" könnte daher "wahrscheinlich eine persönliche und materielle Voreingenommenheit gegen Herrn Musk hegen, da einzelne potenzielle Geschworene - oder ihre Freunde und Verwandten - persönlich davon betroffen waren" , heißt es im Antrag von Musks Anwalt Alex Spiro.
Letztendlich setzte Musk seine Pläne für einen Rückzug von der Börse nicht um. Der Saudi-Arabische Staatsfond hatte Interesse an einer Beteiligung bekundet , ebenso der Konkurrent Volkswagen (g+) Die Finanzierung des Aktienrückkaufes hätte sich damals auf 70 Milliarden US-Dollar belaufen.