Abo
  • Services:
Anzeige
Tesla: verlässlicheres Abbild der Wirklichkeit
Tesla: verlässlicheres Abbild der Wirklichkeit (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Tesla Autopilot: Radar schlägt Kamera

Tesla: verlässlicheres Abbild der Wirklichkeit
Tesla: verlässlicheres Abbild der Wirklichkeit (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Am Wochenende hat Tesla-Boss Elon Musk Details zum Update auf Version 8.0 der Autopilot-Funktion in den Elektroautos veröffentlicht. Zentraler Punkt: Statt der Kamera liefert der Radar-Sensor die entscheidenden Daten für eine Entscheidung über Weiterfahren oder Bremsen.

Innerhalb der kommenden 14 Tage liefert Tesla die Version 8.0 für seine Autopiloten-Funktion als Over-the-Air-Update aus. Die bestehenden Ultraschall- und der Radar-Sensoren sowie die Front-Kamera sollen damit ein verlässlicheres Abbild der Wirklichkeit errechnen können.

Anzeige

Besondere Bedeutung kommt dabei dem Radar zu. "Wir werden die Daten des Radar-Sensors sehr viel effektiver einsetzen", sagt Musk am Sonntagabend deutscher Zeit in einer telefonischen Pressekonferenz sowie in einem Beitrag im Firmenblog. "Neben einem Dutzend kleinerer Veränderungen wird das Radar-Bild in den Mittelpunkt rücken." So kann eine Vollbremsung auf Grundlage der Radardaten ausgelöst werden, ohne dass die Kamera die Sichtung eines Hindernisses bestätigen muss.

Die Umstellung ist unter anderem Resultat des tödlichen Unfalls von Joshua Brown Anfang Mai im US-Bundesstaat Florida. Der Fahrer eines Model S war mit aktivem Autopiloten unter den Auflieger eines Sattelschleppers geraten, der quer zur Fahrbahn stand.

Die Kamera erkannte das Hindernis nicht

Die Kamera hatte den weißen Aufbau des Anhängers im Sonnenlicht als Autobahnschild gedeutet und keine Bremsung ausgelöst. Das Radar hat das Metallobjekt richtig erkannt, durfte die Entscheidung der Kamera jedoch nicht überstimmen. Zudem ist es bei größerer Entfernung für das Radar unmöglich, die Höhe des Objekts über der Fahrbahn richtig zu bestimmen.

Bei dem Dilemma der Höhenberechnung soll Schwarmwissen helfen. Die Elektroautos melden der firmeneigenen Cloud GPS-Koordinaten von Brücken, Autobahnschildern, Werbetafeln und anderen stationären Objekten über und an der Fahrbahn.

Im Vergleich zu Lidar (Laserlicht) hält Musk Radar (Funkwellen) für das bessere System, da es durch Nebel, Dunst, Regen und Schnee sehen kann. Das Radarsignal könne sogar unter einem vorausfahrenden Auto hindurchsehen und Hindernisse rechtzeitig erkennen, falls der Vorausfahrende plötzlich die Spur wechselt, so Musk.

Perfekte Sicherheit ist unmöglich

Probleme mit dem Autopiloten bereiten dem Unternehmen weniger die Gelegenheitsnutzer, sondern eher die Enthusiasten. Sie verließen sich zu stark auf das Assistenzsystem, sagt Musk. Das war auch der Fall bei Joshua Brown in Florida. Wer in Version 8.0 drei akustische Warnungen, die Hände ans Lenkrad zu legen, innerhalb einer Stunde ignoriert, kann den Autopiloten für diese Fahrt nicht mehr aktivieren.

Der Wagen muss zunächst geparkt und neu gestartet werden, bevor eine Aktivierung wieder möglich ist. "Autopilot 8.0 bedeute keine perfekte Sicherheit", fügt Musk hinzu, "Perfekte Sicherheit ist ein unmögliches Ziel." Ob Tesla in Zukunft seine Autos mit Stereokameras, weiteren Radar- und Ultraschallsensoren ausstatten werde, erwähnte Musk nicht.


eye home zur Startseite
tschick 13. Sep 2016

Du kannst ja nichts dafür. Aber wahrscheinlich hast du die Anwendbarkeit und das Risiko...

gadthrawn 13. Sep 2016

""Ursprünglich sei Radar zu "Autopilot" nur als Zusatz zur Erkennung der Umgebung per...

WonderGoal 13. Sep 2016

Und wie ging das, wenn in den Flugbestimmungen seit je her eine vollautomatische Landung...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. GIGATRONIK München GmbH, München
  2. Fidor AG, München
  3. Robert Bosch GmbH, Crailsheim
  4. Mobile Collaboration GmbH, Ettlingen


Anzeige
Top-Angebote
  1. 147,89€ (Vergleichspreis ab 219€)
  2. 79,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Megaupload

    Dotcom droht bei Auslieferung volle Anklage in den USA

  2. PC-Markt

    Unternehmen geben deutschen PC-Käufen einen Schub

  3. Ungepatchte Sicherheitslücke

    Google legt sich erneut mit Microsoft an

  4. Torus

    CoreOS gibt weitere Eigenentwicklung auf

  5. Hololens

    Verbesserte AR-Brille soll nicht vor 2019 kommen

  6. Halo Wars 2 im Test

    Echtzeit-Strategie für Supersoldaten

  7. Autonome Systeme

    Microsoft stellt virtuelle Testplattform für Drohnen vor

  8. Limux

    Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts

  9. Betriebssysteme

    Linux 4.10 beschleunigt und verbessert

  10. Supercomputer

    Der erste Exaflops-Rechner wird in China gebaut



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Merkels NSA-Vernehmung: Die unerträgliche Uninformiertheit der Kanzlerin
Merkels NSA-Vernehmung
Die unerträgliche Uninformiertheit der Kanzlerin
  1. US-Präsident Zuck it, Trump!
  2. Begnadigung Danke, Chelsea Manning!
  3. Glasfaser Nun hängt die Kabel doch endlich auf!

Apple: Planet der affigen Fernsehshows
Apple
Planet der affigen Fernsehshows
  1. Streaming Vodafone GigaTV ermöglicht Fernsehen unterwegs
  2. Kabelnetz Unitymedia hat neue Preise für Internetzugänge
  3. Deutsche TV-Plattform über VR "Ein langer Weg vom Wow-Effekt zum dauerhaften Format"

Mobile-Games-Auslese: Schiffbruch auf der Milchstraße für mobile Spieler
Mobile-Games-Auslese
Schiffbruch auf der Milchstraße für mobile Spieler

  1. Re: richtig so!

    Eheran | 01:36

  2. Re: Wirklich witzig

    laserbeamer | 01:34

  3. Re: Wie kann es so ein RoboRacer "übertreiben"?

    Vögelchen | 00:56

  4. Re: "keine besondere Laserpräzision notwendig"

    Johannes Kurz | 00:48

  5. Re: Verzicht

    Nielz | 00:40


  1. 18:33

  2. 17:38

  3. 16:38

  4. 16:27

  5. 15:23

  6. 14:00

  7. 13:12

  8. 12:07


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel