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Tesla: Arbeitsschutz in Berliner Gigafactory nicht gewährleistet

In Teslas Gigafactory in der Nähe des brandenburgischen Grünheide gibt es Mängel beim Arbeitsschutz. Staub ist ein Problem.
/ Andreas Donath
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Gigafactory Berlin im November 2022 (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Gigafactory Berlin im November 2022 Bild: Friedhelm Greis/Golem.de

Die Gigafactory Berlin in der Nähe von Grünheide hat Besuch von Arbeitsschützern bekommen. Diese stellten laut einem Bericht des Brandenburger Gesundheitsministeriums zum Arbeitsschutz 2021 fest, dass in Innenräumen der Fabrik wiederholt keine Staubschutzmaßnahmen ergriffen worden seien. Die Behördenmitarbeiter befragten demnach auch Beschäftigte, die diese Arbeitsbedingungen als normal bezeichneten.

Wie der Tagesspiegel schreibt, waren staubarme Arbeitsverfahren sowie der Einsatz von Maßnahmen zur Beseitigung von Staub nicht ausreichend bekannt. Es handle sich um mineralischen Staub mit unterschiedlichen Quarzgehalten, heißt es in dem Bericht der Fachleute des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG), der auf die Gesundheitsschädlichkeit der Materialien verweist.

Die Arbeitsschützer seien zu dem Ergebnis gekommen, dass arbeitsschutzrechtliche Maßnahmen und deren Umsetzung bei einer Vielzahl von ausländischen Mitarbeitern nicht bekannt seien, da diese "von der bekannten Praxis ihrer Herkunftsländer deutlich abweiche" , berichtet der Tagesspiegel.

Die Gigafactory Berlin in Brandenburg soll künftig erweitert werden . Die notwendigen Unterlagen für die Erweiterung will Tesla noch 2022 vorlegen. Das Unternehmen wolle mit der Erweiterung die Möglichkeit schaffen, eine Million Fahrzeuge pro Jahr zu bauen, heißt es in einem Dokument des Landkreises Oder-Spree.

Die aktuelle jährliche Produktionskapazität der Gigafactory Berlin werde mit mehr als 500.000 Einheiten angegeben, heißt es in dem Dokument. Diese sei bei weitem nicht ausgeschöpft. So verließen im Herbst 2022 jede Woche rund 2.000 Tesla Model Y die Fabrik in Grünheide. Das wären bei gleichbleibendem Ausstoß jährlich 104.000 Fahrzeuge. Würden wöchentlich 5.000 Autos gebaut, entspräche das einem jährlichen Output von 260.000 Fahrzeugen.

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Für den Ausbau selbst sind ein weiteres umweltrechtliches Verfahren und eine erneute Bürgerbeteiligung mit einer Auslegung der Pläne erforderlich.

Die Bürgerinitiative Grünheide und der Verein für Natur und Landschaft in Brandenburg e.V. sprechen sich gegen den weiteren Ausbau der Gigafactory aus. Tesla beherrscht aus Sicht des Vereins die Produktion nicht. Es würden immer wieder Störungen im Betriebsablauf auftreten, die eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellten, schreibt der Verein auf seiner Website.(öffnet im neuen Fenster)


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