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Tesla-Antrieb: Rolls-Royce von Johnny Cash fährt jetzt elektrisch

Der Akku und der Antrieb eines neuen Tesla Model S sind für die Elektrifizierung des 1970-er Rolls-Royce von Johnny Cash gerade gut genug gewesen.
/ Andreas Donath
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Der umgebaute Rolls-Royce Silver Shadow (Bild: Shift EV)
Der umgebaute Rolls-Royce Silver Shadow Bild: Shift EV

Die Besitzer des Rolls-Royce Silver Shadow aus dem Jahr 1970 haben das Fahrzeug, das dem verstorbenen US-Sängers Johnny Cash (1932-2003) gehört haben soll, auf Elektroantrieb umrüsten lassen. Dazu wurde ein fabrikneues Tesla Model S ausgeschlachtet, um aus dem Oldtimer ein Elektroauto mit 320 km Reichweite(öffnet im neuen Fenster) zu machen.

Verwendet wurden der komplette Akku mit 75 kWh und der Tesla-Antriebsstrang sowie weitere Teile des Fahrzeugs. Gebaut wurde das Auto vom US-Unternehmen Shift EV(öffnet im neuen Fenster) , welches das Fahrzeug aufgrund seines schlechten Zustandes zudem restaurieren mussten.

Wegen des langen Radstandes des Rolls-Royce Silver Shadow (3.035 mm) konnte der vollständige Akku verwendet werden. Andere Umbauten, in denen Tesla-Akkus eingesetzt werden, nutzen nur einzelne Module des Stromspeichers. Das ist beispielsweise beim Umbau von Ove Krögers Ford Mustang der Fall, der seinen Umbau auf Youtube(öffnet im neuen Fenster) dokumentiert. Beim Tesla-Akku musste nur ein beim 75-kW-Akku leeres Gehäuseteil an der Oberseite entfernt werden.

Da die Antriebseinheit und die Radaufhängung teilweise vom Tesla übernommen wurden, erhält der Rolls-Royce Funktionen wie ABS, TPMS, eine Traktions- und Stabilitätskontrolle, eine elektrische Servolenkung und moderne Bremsen. Auch eine Klimaanlage und die Heizung des Teslas bleiben erhalten. Das ist relevant, weil durch den Ausbau des Verbrennungsmotors keine Heizung mehr vorhanden ist.

Die Tesla-Bildschirme wurden in die Trennwand zwischen Kofferraum und Rücksitzbank verbaut, damit sie im klassischen Innenraum des Silver Shadow nicht stören.

Wieviel der Umbau gekostet habe, wurde nicht mitgeteilt.


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