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Tesla: Elon Musk spielt mit hohem Risiko

Teslas Vorstand will Elon Musk ein gigantisches Gehalt zahlen, wenn dieser zehn Jahre lang beim Unternehmen bleibt und den Börsenwert auf 650 Milliarden US-Dollar erhöht. Er könnte aber auch komplett leer ausgehen.

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Elon Musk
Elon Musk (Bild: Steve Jurvetson/CC-BY 2.0)

Die neue geplante Zielvereinbarung zwischen Tesla und Elon Musk ist so ambitioniert, dass es als nahezu unmöglich gilt, dass Musk sie vollständig erfüllen kann. Das Unternehmen müsste 650 Milliarden US-Dollar an der Börse wert sein, bevor Musk alles Geld sieht.

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Wenn die Aktionäre und Musk der Vereinbarung zustimmten, bekäme Musk pro 50 Milliarden US-Dollar Börsenwert ein Prozent der heute gehandelten Aktien des Unternehmens. Beim Überschreiten der 100-Milliarden-Dollar-Grenze würde eine erste Tranche von 1,7 Millionen Aktien ausgezahlt. Wenn sich der Wert nicht mindestens verdoppelt, bekommt Musk indes nichts. Zudem müssten der Umsatz auf mindestens 20 Milliarden und der operative Gewinn auf 1,5 Milliarden US-Dollar hochgeschraubt werden.

Musk soll noch mindestens zehn Jahre bleiben

Noch vor der Jahreshauptversammlung im März 2018 hatte Teslas Vorstand angekündigt, dass Musks Vertrag um zehn Jahre verlängert werden solle. Der Firmenmitgründer werde vollständig in Aktien bezahlt und keine sonstige Entschädigung erhalten: kein Gehalt über dem Minimum, keine Bargeldboni und kein Eigenkapital, wie es in einer vorläufigen Erklärung heißt, die bei der Securities and Exchange Commission in den USA eingereicht wurde. Tesla muss Musk allerdings den Mindestlohn von rund 37.000 US-Dollar jährlich zahlen. Die Schecks soll Musk angeblich jedoch nicht einlösen.

Diese riskante Vergütungswette ist für Musk nicht die erste. Schon 2012 gab es so eine Zielvereinbarung, die einem Bericht der Zeitung Die Welt zufolge zum größten Teil erfüllt wurde. Musk habe neun von zehn Zielen erreicht, heißt es im letzten Quartalsbericht. Damals ging es um das Model X und das Model 3, die bis zur Serienreife entwickelt werden sollten. Außerdem sollten die Gesamtverkaufszahlen zunächst auf 100.000 und später auf 200.000 erhöht werden. Auch die gewünschte Steigerung des Börsenwerts gelang Musk.

Tesla steht aktuell unter Druck, weil die Produktionsziele für das Elektroauto Model 3 nicht erreicht wurden, obwohl es Hunderttausende Reservierungen für das Fahrzeug gibt. Eigentlich sollten bis Ende des dritten Quartals 2017 rund 1.500 Fahrzeuge gebaut werden. Für Ende Dezember war das Ziel, 5.000 Einheiten pro Woche zu bauen. Dieses Produktionsziel wird Tesla nach eigenen Angaben voraussichtlich erst Mitte des Jahres 2018 erreichen.



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