Tesla-Aktien: Elon Musk erhält 300 Millionen Aktien zurück

Der Oberste Gerichtshof des US-Bundesstaates Delaware(öffnet im neuen Fenster) hat eine frühere Gerichtsentscheidung für ungültig erklärt, wonach Elon Musk ein Aktienpaket zu Unrecht erhalten haben soll. Zum damaligen Zeitpunkt wären die 300 Millionen Aktien von Tesla 50 Milliarden Euro wert gewesen. Mittlerweile liegt der Wert bei 120 Milliarden Euro.
Wie unter anderem Reuters(öffnet im neuen Fenster) berichtet, seien nach Ansicht des ursprünglichen Urteils sowohl der Verwaltungsrat von Tesla bei Beschluss des Vergütungspakets für Musk befangen gewesen als auch die Aktionäre unzureichend informiert worden. Auch seien die zu erreichenden Ziele für eine Auszahlung zu niedrig angesetzt gewesen.
Zu drastische Strafe
Dass dieses Urteil jetzt für ungültig erklärt wurde, liegt daran, dass das gesamte Paket einbehalten wurde. Dadurch hätte Musk laut des Obersten Gerichtshofs für seine Arbeit gar keine Vergütung erhalten. Dies sei jedoch ein zu drastischer Schritt gewesen.
Parallel hatte Tesla bereits ein Ersatzpaket mit 96 Millionen Aktien vorbereitet, falls das Gerichtsurteil anders gelautet hätte. Dieses Aktienpaket soll nun hinfällig sein.
Aktionäre mit weniger Rechten
Gleichzeitig hat Tesla Schritte unternommen, um die Möglichkeit für derartige Klagen einzuschränken. Richard Tornetta, der damals gegen das seiner Meinung nach zu großzügige Paket geklagt hatte, besaß neun Aktien.
Durch den Umzug des Tesla-Firmensitzes von Delaware nach Texas müssen Kläger, die Verstöße gegen das Gesellschaftsrecht vermuten, zukünftig drei Prozent der Aktien besitzen. Ein solches Paket wäre derzeit 30 Milliarden US-Dollar wert.
Damit dürften auch die Chancen sinken, dass das nächste Vergütungspaket für Elon Musk , das bis zu einer Billion US-Dollar wert sein könnte, angefochten wird. Allerdings ist es an strikte Bedingungen geknüpft, anders als das Paket von 2018.



