Tesla-Aktien: Der Aktienverkauf von Elon Musk ist kein Fanservice

Elon Musk hat abstimmen lassen - und Twitter hat entschieden. Er will nun 10 Prozent seiner Aktien abstoßen. Aber nicht uneigennützig.

Ein IMHO von veröffentlicht am
Der vielleicht reichste Robin Hood.
Der vielleicht reichste Robin Hood. (Bild: Britta Pedersen-Pool/Getty Images, scr3amfr3ak/Pixabay, Montage Golem.de)

Am Wochenende sorgte der Twitter-Account von Tesla-Chef Elon Musk mal wieder für Aufsehen. In einer simplen Abstimmung ließ er allem Anschein nach jeden Twitter-Nutzer darüber entscheiden, ob er 10 Prozent seiner gesamten Tesla-Anteile verkaufen soll. Nach Ablauf des Votings stimmten 57,9 Prozent der 3.519.252 Teilnehmer dafür - und Elon Musk versprach, sich der Entscheidung beugen zu wollen. Doch am Ende des Tages sieht es danach aus, als hätte Musk hier einen geschickten PR-Stunt hingelegt, der planbarer nicht hätte sein können. Aus mehreren Gründen.

Inhalt:
  1. Tesla-Aktien: Der Aktienverkauf von Elon Musk ist kein Fanservice
  2. Optionen bezahlen, Steuern begleichen, mehr Geld haben

Vor der eigentlichen Analyse ein Blick auf die Zahlen: Laut Forbes besitzt Elon Musk rund 193,3 Millionen Tesla-Aktien. Das sind 20,7 Prozent aller Aktien, die es von Tesla derzeit gibt. Gemessen am Kurs vor seinem Tweet, also rund 1.200 US-Dollar, waren das rund 250 Milliarden US-Dollar. Zehn Prozent davon, also 19,3 Millionen Aktien, sind demnach rund 25 Milliarden US-Dollar wert.

Nun zur Entscheidung selbst: In dem Tweet zur Abstimmung ließ Musk wissen, dass dieser Poll sein Weg sei, Steuern zu zahlen. In den USA ist es ein großes Thema, dass Milliardäre auch deshalb immer reicher werden, weil das Gesamtvermögen im Wert ihrer Aktien liegt, deren Kurse stets steigen, die unrealisierten Gewinne aber nicht besteuert werden. Da eine entsprechende US-Steuerreform zwar im Gespräch ist, aber bislang nicht über den Status einer Idee hinauskam, wird das auch erst einmal so bleiben.

Nimmt er den Reichen und gibt es den Armen?

Quasi in der Rolle des Robin Hood nahm sich Musk augenscheinlich also der Kritik an, von einem unfairen System zu profitieren. Er konnte sich dadurch eigentlich sicher sein, dass die Abstimmung mit einem Ja enden würde. Und nun steht er als strahlender Held in der Öffentlichkeit, der unverhofft zu großem Reichtum kam und sein Vermögen in Form hoher Steuern mit der Bevölkerung teilt. Wirklich?

Elon Musk: Wie Elon Musk die Welt verändert - Die Biografie
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Musk verdient bei Tesla keinen Cent. Zumindest nicht in US-Dollar, Bitcoin oder Dogecoin. Der gesamte Verdienst des reichsten Menschen der Welt ergibt sich aus Aktienpaketen. Pro 50 Milliarden US-Dollar Börsenwert erhält er Papiere im Wert von einem Prozent der gehandelten Aktien von Tesla. Eine damals riskante Wette, als er dieser Form der Bezahlung zustimmte. Zeitweise war es durchaus ungewiss, ob Tesla eine solche Erfolgsstory werden würde, wie sie es zurzeit ist.

Doch Musks riskantes Spiel ging voll auf: Immer wieder erhält er große Optionspakete auf Tesla-Aktien und diese einzulösen, ist teuer. Ein solches Paket wartet bis Mitte August 2022 auf eine Einlösung oder es verfällt. Enthalten sind 22.862.050 Aktien zu einem Kurs von 6,25 US-Dollar. Der Kauf alleine würde also rund 143 Millionen US-Dollar kosten. Der Wert allerdings läge bei einem Kurs von 1.200 US-Dollar bei rund 27,4 Milliarden-US-Dollar.

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Optionen bezahlen, Steuern begleichen, mehr Geld haben 
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Cavaron 14. Nov 2021

Entgegen allen Anschuldigungen und Unkenrufen wickelt Musk den Abruf seiner Optionen und...

Achranon 11. Nov 2021

Ja, eine Strom oder Wasserleitung von hier zum Mars zu legen ist aufwändig, außerdem...

ashahaghdsa 10. Nov 2021

Es gibt vermutlich keinen einzigen Reichen, der 10 Mio Steuern sparen will, indem er 100...

-eichi- 10. Nov 2021

Na dann nimm hald ne Dividendenaktie(da kannst dann deine Miete für zahlen ;-) )



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