Terry Gou: Foxconn baut 8K-LCD-Fabrik für 8,8 Milliarden Dollar

Foxconn wird eine neue TV-Flachbildschirmfabrik für 8,8 Milliarden US-Dollar in China errichten. Das gab Firmengründer Terry Gou laut Berichten des Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) und der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) bekannt. Gou lobte ausdrücklich die guten Produktionsbedingungen in China, wo der taiwanische Auftragsfertiger Apples iPhones und andere Produkte herstellt.
Die Investition wird über Sakai Display Products laufen, ein Unternehmen, das mehrheitlich dem Milliardär Gou persönlich gehört. Sharp besitzt einen Minderheitsanteil an Sakai. Gou nimmt riskantere Investitionen gerne über sein persönliches Portfolio vor, was sicherer für die Foxconn-Aktionäre sei.
Die 8K-Bildtechnik arbeitet mit 7.680 x 4.320 Pixeln, also dem Vierfachen von Ultra-HD-Fernsehern, die in der Regel als 4K-Geräte vermarktet werden. Bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio soll die Technik einsatzbereit sein. Der Start für das 8K-Fernsehen ist für das Jahr 2018 vorgesehen. Nachdem Sharp im Jahr 2015 den ersten verkäuflichen 8K-Fernseher in Japan zeigte, wurde im Oktober 2016 auf der Ceatec das passende Empfangsgerät vorgeführt. In Japan gibt es bereits erste Testausstrahlungen seit dem August 2016.
10.5 GEN
Die neue Fabrik im südchinesischen Guangzhou werde die Fertigung im Jahr 2019 aufnehmen. Dort soll in Generation 10.5 produziert werden. Generation (GEN) ist die Bezeichnung für Größen von optischen Gläsern und anderen Substraten. 10.5 GEN steht für 2.940 Millimeter Länge und 3.370 Millimeter Breite.
Foxconn hatte im März 2016 die Übernahme von Sharp offiziell bekanntgegeben . Der Kaufpreis betrug 3,5 Milliarden US-Dollar. In monatelangen Verhandlungen war der Betrag erheblich gesenkt worden. Noch Ende Februar 2016 hatte Foxconn 6,24 Milliarden US-Dollar für Sharp geboten. Doch dann legte Sharp zusätzliche Eventualverbindlichkeiten oder potenzielle finanzielle Risiken in Höhe von 350 Milliarden Yen (3,07 Milliarden US-Dollar) offen und es musste neu verhandelt werden.



