Terrorgefahr: USA heben Laptop-Bann vollständig auf
Die US-Behörde für Transportsicherheit (TSA) hat inzwischen für alle betroffenen Fluggesellschaften das Laptop-Verbot in Flugzeugkabinen aufgehoben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete(öffnet im neuen Fenster), dürfen nun auch Passagiere der Saudi Arabian Airlines (Saudia) wieder von Dschidda und Riad aus auf Direktflügen in die USA größere elektronische Geräte wie Laptops, Tablets und Digitalkameras im Handgepäck mitnehmen.
In der vergangenen Woche hatte die TSA bereits das Verbot für Flüge aus Ägypten, Jordanien, Marokko und Kuwait aufgehoben. Zuvor waren die Restriktionen für die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar beendet worden. US-Heimatschutzminister John Kelly hatte Ende Juni schärfere Sicherheitsmaßnahmen angekündigt, um eine Erweiterung des Laptop-Verbots zu vermeiden.
Kritik an hohen Auflagen
Den Flughäfen sollte ursprünglich bis zum 19. Juli 2017 Zeit bleiben, um die neuen Regeln für Sprengstoff-Erkennung zu implementieren. Innerhalb von vier Monaten sollten alle weiteren Regeln erfüllt werden. Am vergangenen Donnerstag gab das US-Heimatschutzministerium laut Reuters (öffnet im neuen Fenster) jedoch einen veränderten Anforderungskatalog heraus, der eine flexiblere und spätere Umsetzung der Vorschriften erlauben soll.
Einige Verbände der Luftfahrtindustrie, darunter die International Air Transport Association (IATA), sollen die neuen Anforderungen kritisiert haben. Diese bedeuteten eine "fundamentale Abkehr vom risiko-basierten Ansatz", zitiert Reuters aus einem Brief an US-Behörden. Es werde "extrem schwierig", die Fristen zu erfüllen, da die erforderlichen Geräte und Ressourcen zu Sprengstofferkennung nicht zur Verfügung stünden.
Anschlag mit iPad-Attrappen befürchtet
Die USA und Großbritannien hatten Ende März 2017 auf Flugrouten aus den vorwiegend muslimisch geprägten Ländern Türkei, Libanon, Jordanien, Ägypten, Tunesien und Saudi-Arabien größere elektronische Geräte wie Laptops und Tablets in Flugzeugkabinen verboten.
Die Sicherheitsbehörden der beiden Länder verfügten offenbar über konkrete Informationen zu geplanten Terroranschlägen mit iPad-Attrappen. Dabei sollten gefälschte Apple-Tablets mit Sprengstoff versehen werden. Einen konkreten Zeitpunkt oder Ort für den Anschlag soll es jedoch nicht gegeben haben.
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