Terrestrisch in HD: DVB-T2 kommt ab 2016 mit Verschlüsselung

Schrittweise soll DVB-T2 in Deutschland bereits ab 2016 eingeführt werden. Auch RTL ist wieder mit dabei. Bei einem ersten Gipfeltreffen in Berlin wurden HD-TV und der Kodierstandard HEVC festgelegt. Allerdings wollen die privaten Sender verschlüsseln.

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Media-Broadcast-Anlage
Media-Broadcast-Anlage (Bild: Media Broadcast)

Der Prozess für die Einführung des DVB-Nachfolgers DVB-T2 beginnt. Das gaben die Landesmedienanstalten am 3. Juni 2014 bekannt. Dazu gab es gestern in Berlin ein Treffen zur Zeit- und Frequenzplanung mit Vertretern von ARD, ZDF, RTL, ProSiebenSat.1, VPRT (Verband Privater Rundfunk und Telemedien) und Media Broadcast mit dem Koordinator Netze, Technik, Konvergenz der Medienanstalten, Thomas Fuchs. DVB-T2 ermögliche den Empfang von mehr Programmen in besserer Qualität, insbesondere in HD, hieß es.

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Die Beteiligten verständigten sich darauf, DVB-T2 ausschließlich im Kodierstandard HEVC einzuführen. Als Kompressionsverfahren wären H.264 oder H.265 (HEVC) möglich, da der DVB-T2-Standard den Codec nicht ausdrücklich vorschreibt. Bestehende DVB-T-Empfänger lassen sich nicht umrüsten. Bei Fernsehern oder Standalone-Receivern mit wechselbaren Tunern sollte das aber nicht ganz ausgeschlossen sein. Die für ältere Fernseher häufig genutzten billigen DVB-T-Receiver mit Scart-Anschluss dürften aber kaum aufzurüsten sein. Mit DVB-T2 sollen auch mehr Programme angeboten werden.

Die schrittweise Einführung von DVB-T2 wird ab Mitte 2016 angestrebt. Der Umstellungsprozess soll in der Fläche im Jahr 2020 abgeschlossen sein. Erst mit dem Ende des Migrationsprozesses würden dann auch Kapazitäten frei, mit denen die Mobilfunkunternehmen die Breitbandziele der Bundesregierung umsetzen könnten. Das 700-MHz-Band sollte nach Plänen der Bundesnetzagentur bereits ab 2014 zur Versteigerung von neuen Mobilfunkfrequenzen freigegeben werden. Diese "Digitale Dividende II" ist jedoch umstritten - vor allem, weil die öffentlich-rechtlichen Sender so die Erfüllung ihres Auftrags für eine Grundversorgung aller Bundesbürger gefährdet sehen.

Alle Marktbeteiligten strebten den Umstieg auf DVB-T2 an, weil sie die terrestrische Fernsehverbreitung "unter gewissen Rahmenbedingungen" als "zukunftsfähig und attraktiv" bewerteten. Begrüßt wurde die Entscheidung der RTL-Gruppe, die terrestrische Verbreitung mit Blick auf DVB-T2 fortzuführen. Die RTL-Gruppe hatte wegen der hohen Kosten angekündigt, Ende 2014 den Sendebetrieb per Antenne einzustellen. In München und Südbayern sind RTL und weitere Sender schon nicht mehr per DVB-T zu empfangen. Im Dezember 2013 hatte der Sender bereits erklärt, die Position in der Frage der digitalen terrestrischen Verbreitung noch einmal zu überprüfen.

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Doch die privaten Anbieter und Netzbetreiber wollen ein Angebot, das überwiegend verschlüsselt und bundesweit einheitlich vermarktet wird, während die öffentlich-rechtlichen Sender weiterhin unverschlüsselt zu empfangen sein sollen, was technisch unproblematisch sei.

Der Rundfunknetzbetreiber Media Broadcast hat mit RTL Deutschland eine neue Vereinbarung getroffen: Media Broadcast plant den Aufbau einer digital-terrestrischen TV-Plattform im DVB-T2-Standard, die es Programmveranstaltern ermöglichen soll, mehr Sender und auch in HD auszustrahlen. In der Übergangszeit bis zum Start der Plattform wird RTL die unverschlüsselte DVB-T-Verbreitung seiner Programme für zunächst zwei weitere Jahre fortführen.

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Moe479 23. Jun 2014

etwas tolerieren: lat. tolerare, etwas (er)dulden oder ertragen etwas aktzeptieren: lat...

Neuro-Chef 05. Jun 2014

Ich könnte nicht ohne Serien, zum Abendessen muss ich was gucken^^ Das ist dann...

0xDEADC0DE 04. Jun 2014

So alt bist du doch noch gar nicht... Ein Babyphone ist KEIN Fernseher! ... Nun, wer...



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